HEILIGE EDITH STEIN
Spiritualitätskongress in Lérida (Spanien)
Vom 24.-26. Oktober fand in Lérida ein Spiritualitätskongress
über die neue Heilige und Patronin Europas, Edith Stein,
statt. Dieser Kongress stand unter dem Motto
`Gott
in unsicheren Zeiten wiederfindenA
und hatte eine doppelte Ausrichtung:
`Vom
Suchen zum FindenA
und
`Vom
Gefundenhaben zum ZeugnisA.
Unter den 450 Teilnehmern befanden sich auch der Bischof von
Lérida (Francisco Javier Ciurenta), der Bischof von Seu de
Urgel (Juan Enrique Vives) und der Generalobere der
Unbeschuhten Karmeliten (P. Luis Aróstegui).
Prof. Francesco Torralba sprach in seinem Eröffnungsreferat
über den Weg des Suchens bei Edith Stein, wobei er fünf Phasen
unterschied: Einsamkeit, das genaue Beobachten gläubiger
Menschen, die Exzentrizität verstanden als Absehen vom eigenen
Ich, die positive Sicht der Welt als Ort der Gottesbegegnung
und die innere Bereitschaft auf den Ruf Gottes zu antworten.
Die Vorträge des zweiten Tages hoben die soziale Wirklichkeit
hervor und zeigten auf, dass sich die Menschheit in Zeiten der
Ungewissheit auf Gott zurückbindet. In ihrem Referat mit dem
Thema
`Die
Gotteserfahrung bei Edith SteinA,
verwies Cristina Kaufmann (Unbeschuhte Karmelitin aus Mataró)
auf die einzigartige Komplexität und Tiefe des Lebens von
Edith Stein.
Die Gruppe TOAR führte das Bühnenspiel
`Arrancada
del puebloA
unter der Leitung von Eduardo T. Gil de Muro OCD auf, welches
sich großer Begeisterung erfreute.
Am letzten Tag des Kongresses, Sonntag 26. Okt., behandelten
die Vortragenden (Francisco Javier Sancho, Marta Trepat und
Ezequiel García Rojo) den inneren Werdegang Edith Steins,
wobei darauf aufmerksam gemacht wurde, wie ihre Erfahrungen
heute in den unterschiedlichsten christlichen Bereichen
aktualisiert werden können.
Am Nachmittag desselben Tages sprach P. Ulrich Dobhan über die
universale Bedeutung Edith Steins. Ausgehend von einigen ihrer
Texte zeigte er diese Universalität in fünf Bereichen auf:
universal aufgrund ihres Lebens, universal aufgrund ihres
Denkens, universal aufgrund ihres Humanismus, universal
aufgrund ihres spirituellen Weges, universal aufgrund ihrer
Spiritualität.
Einige Darbietungen mit Video und DVD über Edith Stein -
vorbereitet von P. Eduardo T. Gil de Muro - schlossen diesen
III. Spiritualitätskongresses ab.
DIE ITALIENISCHE EDITH-STEIN-GESELLSCHAFT
`Wahrheit
und Liebe bedürfen einander. Schwester Theresia Benedicta
(Edith Stein) ist dafür ein ZeugnisA.
Mit diesen Worten drückte sich Johannes Paul II. aus, als er
im Oktober 1998 Edith Stein in das Verzeichnis der Heiligen
der katholischen Kirche einschrieb. In Italien gibt es
zahlreiche Zentren und Vereinigungen, die sich besonders auf
Edith Stein beziehen. Das Entstehen dieser neuen
`Italienischen
Edith Stein-GesellschaftA
verdankt sich dem großen Interesse, welche Edith Stein -
Jüdin, Philosophin, Karmelitin, Heilige und Märtyrerin -
während der letzten Jahre in uns geweckt hatte.
Unsere Vereinigung hat sich folgende Punkte zum Ziel gesetzt:
- die Vertiefung und das Studium des geistlichen,
philosophischen und theologischen Erbes von Edith Stein
- die Förderung des Verständnisses unter den Völkern und
Nationen, besonders aber die Vertiefung des Dialogs zwischen
Christen und Juden
- das Bemühen um gegenseitige Toleranz zwischen den einzelnen
ethnischen, religiösen und sozialen Gruppen
Das erstmalig gewählte Leitungsgremium besteht aus fünf
Mitgliedern: Prof. Angela Ales Bello (Präsidentin), Sr. Carla
Bettinelli (Vizepräsidentin), P. Marco Paolinelli (Berater),
fr. Massimo Angelelli (Sekretär), Carlo Gitto (Kassier).