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01.04.2003
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BRÜDER: |
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Die Unbeschuhten Karmeliten in Bagdad (Irak)
Brief des Hausoberen unserer Gemeinschaft in Bagdad:
Wir haben hier, in der Erwartung dessen, was unvermeidlich zu
sein scheint, ein bestimmtes Maß an Sicherheitsvorkehrungen
getroffen, die vielleicht ein wenig lächerlich scheinen mögen,
in Anbetracht dessen, was hier geschieht. Die ganze Kommunität
ist bereit, im Glauben auf den Schutz des Herrn alles zu
bewältigen, was auf sie zukommt. Man erinnere sich an das Jahr
1991, wo nur ein einziges Fenster eingeschlagen wurde.
Ein Treffen der Kommunität widmet sich in diesen Tagen dieser
Angelegenheit: es mag sein, dass sich der eine oder andere
wünscht, woanders hinzugehen, und ich werde mich dem nicht
widersetzen.
Zweifelsohne, man kann sich nicht vorstellen, was hier vor sich
geht; die Geschichte, obgleich sie selbst uns eine Lektion
gegeben hat, wiederholt sich.
Aber wir hoffen in diesen schwierigen Stunden auf euer Gebet und
auf jenes des ganzen Ordens. Möge der vor kurzem erfolgte Besuch
der Reliquien der hl. Thérèse -- welche ich die Ehre hatte von
Beirut nach Bagdad, anschließend nach Basorah, Mossoul, Kirkuk
und schließlich nach Paris begleiten zu dürfen -- das Leid
unseres so geprüften Volkes zu lindern helfen!
Ich möchte unseren P. General grüßen und ihm unsere brüderliche
Verbundenheit mitteilen, sowie unsere Entscheidung, hier in
Bagdad zu bleiben, gleich, was immer kommen mag.
Mögen uns der Herr und unsere Frau vom Berge Karmel zur Seite
stehen, zum Wohl der Kirche und unseres Ordens.
Fr. Michael De Myttenaere, ocd - Superior im
Irak
* * *
Unsere Präsenz im Irak (dem alten Mesopotamien) geht auf das
Jahr 1625 zurück, als der damalige Generalobere, P. Paolo
Simone, das erste Haus in Bagdad offiziell eröffnete. 1731
erhielt P. Emmanuel di San Alberto vom Herrscher jenes Landes,
das den heutigen Irak bildet, die Erlaubnis, ein zweites Kloster
in Bagdad zu eröffnen. Schließlich wurde die Mission im Irak der
Provinz von Paris anvertraut. Von Anfang an haben sich die
Patres auf besondere Weise um die Erziehung und die Verbreitung
der theresianischen Spiritualität unter den lateinischen
Christen Arabiens bemüht.
Die lateinische Erzdiözese in Bagdad umfasst das gesamte
Territorium des Irak. Der gegenwärtige Erzbischof, Msgr. Jean
Sleiman, ist bereits der fünfzehnte Karmelitenbischof, dem die
Hirtensorge für die Christen jenes Landes obliegt.
ÜBERFALL DER REBELLEN AUF UNSER KLOSTER
IN BUJUMBRA (BURUNDI)
In den Morgenstunden des 12. März 2003 haben fünf bewaffnete
Rebellen unser Kloster in Bujumbra, der Hauptstadt Burundis
überfallen. Dieses Kloster gehört zur Provinz von Krakau.
Zuerst hat einer von ihnen an der Pforte des Klosters geläutet
und bat um die Beichte. Während der Hausobere, P. Damian Fedor,
die Beichte abnahm, drangen die anderen vier ins Kloster ein.
Sie bedrängten die Mitbrüder (einen Pater und vier Studenten aus
Ruanda), zwangen sie, sich etwa 20 Minuten lang auf den Boden zu
legen, mit den Händen über den Kopf. Schließlich forderten sie
Geld, wobei sie den Oberen quälten, ihn schlugen und mit den
Füßen traten und ihm mit dem Erhängen drohten...
Der Überfall wurde beendet, als draußen auf der Straße ein
Passant anläutete. Die Rebellen erschraken dadurch und
flüchteten. Mit der Hilfe von Passanten gelang es den Mitbrüdern,
einen der Rebellen festzuhalten und ihm der Polizei zu übergeben,
die in der Zwischenzeit herbeigerufen wurde. P. Damian wurde mit
einer großen Wunde am Ellbogen ins Spital gebracht.
Der gegenwärtige Konvent ist Ausbildungshaus und wurde 1999
gegründet. Er befindet sich im Zentrum der Stadt, in der Nähe
der Kathedrale.
Solidarisch mit unseren Mitbrüdern, versprechen wir ihnen in
diesem Moment der Prüfung unser Gebet.
NACHRICHTEN AUS DER MISSION IN BOZOUM (ZENTRALAFRIKA)
Die schwierige Rückkehr zu normalen Lebensverhältnissen
Nach drängendem Anfragen durch unsere Mitbrüder gaben die
Behörden die Erlaubnis, dass wir uns schließlich am 26. Februar
2003 nach Bozoum zu einer Besichtigung unserer Mission begeben
konnten.
Nach den üblichen Kontrollen, und unter dem Eindruck der
verschiedensten Nachkriegsszenarien, gelangten unsere Patres
schließlich nach Bozoum. Was für eine Verwüstung die sich ihren
Blicken bot! Papier, Zeugnisse, Kopien, Dokumente, Bücher lagen
überall in der Mission verstreut am Boden. Wir danken dem Herrn,
dass es P. Lionello und der Kommunität gelungen ist, zu fliehen
und sich in Sicherheit zu bringen.
Alle Türen wurden herausgerissen und die Klinken abgerissen.
Überall wurden die Neonröhren abmontiert und fast alle Fenster
gestohlen.
Auch in der Sakristei wurde alles, bis auf die liturgischen
Bücher, gestohlen. Die Missionare fanden weder liturgische Gefäße
noch Kleidung, ausgenommen einige Patenen oder Stolen, welche
jedoch von den Christen selbst in der Stadt gefunden wurden. Die
Lautsprecheranlage wurde ebenfalls gestohlen, genauso wie die
Beleuchtung für den Altar. Die Türen des Tabernakels wurden
herausgerissen. Dem Bericht einiger Christen zufolge, rissen
zwei moslemische Rebellen den Tabernakel auf, in der Hoffnung,
dort Geld zu finden. Doch ihrer Hoffnung enttäuscht,
profanierten sie die Hostien, indem sie diese verzehrten. Tags
darauf drehten beide durch: der eine erschoss sich und den
anderen haben sie gefesselt in die Heimat zurückgesandt.
Im Konvent selbst war alles weg, außer zwei Stühle, der große
Tisch und einige Sessel. Alles wurde gestohlen: Küche,
Kühlschränke, Möbel, Fernsehgerät und Videoapparat,...
Auch die Werkstatt wurde geplündert, ebenfalls der Vorrat an
Brennstoffen; die Tankbehältern wurden mit durchschossen und
somit unbrauchbar gemacht. Das Holz und das Werkzeug wurden
gestohlen; der neue Generator zur Stromerzeugung wurde gestohlen
und der alte zerstört. Die Heiligenstatuen wurden geköpft oder
zertrümmert; geblieben sind jedoch die Glocken. Das Material für
den Unterricht wurde entweder geraubt oder vernichtet. Auch die
Druckerei wurde geplündert, die Druckmaschine und das Papier
gestohlen. Die Pfarrräume wurden beschädigt und das Büro sowie
das Zimmer des Pfarrers geplündert.
Seit diesem Besuch ist bereits ein Monat vergangen, doch hat
sich an der Situation fast nichts geändert. Der Anführer der
Rebellen, General Bozize, hat die Zügel der Regierung in die
Hand genommen, aber das Land ist trotzdem noch nicht in einen
Normalzustand zurückgekehrt. Weiterhin gibt es Plünderungen,
Gewalttaten und der Friede scheint ein Traum zu sein, viel zu
schön, um wirklich zu werden.
TREFFEN DES STÄNDIGEN RATES DER
EUROPÄISCHEN KONFERENZ DER PROVINZIÄLE OCD
Barcelona, 1.-4. März 2003
Vom 1.-4. März versammelten sich in unserem Konvent in
Barcelona die Mitglieder des ständigen Rates der Europäischen
Konferenz der Provinziäle OCD. Diese Zusammenkunft hatte zum
Ziel, einen Entwurf für die Statuten dieser Konferenz zu
erarbeiten, über konkrete Initiativen in der Zukunft
nachzudenken und einige Erfahrungen auf interprovinzieller Ebene
kennen zu lernen, wie sie auf der iberischen Halbinsel präsent
sind.
Am Sonntag, dem 2. März, begaben sich die Mitglieder des Rates
-- also die Provinziäle von Irland, Ligurien, Krakau,
Avignon-Aquitanien und Katalonien, sowie zwei Sekretäre -- nach
Desierto de las Palmas, um die Situation des dortigen
interprovinziellen (und derzeit auch internationalen) Noviziats
besser kennen zu lernen, sowie über jene Möglichkeiten zu
diskutieren, die sich gerade im Bereich der Ausbildung auf
europäischer Ebene ergeben könnten. Am Abend kehrten alle wieder
nach Barcelona zurück.
Der gesamte Vormittag des 3. März war der Erarbeitung des
Entwurfs von Statuten gewidmet. Am Nachmittag fand im Haus des
Gebetes der katalanischen Provinz eine Begegnung mit den
Verantwortlichen des Instituts für Spiritualitätsfernkurse", dem
Zentrum für Pastorale Spiritualitätsinitiativen" und der
Theresianischen Gebetsgruppen" statt. Diese Angebote stehen
grundsätzlichen allen offen, auch über die Grenzen der
iberischen Karmelitenkonferenz hinaus, und geschehen in
Zusammenarbeit mit den Carmelitas Misioneras .
Der letzte Tag der Zusammenkunft war der Vorbereitung des
nächsten Treffens der europäischen Provinziäle gewidmet, das
während des Generalkapitels stattfinden wird. Es wurde ebenso
über das Treffen der europäischen Karmelstudenten (Portugal
2004) und über andere Initiativen in der Zukunft gesprochen.
Den Abschluss des Treffens bildete ein Besuch im nationalen
Kunstmuseum von Katalonien, welches aufgrund der ausgestellten
Objekte (Kunst der Romanik und Gotik) zur Reflexion über den
Reichtum des Christentums und des kulturellen Erbes in Europa
Anregung bot.
UNBESCHUHTE KARMELITEN IN AUSTRALIEN
Am Hochfest des heiligen Josefs bot das Internetjournal
CathNews" eine besondere Würdigung der Homepage der Unbeschuhten
Karmeliten in Australien (http://carmelite.com).
Unter der Kategorie Featured Catholic Website" heißt es,
dass unsere Homepage eine der meist besuchtesten Adressen von
australischen Ordensgemeinschaften ist. Sie enthält stets
aktualisierte Beiträge über die Karmeliten und das Gebet. Es
gibt tägliche Gedanken zur Reflexion, ebenso wie Texte aus der
Liturgie vom Tag." Unter den laufenden Beiträgen findet sich
auch einer, der erklärt, warum die Karmelitinnen einen Habit
tragen. Sr. Marie Tania argumentiert, dass dies gegen den
Individualismus sei: Da wir alle den Habit tragen, können wir
einander nur erkennen, indem wir uns ins Gesicht schauen".
Zudem wurde auch das Nachrichtenblatt überarbeitet und hat einen
neuen Namen (Aspirations") erhalten. Es erscheint
zweimal im Jahr, und es gibt davon zwei Formen der
Veröffentlichung: als gedruckte Ausgabe und die erweiterte
Version als on-line Ausgabe (www.carmelite.com).
Dass die Internetversion ausführlicher ist hat seinen Grund in
der Tatsache, dass es im Internet keinen Platzmangel gibt.
Für weitere Informationen:
Priory of St. John of the Cross
96 Albion Road
Box Hill Vic 3128 AUSTRALIA
E-mail:
ocd@alphalink.com.au
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SCHWESTERN |
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Argentinien -- Nueve Julio
THEOLOGISCHER AUSBILDUNGSKURS
Aus dem Karmel in Nueve Julio erhalten wir folgende
Nachricht:
Liebe Familie des Karmel!
Mit Freude teilen wir mit, dass wir -- nämlich sechs
Gemeinschaften der Assoziation U. F. von Luján" -- vom 5.-9.
März in der Stadt Nueve Julio (Provinz Buenos Aires, Argentinien)
einen systematischen Ausbildungskurs in Theologie begonnen haben.
Heuer behandeln wir die Christologie, zu der wir einen Plan
haben, der von Dr. Virgina Azucy ausgearbeitet und auf drei
Wochen im Jahr aufgeteilt ist. Der erste Zyklus war eine
Bibelwoche unter der Leitung von Lic. Virginia Santamaría und
fand im Karmel San José in Nueve Julio statt. Es haben daran
zehn Novizinnen und zwei junge Schwestern mit ewigen Gelübden
teilgenommen, die aus den Kommunitäten von La Pampa, Mar del
Plata, Luján, San Nicolás, Neuquén und Nueve Julio kamen und von
drei Schwestern aus der Gemeinschaft von Nueve Julio begleitet
wurden.
Dies war eine sehr gute Erfahrung und wird danken P. Camilo und
durch ihn der gesamten Familie des Karmel, dass sie uns geholfen
haben, diese Kurse finanzieren zu können.
Wir empfehlen uns dem Gebet aller, damit wir dieses Projekt
fortsetzen können, und dass dieses auch für unseren Orden
fruchtbar sein möge.
Im Gebet verbunden grüßen wir alle herzlich.
Ihre Schwestern aus Nueve de Julio
SPANIEN. PUZOL
50 JAHRE UNBESCHUHTE KARMELITINNEN
Am Sonntag, dem 9. März feierten die Unbeschuhten
Karmelitinnen das 50. Bestandsjubiläum ihres Klosters in Puzol.
Nach der feierlichen Messe gab es einen Festakt im Kulturhaus
der Stadt, bei der P. Maximiliano Herráiz García zum Thema, Die
heilige Teresa von Jesus und das 21. Jahrhundert" sprach. Es
folgte ein Konzert mit religiöser Musik, unter Mitwirkung der
Organistin, Ana María Pacheco und der Sopranistin , Elisabeth
Bode Dunphy.
NEUE KLÖSTER DER UNBESCHUHTEN
KARMELITINNEN
SANTO DOMINGO DE LOS COLORADOS (Ecuador)
Mit Reskript (Prot. N. 9462/98) vom 4. März 2003 erfolgte
durch die Kongregation für die Institute des gottgeweihten
Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA)
die kanonische Errichtung des Klosters Sagrado Corazón y Santa
Teresita" in der Stadt und Diözese von Santo Domingo de los
Colorados (Ecuador). Die Gemeinschaft zählt acht Schwestern mit
feierlichen und drei mit zeitlichen Gelübden.
Das dortige Klosterleben begann am 8. Juni 1998. Damals waren es
fünf Schwestern mit ewiger Profess: drei von ihnen aus dem
Kloster San José und Santa Mariana de Jesús in Quito und zwei
von ihnen aus Kolumbien; ihr Aufenthalt wurde auf fünf Jahre
begrenzt. Kurz vor Ablauf dieser Frist kann die Kommunität, Dank
des Aufblühens von Berufungen und der wichtigen juridischen
Konsolidierung, mit Hoffnung in die Zukunft blicken.
Mit diesem neuen Kloster gibt es in Ecuador derzeit12 kanonisch
errichtete Klöster, wobei jenes in Loja auf dem Weg der
juridischen Konsolidierung ist. Im Jahr 2002 wurde das Kloster
in Ambato (gegründet 1957) aufgrund mangelnder Berufungen
aufgehoben.
MANAGUA (Nicaragua)
Mit Reskript (Prot. N. 3000/2003) vom 4. März 2003 erteilte
die Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und
der Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA) -- nach
Anhörung der Meinung des Erzbischofs von Puebla de los Angeles
und der Zustimmung des Erzbischofs von Managua -- der Priorin
des Klosters Nuestra Señora de la Soledad y San José" (in Puebla,
Mexiko) die Befugnis, zusammen mit sechs Schwestern (fünf mit
ewigen und einer mit zeitlichen Gelübden), das erste Kloster des
Ordens in der Stadt und Erzdiözese von Managua (Nicaragua) zu
gründen. Darüber hinaus wurde die Erlaubnis erteilt,
Kandidatinnen für das Noviziat und die Profess aufzunehmen.
Sobald die übrigen Bedingungen erfüllt sind, welche die Anzahl
der Schwestern betreffen, können diese bei der Kongregation um
die kanonische Errichtung des Kloster ansuchen. Es handelt sich
hier um das erste Karmelitinnenkloster in der Republik von
Nicaragua. Auch in Costa Rica (San José) und Guatemala (Cobán)
gibt es Klöster der Karmelitinnen.
NENSHAT (Albanien)
Mit Reskript (Prot. N.3037/2003) vom 8. März 2003 erteilte
die Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und
der Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA) der
Priorin der Unbeschuhten Karmelitinnen von Brezovica (Kroatien)
die Befugnis, in Nenshat (Diözese Sape, Albanien) mit der
Gründung des ersten Klosters des Ordens zu beginnen. Für diese
Neugründung sind zwei Schwestern aus Brezovica, zwei aus Ivanic
und eine aus dem Kloster von Dakovacka Breznica (vorher in
Sarengrad) bestimmt. Deshalb kann man die Neugründung auch als
Werk der Assoziation (Sel. Alois Stepinac") der Klöster
Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas betrachten. Die Kongregation
erteilte zudem die Erlaubnis, Kandidatinnen für das Noviziat und
die Profess aufzunehmen und sobald die anderen Bedingungen, vor
allem jene hinsichtlich der Anzahl der Schwestern, erfüllt sind,
kann auch um die kanonische Errichtung des Kloster gebeten
werden.
Es handelt sich hier um das erste Kloster in jenem kleinen Land
von Osteuropa, das eine Oberfläche von bloß 28 748 km2
hat und nur 6 Millionen Einwohner zählt (von denen sind 70%
Moslems, 20% Orthodoxe und nur 10% Katholiken). Die Diözese von
Sape ist eine alte Kirchenprovinz (1062 errichtet) und hat eine
Fläche von 2 555 km2. Von den 200 000 Bewohnern des
Diözesanterritoriums sind nur 90 000 Katholiken. Wir hoffen,
dass der kontemplative Karmel in diesem Land und dieser Kirche
Fuß fassen kann, welche mit Hoffnung auf die Präsenz unseres
kontemplativen Lebens und des kirchlichen Charismas des
Theresianischen Karmels blicken.
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SÄKULARORDEN |
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SPANIEN
Desierto de las Palmas. - An diesem
anmutigen und stillen Ort versammelten sich vom 5.-9. März die
Gemeinschaften des Säkularordens der Provinz Valencia, um dort
die jährlichen geistlichen Exerzitien zu machen, welche für sie
schon zu einer frommen Tradition geworden sind. Es waren die
Gemeinschaften von Valencia, Castellón und Burriana vertreten.
Die Exerzitien wurden von P. Alfredo Saiz (Delegierter der
Provinz Aragón-Valencia für den Säkularoden) geleitet, der alle
Teilnehmer durch seine interessanten Vorträge zu erneuter
Innerlichkeit ermutigte. Darüber hinaus stand er der
Eucharistiefeier vor, leitete das Stundengebet und die Zeiten
eucharistischer Anbetung.
Linares. -Der Säkularorden von Linares hat
einen Traum in Erfüllung gehen sehen, als die Bauarbeiten am
Heim für ältere Menschen zum Abschluss gekommen sind. Das Haus
Santa Teresa de Jesús" bietet 17 Personen Platz (Einzel- und
Doppelzimmer). Zur Ausstattung gehören eine Kapelle,
Gemeinschaftsräume, Bibliothek, etc. Betreut wird es von
ausgebildetem Personal und von Freiwilligen aus der Gemeinschaft
des Säkularordens.
HOLLAND
Neugründungen. - In unserer holländischen
Provinz wurden vier Gemeinschaften des Säkularordens kanonisch
errichtet: Den Haag, Sittard, Bloemendaal und Volendam. All
diesen Gemeinschaften und jenen, die auf dem Weg hin zur
kanonischen Errichtung sind, wünschen wir ein Wachstum an
Mitgliedern und an geistlichen Früchten, besonders aber die
Treue in ihrer Antwort auf die Berufung zum Säkularorden.
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AGREGIERTE INSTITUTE |
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CARMELITAS MISIONERAS DE SANTA TERESA
(1903 -- 2003)
Am 8. März dieses Jahres fand in der Basilika U.L.F. von
Guadalupe (Mexiko) eine Eucharistiefeier statt, um dem Herrn für
das erste Jahrhundert des Bestehens der Carmelitas Misioneras de
Santa Teresa Dank zu sagen. Den Vorsitz hatte Kardinal Roberto
Rivera, der zusammen mit dem Generaloberen des Ordens, P. Camilo
Maccise, sowie mit Bischöfen und Priestern des Landes die
heilige Messe feierte.
In den Tagen vor der Jubiläumsfeier gab es das Angebot eines
spirituellen Treffens, an dem auch P. General als Referent und
Moderator sowie Angehörige anderer Orden und aus dem eigenen
Institut teilnahmen. In Dankbarkeit gedachte man der
Gründerinnen, Antonia del Espiritu Santo (Velásquez), Soledad de
la Pasión (Pérez), Teresa Petra de la Cruz (Muciño) und Carmen
de San Eliseo (Gallardo). Der Blick richtete sich aber nicht nur
auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Zukunft. Es wurde
darüber reflektiert, welche Wege Gott unserer Kongregation
zugedacht hat, damit sie ihm durch ihr spezifisches Charisma
diene.
Unser Institut hat Niederlassungen in Mexiko, Brasilien, Costa
Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama,
Schweden und USA. Es zählt 89 Häuser mit ungefähr 650 Schwestern.
Es sei noch erwähnt, dass wir die erste Kongregation waren, die
im 20. Jh. dem Orden affiliert worden ist. Herzlichen
Glückwunsch! Ad multos annos...!
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UNSERE
HEILIGEN |
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Die sechs Mitpatrone Europas und die
caritas intellectualis''
Studientag -- Rom, 15. März 2003
Mit einem Studientag über Edith Stein und andere Mitpatrone
Europas wurde am 15. März diese Jahres der Erste Tag der
Universitäten Europas" eröffnet. Thema dieses Tages war: Die
intellektuelle Liebe als Seele des neuen Europas".
Eine der Vorreiterinnen dieses Studientages war die Assoziation,
Anima Europae", welche aus der Zusammenarbeit zwischen
Unbeschuhten Karmeliten, Dominikarner und der Schwestern der hl.
Brigitta entstanden ist. Ziel ihres gemeinsamen Strebens ist,
einen Beitrag zum Aufbau einer authentischen europäischen
Einheit zu leisten.
Der Studientag begann um 9.30 Uhr an der Libera Università Maria
Assunta" (Rom) mit der Begrüßung durch den Rektor Dalla Torre
und der Einführung durch die Professorin Bianca (Dekanin der
geisteswissenschaftlichen Fakultät). Es folgte der
Eröffnungsvortrag, gehalten vom Präsident der Anima Eruopae",
dem Botschafter Raniero Avogadro. Er sprach zum Thema: Die
christlichen Wurzeln in der Konstruktion der ethischen und
kulturellen Einheit Europas".
Im Anschluss daran folgten Vorträge über die Gestalten der
Heiligen von S. Exc., Msgr. Meacci (Abt von Subiaco), Msgr.
Eldarov (Seraficum), Msgr. Mascairelli (Marianum), Elena
Malaspina (Dozentin an der Universität Roma Tre") und von der
Professorin Ludmilla Grygiel. Aufgabe der Referenten war es, im
Gedankengut der Mitpatrone Europas die Spuren der christlichen
Wurzeln des Kontinents herauszufinden: Wenn Europa nicht mehr
christlich ist, ist es nicht mehr Europa".
In ihrem Vortrag über Edith Stein gab die Professorin Grygiel
zuerst einen kurzen biographischen und anschließend einen
intellektuellen Abriss der Heiligen, wobei sie besonders ihre
Liebe zur Wahrheit unterstrich: zur Wahrheit ihrer Existenz, zur
Wahrheit ihres Denkens. Jene Wahrheit, die einmal entdeckt, zu
unbedingter Treue, ja zu jener totalen Treue ruft, die bis zum
Martyrium führt.
In der abschließenden Diskussion gab es eine weitere Gelegenheit,
die Botschaft dieser Heiligen sowie die Aufgabe im europäischen
Kontext ihrer geistlichen Familien hervorzuheben.
DIE HEILIGEN TERESA UND JOHANNES VOM
KREUZ
und das 53. Festival von San Remo (Italien)
Vom 1.-5. März fand in San Remo zum 53. Mal das berühmte
Festival des italienischen Liedes statt. Dieses Mal hat nach
einer längeren Abwesenheit, die durch eine -- glücklicherweise
gut überstandene -- Krankheit verursacht war, wieder die
sardische Sängerin Giuni Russo teilgenommen. Sie ist eine der
berühmtesten Sängerinnen Italiens. Bei ihrem Auftritt in San
Remo präsentierte sie ein Lied mit dem Titel, La sua figura" (Seine
Gestalt"), wobei sie sich am hl. Johannes vom Kreuz inspirierte.
In einem Exklusivinterview für die Zeitschrift Chi" gab sie zu
diesem Lied befragt folgende Antworten:
Warum haben Sie für ihre Darbietung gerade das Lied, La sua
figura", gewählt, also eines Ihrer neuesten Stücke, das sich an
den Schriften des hl. Johannes vom Kreuz inspiriert?
Für mich stehen die beiden Heiligen, Johannes und Teresa (in die
ich ganz verliebt bin) in einem ganz engen Zusammenhang. Er
hätte nämlich ohne sie nicht dieses Erbe hinterlassen. Sie haben
ähnliche Dinge geschrieben, und ich bin froh, dass ich mit
meinem Lied auf eine so tiefe Schönheit aufmerksam machen konnte.
Ich habe allein für Gott gesungen, bis zur letzten Note".
Was fasziniert Sie so sehr an der heiligen Teresa?
Es ist die Tiefe ihrer Mystik, aber auch ihr ganzes Streben und
Mühen. Wenn man ihre Schriften liest, so merkt man, dass ihr
begegnet ist, was auch den anderen großen Frauen begegnet ist.
Für mein neuestes Album habe ich auch das Gedicht Teresas, Muero
porque no muero" vertont."
Für uns bedeutet es eine große Freude, zu wissen, dass unsere
Heiligen auch in der Unterhaltungsmusik Beachtung finden, und
noch dazu bei einem so berühmten Festival, wie es jenes von San
Remo ist.
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| NEUE
BÜCHER |
Aniano ÁLVAREZ-SUÁREZ, Con María... la Madre
de Jesús. Retos evangélicos-eclesiales de la espiritualidad
mariana. Editorial Monte Carmelo, Burgos 2002, 175pp.
Es ist nicht zum ersten Mal, dass der Autor in dieser Sektion
von Communicationes vertreten ist. Wenigstens zweimal haben wir
auf ihn und seine Bücher an dieser Stelle verwiesen. Nun freut
es uns, dieses Buch vorstellen zu dürfen, nachdem es in einer
kleinen Gruppe betender Christen zu Ehren der Jungfrau Maria
reflektiert, meditiert und gelebt wurde.
Wie uns der Autor selbst in seinem Vorwort sagt, so ist die alte
Definition der Jungfrau Maria wieder in Mode gekommen, jene die
sie als Liber Verbi" (als Buch des WORTES) bezeichnete". Wie
Christus das Buch des Vaters ist, so ist es Maria von Christus.
Sie ist es, die die Worte und Taten Jesu, des Erlösers, bewahrt
und verkündet. Während eines ganzen Jahres war Maria das Thema
der Reflexion und Meditation und somit Bezugspunkt einer kleinen
Gruppe von Gläubigen. Am Ende dieses kleinen Kurses" wollten sie
und auch ihr Autor (ehemals Professor für Mariologie) mit uns
diese Lektionen teilen: den Weg, das Leben und die Gabe, die sie
in jener entdeckt haben, in der das Wort des Lebens offenbar
wurde: Maria von Nazareth.
AA.VV. Mil Gracias Derramado. 75°
aniversario de la Provincia OCD Burgense. Editorial Monte
Carmelo, Burgos 2003, 330 pp.
Am 14. Dezember 2002 beging die Provinz der Karmeliten von
Burgos (Spanien) das 75. Jahr ihrer Gründung. Vorliegendes Buch
gliedert sich in sieben Kapitel, die auf die Geschichte und
Personen dieser Provinz eingehen, aus der zwei Ordensgeneräle,
mehrere Bischöfe hervorgegangen sind und die auch im Bereich der
Missionen, besonders in Südamerika, sowie im Bereich der Kultur
(Verlagshaus Monte Carmelo und das berühmte Archivium
Silverianum") einen wichtigen Beitrag leistet.
AA.VV. In Communion With Mary: Our
heritage and prospects for the future. Edizioni
Carmelitane, Roma 2003, 358 pp.
Anlässlich des 750. Jahrestages der Übergabe des Skapuliers an
den hl. Simon Stock (16. Juli 1251) traf sich vom 14.-21. Juni
im karmelitanischen Zentrum von Sassone eine Gruppe von
Spezialisten in Mariologie, bestehend aus Vertretern beider
Ordenszweige (O.Carm. und OCD). Ziel dieser Studientage war es,
über verschiedene Aspekte der Mariologie (theologische,
spirituelle, karmelitanische) zu reflektieren. Besondere
Aufmerksamkeit wurde auf die Marienverehrung im Karmel gerichtet,
mit einem Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Dieser Band enthält die 17 Vorträge (jeweils in der
Originalsprache) dieser karmelitanisch-mariologischen
Studientage. Ein in vier Sprachen verfasstes Dokument, mit dem
Titel: In Gemeinschaft mit Maria: Erbe und Ausblick" findet sich
am Ende dieses Bandes, der von großer Aktualität ist und auch
einen wichtigen Dienst für das Verständnis Marias im Karmel
bietet.
José Alberto PEDRA, Jerónimo Gracián de la
Madre de Dios OCD. O herdeiro exilado. Artes & Textos,
Curitiba 2003, 164 pp.
Es handelt sich hier um eine kurze, aber mit großer Begeisterung
geschriebene Biographie über den Diener Gottes, P. Jerónimo de
la Madre de Dios, einer der charismatischsten Persönlichkeiten
unserer theresianischen Familie.
Der Autor wollte mit vorliegendem Buch in portugiesischer
Sprache der Öffentlichkeit, vor allem in Brasilien, die Gestalt
und das Leben jenes so geprüften P. Graciáns vorstellen. Dabei
bekennt uns der Autor seine Begeisterung und Bewunderung für
diesen Pater, vor allem seit dem er die Peregrinación de
Anastasio" und andere seiner Werke gelesen hatte. In 15 kurzen
Kapiteln stellt uns der Autor das Leben und die Schriften von P.
Gracián vor.
Fortunado SALAS CARRETERO OCD, 40 años de
presencia de los PP. Carmelitas Descalzos de la Provincia
Aragón-Valencia en Centro-América, Editorial Monte Carmelo,
Burgos 2002, 286 pp.
In diesem Buch präsentiert uns der Autor die
Chronik bzw. Geschichte jener Gründungen, die ausgehend von der
Provinz Aragón-Valencia in Nicaragua, Costa Rica, Honduras und
El Salvador realisiert wurden. Zusammen mit den Gründungen der
Provinz Navarra in Panama und Guatemala bilden sie heute die
blühende Provinz von Mittelamerika (Nuestra Señora de Guadalupe").
Fortunado SALAS CARRETERO OCD, Los
Carmelitas Descalzos en Venezuela, Editorial Monte Carmelo,
Burgos 2003, 122 pp.
In gleicher Weise und Methode wie im vorhin präsentierten Buch
erzählt uns der Autor die Geschichte der karmelitanischen
Gründungen in Venezuela (San Joaquín, Mérida und Barquisimeto),
die von der Provinz Aragón-Valencia ausgingen und bis 1993 --
dem Jahr der kanonischen Gründung der Generaldelegation von
Venezuela -- auch juridisch zu ihr gehörten. Neben den
historischen Ereignissen enthält dieses Buch die Namen aller
Mitbrüder, die in Venezuela tätig waren und auch einen Anhang
mit Photographien.
SAINT JOHN OF THE CROSS: A Digital Library
Diese CD enthält die Werke des hl. Johannes vom Kreuz in
spanischer und englischer Sprache (Übersetzungen in der Version
von Allison Peers und von Kavaugh/Rodriguez), sowie die
Übersetzung jener lateinischen Bibelausgabe, die der hl.
Johannes v. Kreuz in seinen Werken zitierte.
ICD Publications, 2131 Lincoln Road, N. E. Washington, DC 20002,
U.S.A.,
Internet:
www.icspublications.org, $ US 29.95.
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