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News - Nachrichten    << N° 58 >>   01.04.2006
 
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COMMUNICATIONES N. 58

 

INHALT

 

- Seligsprechung von Sr. Elia di San Clemente OCD
- III. Treffen zwischen Brüder und Schwester der CICLA-Nord
- Neuer Dekan der Fakultät Teresianum
- Provinz Brasilien-Südost: Aktueller Stand und Blick in die Zukunft
- Schwestern: Kanonische Neugründungen, Wahlen, Geistlicher Assistent

-
MONIALES DEFUNCTÆ

 

Seligsprechung von Sr. Elia di San Clemente

Unbeschuhte Karmelitin

(1901-1927)

 

        Am 18. März 2006 fand in der Kathedrale von Bari — gemäß den neuen Anweisungen von Papst Benedikt XVI — die feierliche Seligsprechung der Dienerin Gottes, Sr. Elia di San Clemente statt. Der Eucharistiefeier stand der Erzbischof von Bari-Bitonto, Msgr. Francisco Cacucci vor. Konzelebranten waren der Apostolische Nuntius für Italien, Msgr. Paolo Romeo, 13 Bischöfe aus der dortigen Kirchenregion, der emeritierte Bischof von Kuwait, Msgr.  Adeodato Micallef, O.C.D., sowie an die hundert Priester aus den verschiedenen Pfarren der  Diözese (der Erzbischof hatte ausdrücklich gebeten, alle Abendmessen zu streichen, um den Pfarrern und Gläubigen die Möglichkeit zu geben, an der Seligsprechung in der Kathedrale teilzunehmen). Darüber hinaus nahmen zahlreiche Ordensschwestern- und brüder aus den unterschiedlichsten Gemeinschaften an der Feier teil. Die Ortskirche nahm mit großer Freude die neue Selige auf; sie ist die erste Selige der Diözese, die aus Bari selbst gebürtig ist. Der Erzbischof unterstrich diese Freude, und bezeichnete die Selige als das beste Geschenk Gottes an die Diözese. Die Zahl der Mitfeiernden war so groß, dass die Kathedrale überfüllt war und daher auch eine Nachbarkirche und ein eigener Saal nötig waren, um die restlichen Gläubigen aufzunehmen. Der Orden war vertreten durch unseren P. General Luis Aróstegui, die Generaldefinitoren P. Luigi Gaetani und P. Stephen Watson, die Provinziäle von Neapel und Sizilien (P. Leonardo Cuccurullo und P. Gaudencio Gianninoto) und einige Mitbrüder aus Mailand, Genua und anderen Provinzen unseres Ordens.

        Der für die Heilig- und Seligsprechungen zuständige Präfekt, Kard. José Saraiva Martins ließ nach einem kurzen biographischen Rückblick den Apostolischen Brief verlesen, durch welchen der Heilige Vater der Dienerin Gottes den Titel einer Seligen verlieh. Der liturgische Gedenktag der neuen Seligen ist der 29. Mai. Nachdem der lateinisch verfasste Brief auch auf Italienisch vorgelesen wurde, antworteten die zahlreichen Gläubigen mit tosendem Applaus und gaben so ihrer Freude Ausdruck.

        Nach diesem formellen Akt der Seligsprechung wurde vom Vizepostulator ein Bild der neuen Seligen enthüllt. Anschließend brachten zwei Karmelitennovizen eine Urne mit Reliquien der Seligen, begleitet von 11 leuchteten Lampen, welche die 11 Schwestern der Kommunität von Bari symbolisierten, die es übrigens vorzogen, im Gebet verbunden, die Zeremonie von ihrer Klausur aus mit zu verfolgen.

        Wenn wir nun von diesem feierlichen Höhepunkt der Seligsprechung, die sowohl für den Orden als auch die Kirche von Bari von großer Bedeutung ist, einen Blick 125 jahre zurückwerfen, so finden wir am Anfang das stille und unsichtbare Wirken des Heiligen Geistes im Herzen eines Mädchens, namens Teodora Fracasso, der späteren Sr. Elia di San Clemente (1901-1927). Der Glaube und die Liebe, die sie von ihren Eltern erbte, richteten sie schon in frühen Kindesjahren auf die begeisterte Suche nach Gott aus. Auf diesem Weg unterstützten sie geistliche Begleiter, die aufmerksam auf dieses verborgenen Wirken der Gnade Gottes waren; außerdem fand sie in der Lektüre der Geschichte einer Seele tiefen inneren Frieden und eine Sicherheit über den eingeschlagenen Weg, der sie schließlich zur Ganzhingabe ihrer selbst im Karmel führte. Noch keine 20 Jahre alt, empfing sie das Ordenskleid des Karmel, und wenige Tage vor ihrem 27. Geburtstag rief sie der Herr zu sich in die Ewigkeit. Also nur zwei Triennien, die sie im Karmel verbrachte... aber sagt nicht unsere Heilige Mutter Teresa, dass wir die Werke des Herrn nicht nach ihrer Zeitdauer bemessen dürfen...?

        25 Jahre nach ihrem Tod bat man die Generalpostulation unseres Ordens um ein Urteil, da der Ruf der Heiligkeit von Sr. Elia di San Clemente unter den Menschen, die sie kannten und mit ihr Umgang hatten, nicht nur weiterbestand, sondern sogar zugenommen hatte. Der damalige Generalpostulator, P. Juan de Jesús María (Sadler) (1946-1973), prüfte den Fall im Oktober 1952 und gab grünes Licht zur Einleitung eines Seligsprechungsprozesses, wofür P. Eugenio de la Croce (Provinz Neapel) zum Vizepostulator ernannt wurde. Am 27. Oktober 1953 wurde der diözesane Informationsprozess eröffnet, der bis zum 9. Mai 1955 dauerte.

        Die zweite Phase des Prozesses, also der Apostolische Prozess, wurde unter dem neuen Generalpostulator, P. Simeón de la S. Familia (Tomás Fernández) (1973-1997) weitergeführt, der dazu den Diözesanpriester Don Alberto D’Urso zum Vizepostulator ernannte. Beendet wurde diese Phase mit der Promulgation des Dekrets über die Tugenden, unterzeichnet am 11. Dezember 1987 vom damaligen Papst Johannes Paul II.

        Während der Amtszeit des neuen Generalpostulators, P. Ildefonso Moriones (seit 1997) erfolgte im Februar 2002 die, der Fürbitte der Dienerin Gottes zugesprochene, wunderbare Heilung von Pietro Milano. Am 19. Dezember 2005 wurde dieses Wunder anerkannt, indem Papst Benedikt XVI. das entsprechende Dekret unterzeichnete und so den Weg zur Seligsprechung öffnete. Auf Bitten des Erzbischofs von Bari und des Ordens wurde die Erlaubnis gegeben, die Seligsprechungsfeier am 18. März 2006 in der Kathedrale von Bari feierlich zu vollziehen.

        Am folgendem Tag, dem 19. März fand um 11.30 Uhr die feierliche Messe zur Danksagung in unserer Pfarrkirche „Nostra Signora del Carmen“ in Bari statt, unter dem liturgischen Vorsitz unseres Pater Generals. Um 19 Uhr wurde in der Pfarrkirche Santa Croce eine Dankmesse unter dem liturgischen Vorsitz des Pfarrers und Vizepostulators gefeiert; es ist dies die Pfarre, in der sich das Kloster unserer Karmelitinnen befindet, und in dem einst die Selige gelebt hatte. Am 20. März, an dem heuer die liturgische Feier des Hochfestes unseres Patrons und Beschützers, des Heiligen Josef gefeiert wurde, fand im Kloster der Karmelitinnen eine abschließende feierliche Konzelebration statt. - Selige Sr. Elia, bitte für uns! 

 

III. Treffen der Brüder und Schwestern der CICLA Nord

El Caimito, La Vega, Dominikanische Republik, 5.-12. März 2006

 

        Vom 5.-12. März dieses Jahres versammelten sich im Spiritualitätszentrum und Noviziatshaus „San Juan de la Cruz“ 30 Brüder und Schwestern aus 8 verschiedenen Ländern Lateinamerikas (Venezuela, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, México, Miami) und den USA (Oklahoma), um als Mitglieder der einen karmelitanischen Familie sich gemeinsam über unser Charisma auszutauschen. Es war 1999, als das Generalat zum ersten Mal die Brüder und Schwestern aus den einzelnen Karmelklöstern zu einem gemeinsamen Treffen einlud, welches damals in Mexiko (Valle del Bravo) stattfand. Das zweite Treffen erfolgte 2002 in Costa Rica, ebenfalls nach erfolgter Einladung durch das Generalat. Zum dritten Mal durften wir uns nun in der Dominikanischen Republik zu diesem Treffen versammeln.

        Hauptintention dieser Treffen ist: „Die Einheit aufgrund des Charismas zwischen den Brüder und Schwestern im Karmel zu fördern und zu unterstützen“. Als Thema für dieses dritte Treffen wurde gewählt: „Konkrete Formen der Zusammenarbeit und der Unterstützung zur Festigung geschwisterlichen Geistes“

       Unser Treffen begann in der Kapelle des Spiritualitätszentrums, in der wir unter liturgischem Vorsitz von Msgr. Amancio Escapa OCD gemeinsam die Eucharistie feierten. Anschließend stellten sich die einzelnen TeilnehmerInnen kurz vor; alle wurden sie herzlichst vom Vikar der Karibik, P.Francisco Javier Mena begrüßt. Es folgten drei Tage intensiver Arbeit. Jeden Tag gab es ein bestimmtes Thema in den Gruppen auszuarbeiten: 1. Tag: P. Nicolás García zum Thema der Ausbildung; 2. Tag: P. Camilo Maccise zum Thema der Föderationen und Assoziationen; und am 3. Tag: P. Ulrich Dobhan zum Thema soziale Kommunikationsmittel und kontemplatives Leben.

     Schon nach kurzer Zeit durften wir die Früchte dieser Treffen verkosten. So etwa wurde angeregt, den kontemplativen Karmel in jedem einzelnen der zentralamerikanischen Länder anzusiedeln. Auf diesen Vorschlag hin entschlossen sich einige Karmelitinnen aus dem Kloster La Soledad de Puebla (Mexiko) 2003 in Managua (Nicaragua) eine Gründung vorzunehmen; motiviert von der mexikanischen Föderation, unternahmen andere mexikanische Schwestern 2004 eine Gründung in Tegucigalpa (Honduras); die selbe Föderation von Mexiko hilft außerdem der Gemeinschaft von Cobán (Guatemala) durch personelle Unterstützung.

     Die Endergebnisse dieses Treffens werden von den einzelnen höheren OberenInnen noch in Hinblick auf eine konkrete Umsetzung eingehender reflektiert werden. 

 

Neuer Dekan unserer theologischen Fakultät „Teresianum“ in Rom

 

          Mit vatikanischem Reskript vom 3. März dieses Jahres wurde P. Benito Goya Echeverria (Provinz Navarra) zum neuen Dekan unserer theologischen Fakultät „Teresianum“ ernannt. P. Benito Goya wurde am 8. Februar 1939 in Spanien geboren; seine Studien absolvierte er in seiner Heimatprovinz. 1971 erlangte er das Lizenziat in Philosophie-Pädagogik an der Päpstlichen Hochschule „Salesianum“. Das Doktorat in Theologie erlangte er 1988 an unserer ordenseigenen Fakultät „Teresianum“. In seiner Heimatprovinz Navarra hatte er verschiedene Ämter inne: Provinzrat (1973-1976), Studentenmagister (1971-1976), Sekretär des Instituto Superior de Teología von Pamplona (1973-1976). In Rom war er Vizerektor des Teresianums (1985-1988), Vizedekan der gleichnamigen Fakultät (2003-2006), sowie Konsultor der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen (1994-2006).

        Als Professor wirkte er am Instituto Superior de Teología in Pamplona (1973-1978), an der theologischen Fakultät in Burgos (1979-1985); in Rom: an der Universität „Urbaniana“  (1987-1988), an der Päpstlichen Lateranuniversität (1988-1989), sowie an der Päpstlichen Hochschule der Salesianer, am Claretinianum und am Institut “Regina Mundi”. Seine Vorlesungen am Teresianum widmeten sich den Themenbereichen: Dynamische Psychologie und Geistliches Leben, Geistliche Begleitung und Ordensleben, Ausbildung zur christlichen Reife, Einführungskurse zur Geistlichen Begleitung und Supervision.

        Auf Spanisch und Italienisch umfasst seine Bibliographie 10 Buchtitel , sowie eine Reihe von Rezensionen und Artikeln in den verschiedensten Zeitschriften zu Themen der Psychologie, Geistliche Begleitung, Ordensleben und menschliche Reifung.

 

 

Brasilien Südost: Aktueller Stand und Blick in die Zukunft

 

        Die Provinz von Brasilien-Südost reflektiert über das Problem der Berufungen und macht deshalb eine Bilanz über die vergangenen 10 Jahre Noviziathaus im Konvent von Caratinga. Es ist dies zweifelsohne eine Gelegenheit, um sich auf dem gesamten Weg des Provinzlebens der Fürsorge Gottes und seiner Nähe bewusst zu werden, aber auch, um einen erneuten Appell auszusprechen, damit sich alle im Bereich der Ausbildung zum karmelitanischen Leben engagieren. Das Noviziatshaus selbst befindet sich in einer sehr abgeschiedenen Gegend und wurde 1978 anfänglich als Einsiedelei der Provinz errichtet, später aber zum Postulantat umfunktioniert.

        Am 26. Februar 1996 begann die offizielle Aufgabe als Noviziatshaus, anfangs mit 7 Novizen, von denen 4 im darauffolgenden Jahr die einfache Profess ablegten. Während 10 Jahre galt die Anfangsausbildung als die Hauptaufgabe dieses Konvents in  Caratinga.

        In diesen 10 Jahren sah das Haus 106 Novizen, von denen jedoch nur 69 die einfache Profess abgelegten.

        Derzeit hat die von P. Geraldo Afonso geleitete Provinz eine gute Organisation hinsichtlich der Ausbildung der Priesteramtskandidaten und der Ordensjugend in Belo Horizonte, wo sich im dortigen Kolleg 15 Studenten befinden. Im theologischen Kolleg hingegen gibt es zur Zeit 18 Studenten. Heuer werden fünf Mitbrüder zu Priestern geweiht. Zuständig für das Noviziat ist P. Alzinir, für die Theologiestudenten P. Wilson und für die Philosophiestudenten P. Geraldo.

        Um das Angebot zu erweitern, denken die Oberen an eine Gründung im Nordosten des Landes, wo das Postulantat beherbergt werden soll. Zur Zeit arbeiten drei Mitbrüder aus Italien in dieser brasilianischen Provinz: P. Patricio Sciadini (inkardiniert), P. Pierino Orlandini und P. Sandro Grimani

        So wünschen wir dieser jungen Provinz, dass ihr zahlreiche Berufungen für den Karmel und für die Kirche geschenkt werden mögen.

 

KARMELITINNEN

 

Kanonische Errichung von Karmelitinnenklöster:

 

Mit Reskript vom 26. November 2005 (n° 67978/86) der Kongregation für das Gottgeweihte Leben und die Gesellschaften Apostolischen Lebens wurde das Kloster der Karmelitinnen San José de Maipo in der Erzdiözese Santiago de Chile kanonisch errichtet. Die Schwestern der Neugründung stammen aus dem Kloster von Talca (Chile).

 

Mit Reskript vom 17. Jänner 2006 (n° 75161/88) der Kongregation für das Gottgeweihte Leben und die Gesellschaften Apostolischen Lebens wurde das Kloster der Karmelitinnen von Mérida in der Erzdiözese Yuacatán (Mexiko) kanonisch errichtet. Die Schwestern der Neugründung stammen aus dem Kloster von Messico-Tlalpan, D. F.

 

Mit Reskript vom 1. März 2006 (n° 16072/2000) der Kongregation für das Gottgeweihte Leben und die Gesellschaften Apostolischen Lebens wurde das Kloster der Karmelitinnen von Ciudad Delicias, in der Erzdiözese Chihuahua (Mexiko) kanonisch errichtet. Die Schwestern der Neugründung stammen aus dem Kloster von Messico-Tlalpan, D. F.

 

Mit Reskript vom 10. März 2006 (n° 14149/98) der Kongregation für das Gottgeweihte Leben und die Gesellschaften Apostolischen Lebens wurde das Kloster der Karmelitinnen von Hillerød, in der Diözese Kopenhagen (Dänemark) kanonisch errichtet. Die Schwestern der Neugründung stammen aus dem Kloster von Glumslöv (Schweden).

 

 

Föderation von Flandern: Wahlen

 

Vom 13.-16. Februar 2006 wurden bei der Generalversammlung in Gent der Föderation der Karmelitinnen von Flandern folgende Ämter neu gewählt:

 

Präsidentin: Sr. Kerstin (Weelde)
1. Rätin: Sr. Goretti (Leopoldsburg)
2. Rätin: Sr. Thérèse (Antwerpen)
3. Rätin: Sr. Maria (Moerzeke)
4. Rätin: Sr. Lutgarid (Vilvoorde)
Substitutin: Sr. Marie Thérèse (Brugge)

 

Herzlichen Glückwunsch und Dank an alle, die sich bisher in den Dienst der Föderation gestellt haben.

 

Irland: Geistlicher Assistent

 

Mit Reskript vom 1. März 2006 (n° FM 25-1/2003) der Kongregation für das Gottgeweihte Leben und die Gesellschaften Apostolischen Lebens wurde P. Vincent O’Hara OCD als Geistlicher Assistent der Assoziation der Karmelitinnen von Irland, „Maria, Mutter der Kirche“ in seinem Amt bestätigt.

 

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MONIALES DEFUNCTÆ

 

Cfr. http://www.ocd.pcn.net/defunti/n_def11.htm


     


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Updated 01 apr 2006
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