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89° Capitulum Generale Ordinis Carmelitarum Discalceatorum
Avila  28. April bis 18. Mai 2003

Informationen * N. 04 
30.04.2003

 

 

 

Die liturgischen Feiern des heutigen Tages wurden von den Mitbrüdern aus Polen, Österreich, Ungarn, Kroatien und Deutschland gestaltet. Mangels einer gemeinsamen Sprache griffen sie auf die alten lateinischen Hymnen und Antiphonen zurück – für manche junge Mitbrüder offensichtlich totales Neuland, doch halfen uns die immer schönen Melodien des Gregrianischen Chorals, gemeinsam zu beten und riefen in den älteren nostalgische Erinnerungen an vergangene Zeiten wach, als das Latein noch fast so etwas wie Umgangssprache war. 

In der Aula trug uns heute P. José Vicente Rodríguez auf seine gewohnte humorvolle und sympathische Art sein Referat zum Thema “Grundlinien der geistlichen Lehre des hl. Johannes vom Kreuz” vor. Er erinnerte uns daran, was für ein gewaltiger Reifungs- und Verinnerlichungsprozess sein Leidensweg für ihn war, angefangen von den Entbehrungen in seiner Kindheit, seinem Dienst im Seuchenspital von Medina del Campo, dem Kerker von Toledo bis hin zu seiner Verfolgung am Ende seines Lebens. In 12 Punkten legte uns der Referent seine Sicht der geistlichen Lehre des Heiligen dar und stellte uns ihn dann als Identifikationsmodell für unser Leben als Karmeliten vor Augen. Interessante Aussagen von Zeitgenossen des Heiligen - besonders gut zum Thema passend -, wie seiner Meinung nach diejenigen sein sollten, die an Kapiteln teilnehmen, rundeten seinen Vortrag ab. (Aus den geistlichen Leitsätzen des Eliseo de los Mártires). 

Im Anschluss daran machten wir uns auf den Weg nach Segovia, wo wir unter Vorsitz von P. Maximiliano Herráiz am Grab von Johannes vom Kreuz Eucharistie feierten. In seiner schönen Predigt präsentierte er uns Johannes vom Kreuz als den grossen Verliebten und lud uns ein, endlich mit den alten Gemeinplätzen über ihn Schluss zu machen, die ihn als rigiden und abweisenden Menschen darstellten. Schliesslich bat er uns, uns für die Weitergabe des echten Johannes vom Kreuz einzusetzen: Als einfühlsame, selbstlose, apostolische und liebenswürdige Menschen Bewunderer alles Schönen und Zeugen der unendlichen Liebe Gottes zu uns Menschen zu sein. 

Nach dem Mittagessen in dem vom Heiligen gebauten Konvent hatten wir Gelegenheit, die Einrichtungen des heute in ein Exerzitienhaus umgewandelten Gebäudes und den wunderbaren, von ihm erweiterten Garten zu besichtigen. Wer wollte, konnte unter fachkundiger Begleitung den Weg nachgehen, den er oft und oft vom Konvent in die Stadt hinauf gegangen ist. 

Mit diesem dritten Einkehr- und Reflexionstag mit den dazu gehörenden Exkursionen zu den wichtigsten Stätten unserer Heiligen in Kastilien ist der erste Teil unseres Kapitels und damit auch unsere “geistliche Vorbereitung” abgeschlossen. Morgen beginnt der zweite Teil: Der Bericht von P. General, der in einer viersprachigen, bebilderten Broschüre erschienen ist (der deutsche Text ist inzwischen auch schon versandt worden) und der Bericht des Generalökonomen.

 
    
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Updated 01 mag 2003  - Page maintained by O.C.D. General House