400 JAHRE
KARMEL IN FRANKREICH
1604 - 2004
Um dieses große
Ereignis gebührend zu feiern, haben sich die Föderationen
der Karmelitinnen von Paris und Lisieux entschlossen, sich
in die Schule von vier großen Gestalten des Karmels zu
begeben, welche diese vier Jahrhunderte der Präsenz des
Theresianischen Karmels in Frankreich und in Europa
bereichert und die verschiedenen Aspekte des Charismas der
heiligen Teresa gelebt haben. Thema unserer Tage (7.-11.
Juni 2004) war:
`Nachfolge
Christi
C
Antwort von Frauen aus dem Karmel während dieser vier
JahrhunderteA.
Es wurden jeweils
von einem Karmeliten und einer Karmeliten vier Gestalten von
Frauen in der Folge der Jahrhunderte vorgestellt. Diese
doppelte Perspektive auf die einzelnen Persönlichkeiten aus
dem Karmel haben die Teilnehmer auf angenehme Weise
bereichert.
Im 17.
Jahrhundert nahm Mutter Magdalena v. hl. Josef einige
spanische Karmelitinnen auf und ermöglichte so in Frankreich
eine Inkulturation des theresianischen Humanismus,
gekennzeichnet durch seine Umsicht und
Entschlossenheit.
Im 18.
Jahrhundert
C
am Vorabend der Französischen Revolution
C
zeichnete sich der Karmel in Frankreich durch seine
Lebendigkeit und Treue aus. In einer Atmosphäre
des Eifers gab ein
`kleines
Kollegium ChristiA
C
die Karmelitinnen von Compiègne
C
durch die Hingabe des Lebens ein Zeichen theresianischen
Apostolats für den Frieden.
Im 19.
Jahrhundert unterstrich die reiche Persönlichkeit einer
Elisabeth v.d. Dreifaltigkeit die Bedeutung der
bräutlichen Dimension des Karmel: Die Absolutheit der
Liebe aufgrund eines reinen Glaubens als Himmel auf Erden.
Schließlich, in
der Mitte des 20. Jahrhunderts, am Höhepunkt eines der
blutigsten Konflikte der Geschichte, lehrt uns die heilige
Theresia Benedicta vom Kreuz die Zentralität Christi. Das
Frausein vollzieht sich im Licht von Maria und der
Wissenschaft vom Kreuz.
Unser P. General,
Luis Aróstegui Gamboa, ermutigte uns schließlich, trotz der
gegenwärtig durchlebten Erfahrung des Exils eine tiefe
Spiritualität zu leben, welche in Christus und seinem
Evangelium wurzelt und die Gegebenheiten der Geschichte mit
einbezieht, einschließlich der Bedingungen des menschlichen
Dasein, seiner Werte, um angesichts der drängenden Fragen
unserer Zeit nicht zu verzagen.
Zu den
Höhepunkten dieser Tage zählten der Besuch des Karmels von
Clamart (Erbe des ersten Karmels von Paris), die Gebetsvigil
in der Kirche S. Pierre auf dem Montmartre und die
feierliche Messe in der Kirche St. Joseph der Karmeliten,
zelebriert von Kardinal Lustiger. Die Anwesenheit von
Vertreterinnen aus den Föderationen Italiens, Deutschlands,
Belgiens, Großbritanniens und Irlands haben dieser Feier
eine besonders europäische Note verliehen.
Es sei allen
gedankt, die sich für die gelungene und festliche Gestaltung
dieser Tage bemüht haben. Dank auch unserem Pater General
für die Annahme unserer Einladung. Dank sei IHM, der das
Werk unserer Hände gedeihen lässt (Ps 90).
Zum Abschluss
unserer Treffen hat uns P. Olivier Rousseau (Lille) eine
wunderbare Definition der Mission des Karmels mitgegeben:
Mehr als je
zuvor bedeutet die Mission des Karmels ein Leben in betenden
Gemeinschaften von Brüdern und Schwestern, die aufmerksam
sind für den Durst unserer Menschheit nach Liebe. Die Liebe
Christi, unseres Freunds und Bräutigams, ist das Fundament
solcher Gemeinschaften, welche in Freundschaft, Versöhnung
und gegenseitigem Dienst leben.
NEUER
ASSOZIATIONSRAT
Bei der
Generalversammlung (13.-18. August 2004) der Föderation von
Ecuador
`San
JoséA
wurde unter Beisein von P. General folgender neuer Rat
gewählt:
Präsidentin: Marcia de Jesús (Carmelo Bajo de
Quito - Wiederwahl)
1. Rätin:
Ana Mará de San José (Ibarra)
2. Rätin:
Alicia de S. Teresa (Carmen Alto, Quito)
3. Rätin:
Elizabeth de la SS. Trinidad (Guaranda)
4. Rätin:
Teresa de la Corazón de Jesús (Loja)
Substitutin: Marta de San José (Riobamba)
ZUSAMMENLEGUNG
VON KLÖSTERN
Mit Dekret (n.
6729/2004)vom 5. Oktober 2004 hat die entsprechende
Kongregation (CIVCSVA) die Zusammenlegung der beiden
Gemeinschaften von Sabadell und Terrosa (Spanien)
entschieden.
WECHSEL DER
KONSTITUTIONEN
Mit Dekret (n.
93024/2004) vom 20. September 2004 hat die entsprechende
Kongregation (CIVCSVA) dem Klsoter von San Simone di
Sannicola (Italien) erlaubt, von den Konstitutionen von 1990
zu jenen von 1991 zu wechseln.