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89° Capitulum Generale Ordinis Carmelitarum Discalceatorum
Avila  28. April bis 18. Mai 2003

Informationen * N. 05 
01.05.2003

 

 

 

Die Mitbrüder aus Indien gestalteten heute die Liturgie, doch vor Beginn der Eucharistiefeier mit Laudes lernten wir, nach ihren schönen Melodien Lieder in Bajan-Hindi, Malayalam, Tamil und Konkani zu singen. P. Augustine, Provinzial von Malabar, erinnerte uns in seiner Predigt daran, dass wir nach dem Vorbild des hl. Josef nicht berufen sind, erfolgreiche, sondern glaubende und vertrauende Menschen zu sein. 

Nach dem Früstück trug P. General seinen Bericht über die Situation des Ordens vor, der zusammen mit den neuesten Statistiken Auskunft darüber gibt, wo wir überall präsent sind. Er zeigte auf, welches die wichtigsten Unternehmungen im vergangenen Sexennium waren, sprach über die Situation der Unbeschuhten Karmelitinnen, den Säkularorden und die dem Orden aggregierten Institute, sowie über die Projekte und Herausforderungen, die sich uns stellen. Da alle Konvente und Klöster diesen viersprachigen und bebilderten Bericht erhalten haben (inzwischen hoffentlich auch eine separate deutsche Übersetzung dazu), braucht hier nicht weiter darauf eingegangen zu werden. Am Ende seines Berichtes überreichte uns der Generalökonom im Namen der gesamten Generalkurie ein von einer Wohltäterin gesponsertes dickes Buch mit vielen Artikeln, Interviews und sonstigen Beiträgen, die P. Camilo im Lauf seines Lebens da und dort veröffentlicht hat (zumeist in spanisch, einige wenige auch in italienisch). Damit wollten wir ihm ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für seinen Dienst im Zentrum des Ordens in den letzten 12 Jahren setzen. Ein langer und kräftiger Applaus unterstrich dieses Zeichen des Dankes. 

Im Anschluss daran stellte uns P. Attilio Ghisleri, der Generalökonom, seinen klaren und transparenten Bericht über die Finanzen des Ordens vor. Die internationale Finanzkommission traf sich zweimal jährlich und eine kleine Arbeitsgruppe vor Ort hat jeden Monat die Bilanzen überprüft. Mit Gottes Hilfe und dank der grosszügigen Unterstützung mancher Schwesternklöster, Provinzen und Wohltäter, aber auch nicht zuletzt dank der guten Arbeit von P. Attilio, kommen wir allmählich vom grossen Schuldenberg herunter, der uns aufgrund mancher unkluger und verfehlter Aktionen aus dem vorhergehenden Sexennium verblieben war. 

Nach dem Mittagessen und der Siesta versammelten sich die Sprachgruppen, um einen Vertreter für den “Präsidiumsrat” zu ernennen, der laut den Normen (Nr. 14) “den Fortgang der Kapitelssitzungen und die Debatte über die Themen unterstützen soll”. Bei dieser Gelegenheit diskutierten wir auch über die wichtigsten Erfolge und Mängel der bisherigen Generalleitung sowie über die Prioritäten und dringlichen Aufgaben des kommenden Sexenniums. Im Plenum wurden die Berichte aus den Gruppen vorgetragen. Schliesslich wurden noch zwei “Prüfer” ernannt, deren Aufgabe es ist, möglichst penibel die Kapitelsakte zu lessen, die in diesen Tagen nach und nach angefertigt werden. 

Zum Abschluss des Plenums las P. General die Schreiben mit den guten Wünschen vor, die von Föderationen, aggregierten Instituten und anderen Mitgliedern der grossen Familie des Karmel eingegangen sind. Mit der Vesper und der Betrachtung schlossen wir diesen heutigen Tag ab, der den Informationsberichten gewidmet war. Morgen werden wir – so Gott will – zur Wahl des neuen Generaloberen schreiten. Wir beginnen um 10.00 Uhr mit einem halbstündigen Gebet, um 10.30 Uhr wird dann die eigentliche Wahl stattfinden … 

 
    
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