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89° Capitulum Generale Ordinis Carmelitarum Discalceatorum
Avila  28. April bis 18. Mai 2003

Informationen * N. 11 
06.05.2003

 

 

 

11. Mitteilung (6. Mai 2003) 

Seit zwei Tagen regent es in Ávila, was für die Felder und Auen der spanischen Meseta sicher ein Segen ist, doch so manchem Kapitelvater hat die damit verbundene Kälte einen rauhen Hals und Schnupfen eingebracht, denn anders als in nördlichen Gefilden, wo alles bestens beheizt ist, friert man sich  hier durch und widersteht niesend und Hände reibend der Kälte – oder eben auch nicht! 

P. Nicolás, der neue Definitor für Lateinamerika, war heute der Hauptzelebrant. In seiner Predigt lud er uns ein, in diesem konkreten Moment der Geschichte nach dem Willen Gottes zu suchen, ohne Angst und ohne Komplexe, dafür mit umso grösserem Vertrauen auf die niemals fehlende Güte Gottes. 

Zu Beginn der morgendlichen Sitzung erhielten wir ein Buch mit dem Titel “Klösterliche Leitung” vom Ehrw. Johannes von Jesus Maria, in der kritischen Bearbeitung des P.Giovanni Strina OCD, mit einer Widmung an dieses Kapitel. Die Mitbrüder von Burgos überreichten uns ihre Festschrift, die sie anlässlich des 75jährigen Gründungsjubiläums ihrer Ordensprovinz herausgebracht haben.  

In der Aula hielt uns der Claretinerpater José Cristo Rey García Paredes einen Vortrag über das Thema “Unterwegs! Besinnung auf das Wesentliche”. Für die Darlegung seiner Ausführungen, die er an den drei Begriffen “Weg”, “Besinnung” und “Wesentliches” festmachte, bediente er sich eines computergestützten Projektors, was für alle eine grosse Verstehenshilfe war. Im Bewusstsein dessen, dass wir auf dieser Erde keine feste Bleibe haben, lud er uns ein, aus allem Bekannten “herauszugehen” (wie es Johannes vom Kreuz für den Anfang des geistlichen Lebens fordert), aus allen Sicherheiten und Nostalgien, um uns so an eine im ständigen Wandel begriffene Welt anzupassen, der wir die christliche und karmelitanische Urerfahrung zukommen lassen wollen. 

Nach einer kurzen Pause sprachen wir eineinhalb Stunden lang in den Sprachgruppen über die Schwierigkeiten, die uns auf unserem Weg behindern, um ohne Angst in der notwendigen Neuformulierung unserer reichen geistlichen Tradition voranzugehen. Am Nachmittag trafen wir uns im Plenum, um die Berichte aus den Sprachgruppen anzuhören; daraus entwickelte sich ein interessanter Austausch mit dem Referenten. Und dann ging es nochmals in die Gruppen, wo wir mit der letzten Lesung des Instrumentum laboris begannen. Mit Hilfe der evt. noch vorgebrachten Verbesserungsvorschläge wollen wir im Lauf der noch verbleibenden Tage zum endgültigen Text des Kapitelsdokuments kommen. 

Die Vesper und Betrachtung schlossen diesen weiteren Arbeitstag des Kapitels ab.

 
    
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Updated 06 mag 2003  - Page maintained by O.C.D. General House