Curia Generalizia dei Carmelitani Scalzi - Corso d'Italia, 38 - 00198 ROMA - Italia
email ocdinfo@pcn.net              Tel. +39-06-854431           Fax +39-06-85350206

[ ]   [ NACHRICHTEN ]  [ GENERALKURIE ]  [ O.C.D. HOMEPAGES ]  [ ADRESSEN ]  [ OCDS ]

   English    Italiano  Español      Français  Deutsch 

News - Nachrichten    << N° 66 >>   01.10.2006
[
]  [ ]

 
COMMUNICATIONES N. 66

INHALT

 

Kongress für karmelitanische Verleger in Burgos

100 Jahre Verlag “Monte Carmelo”

Erste Priesterweihe eines Karmeliten in Tansania

50 Jahre Karmelitinnen in Mariazell

750 Jahre Karmel in Montpellier

Einweihung des Klosters in Snagov (Rumänien)

Neue Generaloberin der “Carmelitas Misioneras”

Erster gemeinsamer Regionalkongress der TGK Indiens und Sri Lankas

 

 

KONGRESS FÜR VERLEGER IN BURGOS

 

Die 400 Jahre unseres Konvents in Burgos und die 100 Jahre unseres Verlagshauses “Monte Carmelo” wurden auf gebührende Weise gefeiert. Ein Höhepunkt war dabei der erste Kongress von karmelitanischen Verlegern (12.-15. September 2006). An diesem erstmalig im Orden veranstalteten Treffen nahmen Vertreter (Direktoren und Mitarbeiter) von 19 Verlagshäusern unseres Ordens teil. Während der drei Tage dieses Kongresses wurden verschiedene, das Verlagswesen betreffende Themen diskutiert. Verwiesen wurde auch auf die “stillen Herausgeber”, die weniger bekannt sind, aber dennoch einen wertvollen Beitrag zur Verbreitung der Spiritualität leisten. Das Buch ist ein mit vielen Risiken verbundenes Produkt, denn ohne entsprechende Vermarktung droht es, ein Ladenhüter zu werden. Zudem muss der Verleger das richtige Gespür haben, welches Buch und welches Thema für den Leser aktuell sind, gerade auch im Bereich der Spiritualität.

Die zahlreichen Themen und Probleme, die sich im Bereich des Verlagswesen ergeben, wurden in einer sehr offenen und mitbrüderlichen Weise während dieser Tage diskutiert. Ein besonderes Thema war die Frage nach den Verlags- und Autorenrechte. Es besteht manchmal eine regelrechte Piraterie bezüglich veröffentlichter Bücher. So werden einige Seite oder sogar ein ganzes Buch übernommen, ein wenig adaptiert, oft auch der Titel geändert und als neues Buch herausgegeben. Um diesem Missstand zu währen, wurde unter dem Vorsitz des für die Kultur des Ordens veranwortlichen Generaldefinitors, P. Stephen Watson die Idee vorgebracht, eine internationale Vereinigung karmelitanischer Verleger ins Leben zu rufen. Mit der Verwirklichung dieser Idee wurde P. Massimo Angelelli (Verlagsleiter der “Edizioni OCD” Morena/Italien) beauftragt. Für die ausgezeichnete Organisitation dieses Kongresses wurde im Besonderen P. Fernando Domingo (Provinz von Burgos) und seinen Mitarbeitern gedankt. Der Kongress wurde mit einer feierlichen Eucharistie in der Kirche unserer Karmelitinnen beschlossen, wo auch ein eigenes Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen P. Jesús Castellano erfolgte, der selbst als Vortragender zu diesem Kongress eingeladen gewesen wäre.

 

100 JAHRE VERLAG “MONTE CARMELO”

 

Das 100 jährige Bestehen des Verlags “Monte Carmelo” war mit ein Grund, warum gerade Burgos für die Abhaltung des Kongresses der karmelitanischen Verleger gewählt wurde. Seit nunmehr 100 Jahren bemüht sich das Verlagshaus in Burgos um die Herausgabe von Büchern im Bereich karmelitanischer Spiritualität. Die Grundidee zu diesem großen Werk eines Verlagshauses stammte von einem großen Sohn Burgos’, Msgr. Angel María Pérez Cecilia. Heute ist der Verlag von Burgos ein Angelpunkt hinsichtlich der Herausgabe von Büchern und Schriften zu Themen der Karmelspiritualität.

Der Verlag “Monte Carmelo” war, wie so oft in der Geschichte, Antwort auf pastorale Herausforderungen. Anfänglich wurden Schriften und Bücher für die Volksfrömmigkeit veröffentlicht, die den Leuten sehr nahe gehen und sie direkt ansprechen sollten. Diesem Autorenkreis gesellte sich jedoch bald ein gebildeter und geschichtsträchtiger Mitarbeiter hinzu, der berühmte P. Silverio de Santa Teresa. Von ihm stammt die Idee, den Verlag für eine kritische Auseinandersetzung mit den Werken und der Botschaft der hl. Teresa zu nützen. Später kam noch die kritische Aufarbeitung der Geschichtes des Unbeschuhten Karmels in Spanien, Portugal und Amerika als Aufgabenbereich hinzu. In den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts kamen noch Reihen von Büchern hinzu, die sich mit der Kultur und auch mit der Dichtung befassten; Frucht dieses Bemühens war die Zeitschrift “Elica”, die als erste an der Poesie orientierte Zeitschrift für Priester in Spanien gilt, und vielleicht soagr in der ganzen Welt. Weitere Zeitschriften folgten: “Monte Carmelo” und “Ecos del Carmelo y Praga” die gemeinsam mit der Zeitschrift “Orar” die Beiträge des Verlags im Bereich der Zeitschriften darstellen. Nach der vorrangigen kritischen Auseinandersetzung mit der hl. Teresa beschäftigte man sich mit dem hl. Johannes vom Kreuz, was sich v.a. den Feiern anlässlich dessen 400. Todetages 1942 verdankte. Ein weiterer Sektor, den der Verlag “Monte Carmelo” in den Jahren seines Bestehens erschloss, war die Herausgabe von Audiovisiven Material. In den letzten Jahren bemühte man sich darüber hinaus, eine Reihe von spirituellen Lexika und Nachschlagewerken herauszugeben; bis dato erschienen 40 verschiedene Lexika! Dank der äußerst positiven gegenwärtigen Situation blickt man mit großer Zuversicht auf die Zukunft des Verlags.

 

ERSTE PRIESTERWEIHE EINES KARMELITEN IN TANSANIA

 

P. Renato Simon Payovela kann als die erste Frucht unserer 1983 in Tansania begonnenen Mission betrachtet werden. Am 1. Juli dieses Jahres wurde er in seiner Heimatpfarre Mafinga (Diözese Iringa) zum Priester geweiht.

Der am 9. Dezember 1971 geborene P. Renato trat 1994 als Aspirant in den Orden ein. Nach Abschluss des Lizeums und dem einjährigen Noviziat in Uyole-Mbeya, legte er am 28. August 2001 die zeitlich Profess ab. Anschließend absolvierte er seine philosophischen und theologischen Studien und legte schließlich die Feierliche Profess ab, bevor er nun dieses Jahr zum Priester geweiht wurde.

Unsere Mission in Tansania begann am 16. Juli 1983 auf Initiative indischer Provinzen, die die auch die ersten 4 Patres zur Gründung bereitstellten. 1992 wurde die Mission der Provinz von Karnataka-Goa übertragen. 2002 wurde die Mission zum Regionalvikariat erhoben. Das aus 6 Kommunitäten und 5 Pfarren bestehende Vikariat zählt gegenwärtig 21 Priester, 6 Theologiestudenten (von denen 2 am Teresianum in Rom studieren) und 4 Novizen.

       Von Anfang an hat man bei der Gründung dieser Mission danach getrachtet, diese mit einheimischen Berufungen aufzubauen. An die hundert junge Burschen kamen und gingen in diesen Jahren. Viele von ihnen verließen nach den ersten Jahren ihrer Ausbildung wieder den Orden, um nach Hause zu gehen und sich dort nach Arbeit umzuschauen. Zur Zeit haben wir 45 junge Burschen, die als Aspiranten ihre Studien absolvieren.

       Während wir Gott und unserer himmlischen Mutter für das Geschenk unseres P. Renato Payovela danken, hoffen wir zugleich, dass viele andere karmelitanische Berufungen in Tansania seinem Beispiel folgen werden.

 

50 JAHRE KARMELITINNEN IN MARIAZELL (ÖSTERREICH)

 

Während einer feierlichen Konzelebration, unter liturgischem Vorsitz des Diözesanbischofs von Graz-Seckau, und in Gegenwart unseres P. Generals, der sich zu einem brüderlichem Besuch in Österreich befand, wurde im österreichischen Nationalheiligtum Mariazell der 50 Jahre des dortigen Karmelitinnenklosters gedacht. Das Kloster der Karmelitinnen befindet sich ungefähr einen Kilometer von der Mariazeller Basilika entfernt.

 Das Karmelitinnenkloster in Mariazell wurde am 14. September 1956 durch 9 Schwestern aus dem Karmel Wien-Baumgarten gegründet. Nach nur wenigen Jahren wurde Mariazell selbst zum Mutterkloster mehrerer neuer Gründungen: 1962 in Taegu (Korea), 1976 in Bärnbach und 1985 in Maria Jeutendorf. In der eigens herausgegebenen Festschrift “50 Jahre Karmel Mariazell” sind Leben und Geschichte des Klosters zusammengefasst. Am 2. Oktober 2004 besuchte Kardinal Joseph Ratzinger – eineinhalb Jahre vor seiner Wahl zum Papst – das Kloster der Karmelitinnen in Mariazell. Anlässlich seines Besuchs bei den Schwestern sagter er zu diesen: “Ich bin nicht gekommen, um eine große Rede zu halten. Sie, die Sie in großem schweigen und in der Meditation leben, hätten viel mehr zu sagen. Wir wissen, dass die Kirche aus der Kraft des Gebetes lebt. Wir danken Ihnen, dass sie diese Berufung angenommen haben; ich weiß, es ist nicht immer leicht. Der Heilige Vater vertraut auf die Kraft des Gebetes und des Leidens; er zählt darauf. Die Kirche lebt aus dieser Kraft heraus”.

 

750 JAHRE KARMELITEN IN MONTPELLIER

 

Am 9. September 2006 feierte der Konvent in Montpellier sein 750. Gründungsjubiläum sowie 50 Jahre, seitdem die Gemeinschaft von der Augustinerstraße zum gegenwärtigen Standort übersiedelt ist, wo sich zur Zeit auch das Noviziat der Provinz von Avignon-Aquitanien befindet. Diese Jubiläumsfeierlichkeit war der Anlass zu einem « Tag der offenen Tür » - eine Gelegenheit, die von zahlreichen Freunden des Klosters und vielen Gläubigen gerne wahrgenommen wurde. Die Kapelle erwies sich als zu klein, um die große Schar an Mitfeiernden zu fassen, die sich zur Festmesse versammelten. Der feierlichen Eucharistie stand der Diözesanbischof Msgr. Thomazeau vor. Im anschließenden Vortrag, gehalten von P. Louis-Marie Sylvain, wurde Interessierten die Geschichte des Klosters vorgestellt. Der Festtag wurde mit der gemeinsamen Feier der Vesper abgeschlossen.

Gleichsam als Anekdote sei darauf hingewiesen, dass es beim Kapitel von Montpellier (1287) war, als die Karmeliten den gestreiften Mantel ablegten und den bis heute üblichen weißen Mantel annahmen. In den Bestimmungen dieses Kapitels heißt es diesbezüglich: «Ordinis Clamides seu mantellos catebriatos … causam mutationis varietatis praedictarum Clamidum in unius redigendae unitatem coloris breviter referamus» (Gabriel Wessels, Acta Capitulorum Generalium O. Carm., I Romae 1912, S. 8).

 

 

KLOSTEREINWEIHUNG IN SNAGOV (RUMÄNIEN)

 

Am Sonntag, den 10. September 2006 wurde in Snagov das neue Karmelitenkloster eingeweiht. Der Prior des Konvents, P. Tarcisio Favaro stand der Eucharistiefeier vor. An dieser Feier nahmen zahlreiche Personen teil: fast der gesamte Provinzrat der Provinz Venedig, die Eltern unserer rumänischen Mitbrüder, zahlreiche Freunde und Mitglieder des MEC (= Movimento Ecclesiale Carmelitano), die spanische Kommunität, sowie zahlreiche Brüder und Schwestern aus anderen Kongregationen; insgesamt waren es an die 200 Mitfeiernde. Das neue Kloster steht ganz im Dienst der Spiritualität für Bukarest und ganz Rumänien.

Tags darauf durften wir Bischof Ioan Robu mit 40 Priester als unsere Gäste begrüßen; es war dies der Moment, dass wir unser Kloster dem Diözesanklerus vorstellten. Der Bischof erinnerte bei dieser Gelegenheit an die Entstehungsgeschichte dieses Konvents. In seiner Diözese gibt es 50 verschiedene Ordensfamilien, und sein Wunsch ist es, dass sie etwas in ähnlicher Weise sichtbar machen, wie es die orthodoxen Mitchristen in ihren Kirchen und Klöstern tun. Die Karmeliten sind bislang die ersten, die diesem Wunsch gefolgt sind. Der Diözesanbischof unterstrich die Bedeutung dieses Spiritualitätszentrums hinsichtlich der Priester und besonders der Familien und Jugendlichen des Landes. Er bat die Pfarren, dass sie ihre Gläubigen ermutigen, die Angebote dieser neuen Einrichtung reichlich zu nutzen. Gleich am Tag der Einweihung begannen 15 Priester im neuen Haus ihre Exerzitien.

 

NEUE GENERALOBERIN BEI DEN “CARMELITAS MISIONERAS”

 

Vom 24.-26. August 2006 fand in Rom das 19. Generalkapitel der “Carmelitas Misioneras” – den geistlichen Töchtern des sel. Francisco Palau y Quer - statt. Thema des Generalkapitels war: “Die Herausforderung der Carmelita Misionera, aufs Neue aus dem Geist des Evangeliums und des Charismas geboren zu werden zum Dienst am Reich Gottes”. Am 17. September wählten die 48 Kapitularinnen eine neue Generaloberin. Die Wahl fiel auf Sr. Cecilia Andrés Fernández: Sie wurde am 22. November 1953 in Sasamón/Burgos (Spanien) geboren und legte am 26. September 1976 ihre Profess in der Kongregation des sel. Francisco Palau ab. Sie hat das Doktorat in Medizin und war im Orden in verschiedenen Ausbildungskommunitäten sowie in der Mission von Äquatorial-Guinea tätig. Sie war bereits Rätin im vorigen Generalrat. Den neuen Generalrat bilden folgende Schwestern: Sr. Carmen Rosa Palacio (Kolumbien), Sr. Fely Covacha (Philipinen), Sr. Ana Mª Rejas (Peru) und Sr. Vilma D’Silva (Indien).

 Zur Kongregation gehören derzeit 1 716 Schwestern, die auf 270 Häusern verteilt, in 39 Nationen leben. Die in den vergangenen Jahren eingeführte Neuheit der sog. Assoziierten Laien (CMS) bewährt sich immer mehr. Heute bilden sie bereits eine beachtliche Gruppe von 1 306 Mitgliedern. Zum ersten Mal haben drei Vertreter dieser Laiengruppe am Generalkapitel der Kongregation teilgenommen. 

 

ERSTER GEMEINSAMER REGIONALKONGRESS

DER TGK INDIENS UND SRI LANKAS

 

Die Theresianischen Karmelgemeinschaften (TGK/OCDS) von Indien und Sri Lanka haben sich zu einem gemeinsamen Regionalkongress im Exerzitienhaus der “Holy Cross Sisters” in Kollam (Kerala-Indien) getroffen. Dieser erstmalig veranstaltete Kongress fand vom 22.-27. August 2006 statt. 46 Mitglieder der einzelnen Gemeinschaften der TKG Indiens (aus 5 Provinzen und 2 Kommissariate) und Sri Lankas (2 Verterter) nahmen daran teil. Die zahlenmäßig größte Gruppe mit 16 Vertretern stammt aus der Provinz von Karnataka-Goa. Organisiert wurde dieses Treffen vom Definitor dieser Region, P. Xavier Raj. Hauptreferent war P. Aloysius Deeney, Generaldelegat für die OCDS. Thematiesiert wurde von ihm in den einzelnen Vorträge Unterscheidungshilfen bezüglich der Berufung zum Dritten Orden sowie Anleitungen zur Ausbildung der Mitglieder. P. Zacharias Kariyialakulam (Provinz von Malabar) hielt einen Vortrag mit Diskussion zum Thema der Konstitutionen OCDS im indischen Kontext. P. Antony Kavunguvalappil (Provinz Manjummel) hingegen ging in seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion auf Fragen der Ausbildung im indischen Kontext ein.

In den Gesprächsgruppen wurden konkrete Vorschläge an die Provinziäle erarbeitet, um die Theresianischen Karmelgemeinschaften in Indien und Sri Lanka weiterhin zu fördern und zu unterstützen.

 

Kuwait

 

Das Fluckticket nach Indien wurde bei den Kuwait Airlines gebucht und so endete der Flug auch vorerst in Kuwait. So profitierte P. Aloysius Deeney von diesem Zwischenstopp und besuchte die Mitbrüder des Vikariats von Kuwait. Seit mehr als 50 Jahren gibt es Karmeliten in Kuwait. Die Mitbrüder baten um ein Treffen mit P. Aloysius, um mit ihm nach Möglichkeiten zu suchen, auch in Kuwait mit einer Thersianischen Karmelgemeinschaft zu beginnen. Die Besprechung war positiv, und somit wird es nun auch auf der Arabischen Halbinsel bald eine Gründung der Theresianischen Karmelgemeinschaft geben.


     


[ ]  [ NACHRICHTEN ]  [ GENERALKURIE ]  [ Fr. GENERAL ]  [ O.C.D. HOMEPAGES ]  [ ADRESSEN ]  [ OCDS ]
www.ocd.pcn.net
   information office    -    webmaster


Updated 01 ott 2006
Page maintained by O.C.D. General House