[ English ] [ Italiano] [ Español ] [ Français ] [ Deutsch ]
 

89° Capitulum Generale Ordinis Carmelitarum Discalceatorum
Avila  28. April bis 18. Mai 2003

Informationen * N. 13 
08.05.2003

 

 

 

13. Mitteilung 

Auch der heutige Tag empfing uns mit Regen und Kälte, doch wurde es im Lauf des Tages besser, und als am Mittag die Sonne herauskam, wurde es auch wärmer. P. Dominic Nirmal, leitete heute die Eucharistiefeier. In seiner Predigt bediente er sich einer Anekdote aus dem Leben Buddhas, um uns daran zu erinnern, dass es bei allen Menschen und in allen Familien die Erfahrung des Todes gibt. Das Evangelium des Tages erinnere uns daran, dass, wer auch immer an Jesus glaubt, schon in diesem Leben die Erfahrung des ewigen Lebens mache, das bei der endgültigen Begegnung mit Christus zu seiner Fülle kommen wird. 

Vor Beginn unserer Arbeit in der Aula verteilten die Mitbrüder aus Mexiko eine CD mit Gedichten und Liedern von P. Salvador Rivera, der sich bei einem Unfall bei seinem Einsatz als Missionar eine Querschnittslähmung zugezogen hat. 25 Jahre lang übte er für seine Leidensgenossen ein bewundernswertes Apostolat aus. Vor fünf Jahren starb er; inzwischen ist sein Seligsprechungsprozess eröffnet. Die Mitbrüder aus der Provinz Aragón-Valencia überraschten uns mit schönen handgefertigten und handbemalten Mendikamentenbehälter, wie sie früher in der Klosterapotheke im Desierto de las Palmas verwendet wurden.  

Der ganze Tag war heute der Begegnung und dem Gespräch mit unseren Schwestern gewidmet. Die Vorsitzenden der Assoziationen bzw. Föderationen aus Spanien, Frankreich, England, Italien, Deutschland, Brasilien, USA, Kamerun, Indien und Australien informierten uns über die Situation der Klöster in den von ihnen vertretenen Regionen. Alle waren voll des Lobes über das Projekt der theologisch-spirituellen Reflexion, mit dem sie voriges Jahr begannen. Sie sehen darin ein gute Möglichkeit für eine ernsthafte Fortbildung und eine Vertiefung der Einheit unter den beteiligten Klöstern. Sie teilten uns auch ihre Sorgen beim Abklärungsprozess der Berufungen, der Anfangs- und Fortbildung, der geistlichen Begleitung,  der gegenseitigen Hilfe und der Suche nach Formen für die Inkulturation des Charismas mit, usw. 

Zu Beginn der Sitzung informierte uns P. Camilo über die verschiedenen Schritte, die  in den letzten Jahren bei der Ausarbeitung der Ratio Institutionis für die Schwestern und des Projektes der geistlich-theologischen Reflexion gemacht wurden. Er erinnerte uns daran, dass das Kapitel zum Leben der Schwestern keine Entscheidunen treffen kann, wohl aber zu dem der Brüder und zu unseren Beziehungen mit ihnen; deshalb sei es notwendig, auf das zu hören, was sie uns zu sagen haben und von uns erwarten. Der Moderator des heutigen Tages, P. Giuliano Bettati, las zur Einstimmung Nr. 58 aus dem postsynodalen Schreiben Vita consecrata vor, wo es heisst: „Es ist dringend geboten, konkrete Schritte zu machen, um den Frauen in den verschiedenen Bereichen und auf allen Ebenen, besonders da, wo sie betroffen sind, Räume zur Teilnahme zu eröffnen“. Die Anwesenheit unserer Schwestern beim Kapitel ist demnach nichts anderes als ein Ergebnis des Gehorsmans gegenüber den Weisungen von Papst Johannes Paul II. 

Nach dem Plenum und der Arbeit in den Gruppen dazu trafen wir uns wiederum im grossen Saal zur Aussprache, die eine grosse Verbundenheit und Zusammenarbeit in vielen Bereichen unseres Lebens offenbarte, wenn auch mit lokalen Unterschieden. Es zeigte sich, dass es in vielen Ländern schwierig ist, geeignete Referenten zu finden, die in den einzelnen Klöstern mehrtägige Kurse geben können; von daher ergibt sich die Notwendigkeit, die Teilnahme an den von den Föderationen organisierten Kursen zu verstärken. Doch bei all dem sollte in unseren Häusern immer nach der Ausgeglichenheit zwischen Gebet, Gemeinschaftsleben, Ausbildung und Arbeit gesucht werden.

 
    
CURIA  *  Fr. GENERAL  *  ORDER'S SITES  *  ADDRESSES  *  OCDS
www.ocd.pcn.net
   information office

Updated 08 mag 2003  - Page maintained by O.C.D. General House