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News - Nachrichten    << N°  6 >>   01.04.2003
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 BRÜDER:

Die Unbeschuhten Karmeliten in Bagdad (Irak)

Brief des Hausoberen unserer Gemeinschaft in Bagdad:

Wir haben hier, in der Erwartung dessen, was unvermeidlich zu sein scheint, ein bestimmtes Maß an Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die vielleicht ein wenig lächerlich scheinen mögen, in Anbetracht dessen, was hier geschieht. Die ganze Kommunität ist bereit, im Glauben auf den Schutz des Herrn alles zu bewältigen, was auf sie zukommt. Man erinnere sich an das Jahr 1991, wo nur ein einziges Fenster eingeschlagen wurde.
Ein Treffen der Kommunität widmet sich in diesen Tagen dieser Angelegenheit: es mag sein, dass sich der eine oder andere wünscht, woanders hinzugehen, und ich werde mich dem nicht widersetzen.
Zweifelsohne, man kann sich nicht vorstellen, was hier vor sich geht; die Geschichte, obgleich sie selbst uns eine Lektion gegeben hat, wiederholt sich.
Aber wir hoffen in diesen schwierigen Stunden auf euer Gebet und auf jenes des ganzen Ordens. Möge der vor kurzem erfolgte Besuch der Reliquien der hl. Thérèse -- welche ich die Ehre hatte von Beirut nach Bagdad, anschließend nach Basorah, Mossoul, Kirkuk und schließlich nach Paris begleiten zu dürfen -- das Leid unseres so geprüften Volkes zu lindern helfen!
Ich möchte unseren P. General grüßen und ihm unsere brüderliche Verbundenheit mitteilen, sowie unsere Entscheidung, hier in Bagdad zu bleiben, gleich, was immer kommen mag.
Mögen uns der Herr und unsere Frau vom Berge Karmel zur Seite stehen, zum Wohl der Kirche und unseres Ordens.

Fr. Michael De Myttenaere, ocd - Superior im Irak

* * *

Unsere Präsenz im Irak (dem alten Mesopotamien) geht auf das Jahr 1625 zurück, als der damalige Generalobere, P. Paolo Simone, das erste Haus in Bagdad offiziell eröffnete. 1731 erhielt P. Emmanuel di San Alberto vom Herrscher jenes Landes, das den heutigen Irak bildet, die Erlaubnis, ein zweites Kloster in Bagdad zu eröffnen. Schließlich wurde die Mission im Irak der Provinz von Paris anvertraut. Von Anfang an haben sich die Patres auf besondere Weise um die Erziehung und die Verbreitung der theresianischen Spiritualität unter den lateinischen Christen Arabiens bemüht.
Die lateinische Erzdiözese in Bagdad umfasst das gesamte Territorium des Irak. Der gegenwärtige Erzbischof, Msgr. Jean Sleiman, ist bereits der fünfzehnte Karmelitenbischof, dem die Hirtensorge für die Christen jenes Landes obliegt.

ÜBERFALL DER REBELLEN AUF UNSER KLOSTER IN BUJUMBRA (BURUNDI)

In den Morgenstunden des 12. März 2003 haben fünf bewaffnete Rebellen unser Kloster in Bujumbra, der Hauptstadt Burundis überfallen. Dieses Kloster gehört zur Provinz von Krakau.
Zuerst hat einer von ihnen an der Pforte des Klosters geläutet und bat um die Beichte. Während der Hausobere, P. Damian Fedor, die Beichte abnahm, drangen die anderen vier ins Kloster ein. Sie bedrängten die Mitbrüder (einen Pater und vier Studenten aus Ruanda), zwangen sie, sich etwa 20 Minuten lang auf den Boden zu legen, mit den Händen über den Kopf. Schließlich forderten sie Geld, wobei sie den Oberen quälten, ihn schlugen und mit den Füßen traten und ihm mit dem Erhängen drohten...
Der Überfall wurde beendet, als draußen auf der Straße ein Passant anläutete. Die Rebellen erschraken dadurch und flüchteten. Mit der Hilfe von Passanten gelang es den Mitbrüdern, einen der Rebellen festzuhalten und ihm der Polizei zu übergeben, die in der Zwischenzeit herbeigerufen wurde. P. Damian wurde mit einer großen Wunde am Ellbogen ins Spital gebracht.
Der gegenwärtige Konvent ist Ausbildungshaus und wurde 1999 gegründet. Er befindet sich im Zentrum der Stadt, in der Nähe der Kathedrale.
Solidarisch mit unseren Mitbrüdern, versprechen wir ihnen in diesem Moment der Prüfung unser Gebet.

NACHRICHTEN AUS DER MISSION IN BOZOUM (ZENTRALAFRIKA)
Die schwierige Rückkehr zu normalen Lebensverhältnissen

Nach drängendem Anfragen durch unsere Mitbrüder gaben die Behörden die Erlaubnis, dass wir uns schließlich am 26. Februar 2003 nach Bozoum zu einer Besichtigung unserer Mission begeben konnten.
Nach den üblichen Kontrollen, und unter dem Eindruck der verschiedensten Nachkriegsszenarien, gelangten unsere Patres schließlich nach Bozoum. Was für eine Verwüstung die sich ihren Blicken bot! Papier, Zeugnisse, Kopien, Dokumente, Bücher lagen überall in der Mission verstreut am Boden. Wir danken dem Herrn, dass es P. Lionello und der Kommunität gelungen ist, zu fliehen und sich in Sicherheit zu bringen.
Alle Türen wurden herausgerissen und die Klinken abgerissen. Überall wurden die Neonröhren abmontiert und fast alle Fenster gestohlen.
Auch in der Sakristei wurde alles, bis auf die liturgischen Bücher, gestohlen. Die Missionare fanden weder liturgische Gefäße noch Kleidung, ausgenommen einige Patenen oder Stolen, welche jedoch von den Christen selbst in der Stadt gefunden wurden. Die Lautsprecheranlage wurde ebenfalls gestohlen, genauso wie die Beleuchtung für den Altar. Die Türen des Tabernakels wurden herausgerissen. Dem Bericht einiger Christen zufolge, rissen zwei moslemische Rebellen den Tabernakel auf, in der Hoffnung, dort Geld zu finden. Doch ihrer Hoffnung enttäuscht, profanierten sie die Hostien, indem sie diese verzehrten. Tags darauf drehten beide durch: der eine erschoss sich und den anderen haben sie gefesselt in die Heimat zurückgesandt.
Im Konvent selbst war alles weg, außer zwei Stühle, der große Tisch und einige Sessel. Alles wurde gestohlen: Küche, Kühlschränke, Möbel, Fernsehgerät und Videoapparat,...
Auch die Werkstatt wurde geplündert, ebenfalls der Vorrat an Brennstoffen; die Tankbehältern wurden mit durchschossen und somit unbrauchbar gemacht. Das Holz und das Werkzeug wurden gestohlen; der neue Generator zur Stromerzeugung wurde gestohlen und der alte zerstört. Die Heiligenstatuen wurden geköpft oder zertrümmert; geblieben sind jedoch die Glocken. Das Material für den Unterricht wurde entweder geraubt oder vernichtet. Auch die Druckerei wurde geplündert, die Druckmaschine und das Papier gestohlen. Die Pfarrräume wurden beschädigt und das Büro sowie das Zimmer des Pfarrers geplündert.
Seit diesem Besuch ist bereits ein Monat vergangen, doch hat sich an der Situation fast nichts geändert. Der Anführer der Rebellen, General Bozize, hat die Zügel der Regierung in die Hand genommen, aber das Land ist trotzdem noch nicht in einen Normalzustand zurückgekehrt. Weiterhin gibt es Plünderungen, Gewalttaten und der Friede scheint ein Traum zu sein, viel zu schön, um wirklich zu werden.

TREFFEN DES STÄNDIGEN RATES DER EUROPÄISCHEN KONFERENZ DER PROVINZIÄLE OCD
Barcelona, 1.-4. März 2003

Vom 1.-4. März versammelten sich in unserem Konvent in Barcelona die Mitglieder des ständigen Rates der Europäischen Konferenz der Provinziäle OCD. Diese Zusammenkunft hatte zum Ziel, einen Entwurf für die Statuten dieser Konferenz zu erarbeiten, über konkrete Initiativen in der Zukunft nachzudenken und einige Erfahrungen auf interprovinzieller Ebene kennen zu lernen, wie sie auf der iberischen Halbinsel präsent sind.
Am Sonntag, dem 2. März, begaben sich die Mitglieder des Rates -- also die Provinziäle von Irland, Ligurien, Krakau, Avignon-Aquitanien und Katalonien, sowie zwei Sekretäre -- nach Desierto de las Palmas, um die Situation des dortigen interprovinziellen (und derzeit auch internationalen) Noviziats besser kennen zu lernen, sowie über jene Möglichkeiten zu diskutieren, die sich gerade im Bereich der Ausbildung auf europäischer Ebene ergeben könnten. Am Abend kehrten alle wieder nach Barcelona zurück.
Der gesamte Vormittag des 3. März war der Erarbeitung des Entwurfs von Statuten gewidmet. Am Nachmittag fand im Haus des Gebetes der katalanischen Provinz eine Begegnung mit den Verantwortlichen des Instituts für Spiritualitätsfernkurse", dem Zentrum für Pastorale Spiritualitätsinitiativen" und der Theresianischen Gebetsgruppen" statt. Diese Angebote stehen grundsätzlichen allen offen, auch über die Grenzen der iberischen Karmelitenkonferenz hinaus, und geschehen in Zusammenarbeit mit den Carmelitas Misioneras .
Der letzte Tag der Zusammenkunft war der Vorbereitung des nächsten Treffens der europäischen Provinziäle gewidmet, das während des Generalkapitels stattfinden wird. Es wurde ebenso über das Treffen der europäischen Karmelstudenten (Portugal 2004) und über andere Initiativen in der Zukunft gesprochen.
Den Abschluss des Treffens bildete ein Besuch im nationalen Kunstmuseum von Katalonien, welches aufgrund der ausgestellten Objekte (Kunst der Romanik und Gotik) zur Reflexion über den Reichtum des Christentums und des kulturellen Erbes in Europa Anregung bot.

UNBESCHUHTE KARMELITEN IN AUSTRALIEN

Am Hochfest des heiligen Josefs bot das Internetjournal CathNews" eine besondere Würdigung der Homepage der Unbeschuhten Karmeliten in Australien (http://carmelite.com).
Unter der Kategorie Featured Catholic Website" heißt es, dass unsere Homepage eine der meist besuchtesten Adressen von australischen Ordensgemeinschaften ist. Sie enthält stets aktualisierte Beiträge über die Karmeliten und das Gebet. Es gibt tägliche Gedanken zur Reflexion, ebenso wie Texte aus der Liturgie vom Tag." Unter den laufenden Beiträgen findet sich auch einer, der erklärt, warum die Karmelitinnen einen Habit tragen. Sr. Marie Tania argumentiert, dass dies gegen den Individualismus sei: Da wir alle den Habit tragen, können wir einander nur erkennen, indem wir uns ins Gesicht schauen".
Zudem wurde auch das Nachrichtenblatt überarbeitet und hat einen neuen Namen (Aspirations") erhalten. Es erscheint zweimal im Jahr, und es gibt davon zwei Formen der Veröffentlichung: als gedruckte Ausgabe und die erweiterte Version als on-line Ausgabe (www.carmelite.com). Dass die Internetversion ausführlicher ist hat seinen Grund in der Tatsache, dass es im Internet keinen Platzmangel gibt.
Für weitere Informationen:
Priory of St. John of the Cross
96 Albion Road
Box Hill Vic 3128  AUSTRALIA
E-mail: ocd@alphalink.com.au

SCHWESTERN

Argentinien -- Nueve Julio
THEOLOGISCHER AUSBILDUNGSKURS

Aus dem Karmel in Nueve Julio erhalten wir folgende Nachricht:

Liebe Familie des Karmel!
Mit Freude teilen wir mit, dass wir -- nämlich sechs Gemeinschaften der Assoziation U. F. von Luján" -- vom 5.-9. März in der Stadt Nueve Julio (Provinz Buenos Aires, Argentinien) einen systematischen Ausbildungskurs in Theologie begonnen haben. Heuer behandeln wir die Christologie, zu der wir einen Plan haben, der von Dr. Virgina Azucy ausgearbeitet und auf drei Wochen im Jahr aufgeteilt ist. Der erste Zyklus war eine Bibelwoche unter der Leitung von Lic. Virginia Santamaría und fand im Karmel San José in Nueve Julio statt. Es haben daran zehn Novizinnen und zwei junge Schwestern mit ewigen Gelübden teilgenommen, die aus den Kommunitäten von La Pampa, Mar del Plata, Luján, San Nicolás, Neuquén und Nueve Julio kamen und von drei Schwestern aus der Gemeinschaft von Nueve Julio begleitet wurden.
Dies war eine sehr gute Erfahrung und wird danken P. Camilo und durch ihn der gesamten Familie des Karmel, dass sie uns geholfen haben, diese Kurse finanzieren zu können.
Wir empfehlen uns dem Gebet aller, damit wir dieses Projekt fortsetzen können, und dass dieses auch für unseren Orden fruchtbar sein möge.
Im Gebet verbunden grüßen wir alle herzlich.
Ihre Schwestern aus Nueve de Julio

SPANIEN. PUZOL
50 JAHRE UNBESCHUHTE KARMELITINNEN

Am Sonntag, dem 9. März feierten die Unbeschuhten Karmelitinnen das 50. Bestandsjubiläum ihres Klosters in Puzol. Nach der feierlichen Messe gab es einen Festakt im Kulturhaus der Stadt, bei der P. Maximiliano Herráiz García zum Thema, Die heilige Teresa von Jesus und das 21. Jahrhundert" sprach. Es folgte ein Konzert mit religiöser Musik, unter Mitwirkung der Organistin, Ana María Pacheco und der Sopranistin , Elisabeth Bode Dunphy.

NEUE KLÖSTER DER UNBESCHUHTEN KARMELITINNEN

SANTO DOMINGO DE LOS COLORADOS (Ecuador)

Mit Reskript (Prot. N. 9462/98) vom 4. März 2003 erfolgte durch die Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA) die kanonische Errichtung des Klosters Sagrado Corazón y Santa Teresita" in der Stadt und Diözese von Santo Domingo de los Colorados (Ecuador). Die Gemeinschaft zählt acht Schwestern mit feierlichen und drei mit zeitlichen Gelübden.
Das dortige Klosterleben begann am 8. Juni 1998. Damals waren es fünf Schwestern mit ewiger Profess: drei von ihnen aus dem Kloster San José und Santa Mariana de Jesús in Quito und zwei von ihnen aus Kolumbien; ihr Aufenthalt wurde auf fünf Jahre begrenzt. Kurz vor Ablauf dieser Frist kann die Kommunität, Dank des Aufblühens von Berufungen und der wichtigen juridischen Konsolidierung, mit Hoffnung in die Zukunft blicken.
Mit diesem neuen Kloster gibt es in Ecuador derzeit12 kanonisch errichtete Klöster, wobei jenes in Loja auf dem Weg der juridischen Konsolidierung ist. Im Jahr 2002 wurde das Kloster in Ambato (gegründet 1957) aufgrund mangelnder Berufungen aufgehoben.

MANAGUA (Nicaragua)

Mit Reskript (Prot. N. 3000/2003) vom 4. März 2003 erteilte die Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA) -- nach Anhörung der Meinung des Erzbischofs von Puebla de los Angeles und der Zustimmung des Erzbischofs von Managua -- der Priorin des Klosters Nuestra Señora de la Soledad y San José" (in Puebla, Mexiko) die Befugnis, zusammen mit sechs Schwestern (fünf mit ewigen und einer mit zeitlichen Gelübden), das erste Kloster des Ordens in der Stadt und Erzdiözese von Managua (Nicaragua) zu gründen. Darüber hinaus wurde die Erlaubnis erteilt, Kandidatinnen für das Noviziat und die Profess aufzunehmen. Sobald die übrigen Bedingungen erfüllt sind, welche die Anzahl der Schwestern betreffen, können diese bei der Kongregation um die kanonische Errichtung des Kloster ansuchen. Es handelt sich hier um das erste Karmelitinnenkloster in der Republik von Nicaragua. Auch in Costa Rica (San José) und Guatemala (Cobán) gibt es Klöster der Karmelitinnen.

NENSHAT (Albanien)

Mit Reskript (Prot. N.3037/2003) vom 8. März 2003 erteilte die Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA) der Priorin der Unbeschuhten Karmelitinnen von Brezovica (Kroatien) die Befugnis, in Nenshat (Diözese Sape, Albanien) mit der Gründung des ersten Klosters des Ordens zu beginnen. Für diese Neugründung sind zwei Schwestern aus Brezovica, zwei aus Ivanic und eine aus dem Kloster von Dakovacka Breznica (vorher in Sarengrad) bestimmt. Deshalb kann man die Neugründung auch als Werk der Assoziation (Sel. Alois Stepinac") der Klöster Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas betrachten. Die Kongregation erteilte zudem die Erlaubnis, Kandidatinnen für das Noviziat und die Profess aufzunehmen und sobald die anderen Bedingungen, vor allem jene hinsichtlich der Anzahl der Schwestern, erfüllt sind, kann auch um die kanonische Errichtung des Kloster gebeten werden.
Es handelt sich hier um das erste Kloster in jenem kleinen Land von Osteuropa, das eine Oberfläche von bloß 28 748 km2 hat und nur 6 Millionen Einwohner zählt (von denen sind 70% Moslems, 20% Orthodoxe und nur 10% Katholiken). Die Diözese von Sape ist eine alte Kirchenprovinz (1062 errichtet) und hat eine Fläche von 2 555 km2. Von den 200 000 Bewohnern des Diözesanterritoriums sind nur 90 000 Katholiken. Wir hoffen, dass der kontemplative Karmel in diesem Land und dieser Kirche Fuß fassen kann, welche mit Hoffnung auf die Präsenz unseres kontemplativen Lebens und des kirchlichen Charismas des Theresianischen Karmels blicken.

SÄKULARORDEN

SPANIEN

Desierto de las Palmas. - An diesem anmutigen und stillen Ort versammelten sich vom 5.-9. März die Gemeinschaften des Säkularordens der Provinz Valencia, um dort die jährlichen geistlichen Exerzitien zu machen, welche für sie schon zu einer frommen Tradition geworden sind. Es waren die Gemeinschaften von Valencia, Castellón und Burriana vertreten. Die Exerzitien wurden von P. Alfredo Saiz (Delegierter der Provinz Aragón-Valencia für den Säkularoden) geleitet, der alle Teilnehmer durch seine interessanten Vorträge zu erneuter Innerlichkeit ermutigte. Darüber hinaus stand er der Eucharistiefeier vor, leitete das Stundengebet und die Zeiten eucharistischer Anbetung.

Linares. -Der Säkularorden von Linares hat einen Traum in Erfüllung gehen sehen, als die Bauarbeiten am Heim für ältere Menschen zum Abschluss gekommen sind. Das Haus Santa Teresa de Jesús" bietet 17 Personen Platz (Einzel- und Doppelzimmer). Zur Ausstattung gehören eine Kapelle, Gemeinschaftsräume, Bibliothek, etc. Betreut wird es von ausgebildetem Personal und von Freiwilligen aus der Gemeinschaft des Säkularordens.

HOLLAND

Neugründungen. - In unserer holländischen Provinz wurden vier Gemeinschaften des Säkularordens kanonisch errichtet: Den Haag, Sittard, Bloemendaal und Volendam. All diesen Gemeinschaften und jenen, die auf dem Weg hin zur kanonischen Errichtung sind, wünschen wir ein Wachstum an Mitgliedern und an geistlichen Früchten, besonders aber die Treue in ihrer Antwort auf die Berufung zum Säkularorden.

AGREGIERTE INSTITUTE

CARMELITAS MISIONERAS DE SANTA TERESA
(1903 -- 2003)

Am 8. März dieses Jahres fand in der Basilika U.L.F. von Guadalupe (Mexiko) eine Eucharistiefeier statt, um dem Herrn für das erste Jahrhundert des Bestehens der Carmelitas Misioneras de Santa Teresa Dank zu sagen. Den Vorsitz hatte Kardinal Roberto Rivera, der zusammen mit dem Generaloberen des Ordens, P. Camilo Maccise, sowie mit Bischöfen und Priestern des Landes die heilige Messe feierte.
In den Tagen vor der Jubiläumsfeier gab es das Angebot eines spirituellen Treffens, an dem auch P. General als Referent und Moderator sowie Angehörige anderer Orden und aus dem eigenen Institut teilnahmen. In Dankbarkeit gedachte man der Gründerinnen, Antonia del Espiritu Santo (Velásquez), Soledad de la Pasión (Pérez), Teresa Petra de la Cruz (Muciño) und Carmen de San Eliseo (Gallardo). Der Blick richtete sich aber nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Zukunft. Es wurde darüber reflektiert, welche Wege Gott unserer Kongregation zugedacht hat, damit sie ihm durch ihr spezifisches Charisma diene.
Unser Institut hat Niederlassungen in Mexiko, Brasilien, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, Schweden und USA. Es zählt 89 Häuser mit ungefähr 650 Schwestern. Es sei noch erwähnt, dass wir die erste Kongregation waren, die im 20. Jh. dem Orden affiliert worden ist. Herzlichen Glückwunsch! Ad multos annos...!

UNSERE HEILIGEN

Die sechs Mitpatrone Europas und die caritas intellectualis''
Studientag -- Rom, 15. März 2003

Mit einem Studientag über Edith Stein und andere Mitpatrone Europas wurde am 15. März diese Jahres der Erste Tag der Universitäten Europas" eröffnet. Thema dieses Tages war: Die intellektuelle Liebe als Seele des neuen Europas".
Eine der Vorreiterinnen dieses Studientages war die Assoziation, Anima Europae", welche aus der Zusammenarbeit zwischen Unbeschuhten Karmeliten, Dominikarner und der Schwestern der hl. Brigitta entstanden ist. Ziel ihres gemeinsamen Strebens ist, einen Beitrag zum Aufbau einer authentischen europäischen Einheit zu leisten.
Der Studientag begann um 9.30 Uhr an der Libera Università Maria Assunta" (Rom) mit der Begrüßung durch den Rektor Dalla Torre und der Einführung durch die Professorin Bianca (Dekanin der geisteswissenschaftlichen Fakultät). Es folgte der Eröffnungsvortrag, gehalten vom Präsident der Anima Eruopae", dem Botschafter Raniero Avogadro. Er sprach zum Thema: Die christlichen Wurzeln in der Konstruktion der ethischen und kulturellen Einheit Europas".
Im Anschluss daran folgten Vorträge über die Gestalten der Heiligen von S. Exc., Msgr. Meacci (Abt von Subiaco), Msgr. Eldarov (Seraficum), Msgr. Mascairelli (Marianum), Elena Malaspina (Dozentin an der Universität Roma Tre") und von der Professorin Ludmilla Grygiel. Aufgabe der Referenten war es, im Gedankengut der Mitpatrone Europas die Spuren der christlichen Wurzeln des Kontinents herauszufinden: Wenn Europa nicht mehr christlich ist, ist es nicht mehr Europa".
In ihrem Vortrag über Edith Stein gab die Professorin Grygiel zuerst einen kurzen biographischen und anschließend einen intellektuellen Abriss der Heiligen, wobei sie besonders ihre Liebe zur Wahrheit unterstrich: zur Wahrheit ihrer Existenz, zur Wahrheit ihres Denkens. Jene Wahrheit, die einmal entdeckt, zu unbedingter Treue, ja zu jener totalen Treue ruft, die bis zum Martyrium führt.
In der abschließenden Diskussion gab es eine weitere Gelegenheit, die Botschaft dieser Heiligen sowie die Aufgabe im europäischen Kontext ihrer geistlichen Familien hervorzuheben.

DIE HEILIGEN TERESA UND JOHANNES VOM KREUZ
und das 53. Festival von San Remo (Italien)

Vom 1.-5. März fand in San Remo zum 53. Mal das berühmte Festival des italienischen Liedes statt. Dieses Mal hat nach einer längeren Abwesenheit, die durch eine -- glücklicherweise gut überstandene -- Krankheit verursacht war, wieder die sardische Sängerin Giuni Russo teilgenommen. Sie ist eine der berühmtesten Sängerinnen Italiens. Bei ihrem Auftritt in San Remo präsentierte sie ein Lied mit dem Titel, La sua figura" (Seine Gestalt"), wobei sie sich am hl. Johannes vom Kreuz inspirierte.
In einem Exklusivinterview für die Zeitschrift Chi" gab sie zu diesem Lied befragt folgende Antworten:
Warum haben Sie für ihre Darbietung gerade das Lied, La sua figura", gewählt, also eines Ihrer neuesten Stücke, das sich an den Schriften des hl. Johannes vom Kreuz inspiriert?

Für mich stehen die beiden Heiligen, Johannes und Teresa (in die ich ganz verliebt bin) in einem ganz engen Zusammenhang. Er hätte nämlich ohne sie nicht dieses Erbe hinterlassen. Sie haben ähnliche Dinge geschrieben, und ich bin froh, dass ich mit meinem Lied auf eine so tiefe Schönheit aufmerksam machen konnte. Ich habe allein für Gott gesungen, bis zur letzten Note".
Was fasziniert Sie so sehr an der heiligen Teresa?

Es ist die Tiefe ihrer Mystik, aber auch ihr ganzes Streben und Mühen. Wenn man ihre Schriften liest, so merkt man, dass ihr begegnet ist, was auch den anderen großen Frauen begegnet ist. Für mein neuestes Album habe ich auch das Gedicht Teresas, Muero porque no muero" vertont."
Für uns bedeutet es eine große Freude, zu wissen, dass unsere Heiligen auch in der Unterhaltungsmusik Beachtung finden, und noch dazu bei einem so berühmten Festival, wie es jenes von San Remo ist.

NEUE BÜCHER
Aniano ÁLVAREZ-SUÁREZ, Con María... la Madre de Jesús. Retos evangélicos-eclesiales de la espiritualidad mariana. Editorial Monte Carmelo, Burgos 2002, 175pp.
Es ist nicht zum ersten Mal, dass der Autor in dieser Sektion von Communicationes vertreten ist. Wenigstens zweimal haben wir auf ihn und seine Bücher an dieser Stelle verwiesen. Nun freut es uns, dieses Buch vorstellen zu dürfen, nachdem es in einer kleinen Gruppe betender Christen zu Ehren der Jungfrau Maria reflektiert, meditiert und gelebt wurde.
Wie uns der Autor selbst in seinem Vorwort sagt, so ist die alte Definition der Jungfrau Maria wieder in Mode gekommen, jene die sie als Liber Verbi" (als Buch des WORTES) bezeichnete". Wie Christus das Buch des Vaters ist, so ist es Maria von Christus. Sie ist es, die die Worte und Taten Jesu, des Erlösers, bewahrt und verkündet. Während eines ganzen Jahres war Maria das Thema der Reflexion und Meditation und somit Bezugspunkt einer kleinen Gruppe von Gläubigen. Am Ende dieses kleinen Kurses" wollten sie und auch ihr Autor (ehemals Professor für Mariologie) mit uns diese Lektionen teilen: den Weg, das Leben und die Gabe, die sie in jener entdeckt haben, in der das Wort des Lebens offenbar wurde: Maria von Nazareth.

AA.VV. Mil Gracias Derramado. 75° aniversario de la Provincia OCD Burgense. Editorial Monte Carmelo, Burgos 2003, 330 pp.
Am 14. Dezember 2002 beging die Provinz der Karmeliten von Burgos (Spanien) das 75. Jahr ihrer Gründung. Vorliegendes Buch gliedert sich in sieben Kapitel, die auf die Geschichte und Personen dieser Provinz eingehen, aus der zwei Ordensgeneräle, mehrere Bischöfe hervorgegangen sind und die auch im Bereich der Missionen, besonders in Südamerika, sowie im Bereich der Kultur (Verlagshaus Monte Carmelo und das berühmte Archivium Silverianum") einen wichtigen Beitrag leistet.

AA.VV. In Communion With Mary: Our heritage and prospects for the future. Edizioni Carmelitane, Roma 2003, 358 pp.
Anlässlich des 750. Jahrestages der Übergabe des Skapuliers an den hl. Simon Stock (16. Juli 1251) traf sich vom 14.-21. Juni im karmelitanischen Zentrum von Sassone eine Gruppe von Spezialisten in Mariologie, bestehend aus Vertretern beider Ordenszweige (O.Carm. und OCD). Ziel dieser Studientage war es, über verschiedene Aspekte der Mariologie (theologische, spirituelle, karmelitanische) zu reflektieren. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Marienverehrung im Karmel gerichtet, mit einem Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Dieser Band enthält die 17 Vorträge (jeweils in der Originalsprache) dieser karmelitanisch-mariologischen Studientage. Ein in vier Sprachen verfasstes Dokument, mit dem Titel: In Gemeinschaft mit Maria: Erbe und Ausblick" findet sich am Ende dieses Bandes, der von großer Aktualität ist und auch einen wichtigen Dienst für das Verständnis Marias im Karmel bietet.

José Alberto PEDRA, Jerónimo Gracián de la Madre de Dios OCD. O herdeiro exilado. Artes & Textos, Curitiba 2003, 164 pp.
Es handelt sich hier um eine kurze, aber mit großer Begeisterung geschriebene Biographie über den Diener Gottes, P. Jerónimo de la Madre de Dios, einer der charismatischsten Persönlichkeiten unserer theresianischen Familie.
Der Autor wollte mit vorliegendem Buch in portugiesischer Sprache der Öffentlichkeit, vor allem in Brasilien, die Gestalt und das Leben jenes so geprüften P. Graciáns vorstellen. Dabei bekennt uns der Autor seine Begeisterung und Bewunderung für diesen Pater, vor allem seit dem er die Peregrinación de Anastasio" und andere seiner Werke gelesen hatte. In 15 kurzen Kapiteln stellt uns der Autor das Leben und die Schriften von P. Gracián vor.

Fortunado SALAS CARRETERO OCD, 40 años de presencia de los PP. Carmelitas Descalzos de la Provincia Aragón-Valencia en Centro-América, Editorial Monte Carmelo, Burgos 2002, 286 pp.

In diesem Buch präsentiert uns der Autor die Chronik bzw. Geschichte jener Gründungen, die ausgehend von der Provinz Aragón-Valencia in Nicaragua, Costa Rica, Honduras und El Salvador realisiert wurden. Zusammen mit den Gründungen der Provinz Navarra in Panama und Guatemala bilden sie heute die blühende Provinz von Mittelamerika (Nuestra Señora de Guadalupe").

Fortunado SALAS CARRETERO OCD, Los Carmelitas Descalzos en Venezuela, Editorial Monte Carmelo, Burgos 2003, 122 pp.
In gleicher Weise und Methode wie im vorhin präsentierten Buch erzählt uns der Autor die Geschichte der karmelitanischen Gründungen in Venezuela (San Joaquín, Mérida und Barquisimeto), die von der Provinz Aragón-Valencia ausgingen und bis 1993 -- dem Jahr der kanonischen Gründung der Generaldelegation von Venezuela -- auch juridisch zu ihr gehörten. Neben den historischen Ereignissen enthält dieses Buch die Namen aller Mitbrüder, die in Venezuela tätig waren und auch einen Anhang mit Photographien.

SAINT JOHN OF THE CROSS: A Digital Library
Diese CD enthält die Werke des hl. Johannes vom Kreuz in spanischer und englischer Sprache (Übersetzungen in der Version von Allison Peers und von Kavaugh/Rodriguez), sowie die Übersetzung jener lateinischen Bibelausgabe, die der hl. Johannes v. Kreuz in seinen Werken zitierte.
ICD Publications, 2131 Lincoln Road, N. E. Washington, DC 20002, U.S.A.,
Internet: www.icspublications.org, $ US 29.95.

 

 


     

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Updated 31 mar 2003
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