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Edith Stein
 

beim Weltjugendtag in Köln

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   Edith Stein war beim Weltjugendtag mehrfach anwesend: Zusammen mit Albertus Magnus war sie Patronin dieser Tage, der Papst erwähnte sie mehr als einmal in seinen Ansprachen und Predigten, und schließlich waren ihr zahlreiche Begegnungen, Gebetsfeiern, Kreuzwege, eine Fotoausstellung, eine szenische Darstellung ihres Lebens, ein akademisches Werkstattgespräch und vor allem mehrere Eucharistiefeiern gewidmet.

Der Hauptort ihrer Verehrung und Präsenz war natürlich das Kloster der Karmelitinnen in der Straße „Vor den Siebenburgen“, dem Ort der ersten Gründung des Klosters unserer Schwestern im Jahre 1637. Obwohl es mehrere Male aufgelöst und an anderen Orten in Köln immer wieder weiterlebte, so dass Edith Stein nicht im jetzigen Kloster gelebt hat, so ist es doch immer diese Kommunität gewesen, die sie damals aufgenommen und in der sie bis zu ihrer Flucht in die Niederlande am 31. Dezember 1938 gelebt hat. Bevor sie damals Köln verließ, begab sie sich an diesen Ort der ersten Gründung, um das Gnadenbild U.L.Frau vom Frieden, die dem Kloster den Namen – Maria vom Frieden – gegeben hat, zu verehren und in der Gruft an den Gräbern der Gründerinnen zu beten.

Während des Weltjugendtages war die Klosterkirche zu einem Ort der Ewigen Anbetung und zum Anziehungspunkt für viele Verehrer Edith Steins geworden. Dank des freundlichen Entgegenkommens des neben dem Kloster gelegenen Max Plack Instituts konnten die Schwestern zahlreiche und auch große Gruppen empfangen und ihnen in verschiedenen Sprachen Vorträge und Informationen über den Karmel und Edith Stein anbieten.

Der bewegendste Moment der Anwesenheit Edith Steins bei diesen festlichen Tagen in Köln ist allerdings der frühe Morgen des Samstags gewesen. An diesem Tag, 20. August, hatte der Papst 20 Vertreterinnen und Vertreter der in der Erzdiözese Köln ansässigen Ordensleute zu seiner Messe in die Hauskapelle des Erzbischöflichen Hauses eingeladen, darunter auch die Karmelitinnen. Die Priorin, Schw. Ancilla, hatte von Anfang darauf bestanden, nicht allein zu kommen, sondern gebeten, dass wenigstens noch eine Schwester mitkommen dürfe, was dann angesichts der besonderen Umstände auch genehmigt wurde. So konnte die einzige noch lebende Mitnovizin Edith Steins, Schw. Teresia Margarete Drügemöller, die während der ganzen Kölner Zeit Edith Steins (14. Oktober 1933 bis 31. Dezember 1938) mit ihr zusammen war, bei dieser Messe dabei sein – sicher das schönste Geschenk, das ihr zu ihrem 95. Geburtstag an diesem Tag zuteil werden konnte. Bei der kurzen persönlichen Begegnung mit dem Papst, dem sie eine von ihr selbst gefertigte Kelchgarnitur überreichte, sagte sie zu ihm: „Ich habe eine Bitte: Dass Sie Edith Stein zur Kirchenlehrerin ernennen.“ Der Papst antwortete ihr: „Alles braucht seinen Weg, aber ich werde die Frage bedenken.“

Dieser Wunsch von Schw. Teresia Margareta liegt ganz auf der Linie dessen, was sie von Anfang an getan hat, nämlich die Verehrung Edith Steins zu fördern, als noch niemand daran dachte. Tatsächlich war sie es, die bereits in den 50er Jahren begonnen hat, Dokumente, Briefe, Fotos usw. zu sammeln, und damit den Grundstock für das heutige Edith Stein Archiv legte. Während der Vesper dieses Tages brachte die Kommunität öffentlich ihren Dank an sie, „die geglaubt hat“, zum Ausdruck. Die Priorin, die uns einen kurzen Bericht über diese Begegnung mit dem Papst geschickt hat, schreibt: „Wir beide erlebten den Heiligen Vater in seiner befreienden, wohlbekannten Schlichtheit und Einfachheit und Innerlichkeit.“

     
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Updated 29 ott 2005  by OCD General House
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