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News - Nachrichten    << N° 70 >>   01.12.2006
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COMMUNICATIONES N. 70

Inhalt:

 

Erster karmelitischer Priester aus Burkina Faso

Gedenken an P. Jesús Castellano

25 der Gemeinschaften COIM in Ecuador

400 Jahre karmelitanische Präsenz in Terni

Das Ehepaar Amendolagine (Mitglieder der TKG) auf dem Weg zur Seligsprechung

Treffen der europäischen Ausbildner OCD in Polen

700. Todestags des hl. Albert von Trapani

Hinweise zum neuen Ordens-Adressenbuch 2007

 

Erster Karmelitenpriester aus Burkina Faso

 

Die Unbeschuhten Karmelitinnen sind in Burkina Faso (Westafrika) seit 1980 präsent, wo sie in Moundasso (Diözese Dedougou) ein Kloster errichteten. Die Unbeschuhten Karmeliten (aus der Provinz Aragón-Valencia) hingegen kamen erst 1993 dort hin. Gegenwärtig bilden sie die Provinzdelegation von Burkina Faso und Elfenbeinküste. Im Jahr 1997 eröffneten sie Postulantat und Noviziat in Dédougou. 2002 übernahmen die die Verantwortung für die Pfarre zur Dreifaltigkeit. Dank des großen Engagesments von vielen Freunden in Spanien, konnte in den letzten Jahren ein gut strukturiertes soziales Hilfsprogramm zugunsten der bedürftigen Bevölkerung in Burkina verwirklicht werden.

Am 25. November dieses Jahres erlebte der Karmel in Burkina Faso einen Tag der Freude und der Dankbarkeit, da der erste einheimische Mitbruder zum Priester geweiht wurde. Der Neupriester, P. Euloge Sawadogo, empfing die Weihe durch Msgr. Philippe Ouedraogo. Die feierliche Weihehandlung fand in Kongoussi, der Heimatpfarre des Neupriesters, und zwar in der Kirche zur hl. Thérèse statt.

 

Gedenken an P. Jesús Castellano

 

Nach wie vor erscheinen Kommentare, Nekrologe, Anteilnahmen und Kondolenzschreiben anlässlich des Todes unseres Mitbruders, P. Jesús Castellano, der am Nachmittag des 15. Juni plötzlich verstorben war. Als Ausdruck seiner Popularität wollen wir den folgenden Beitrag anführen. P. Jesús arbeitete an der Herausgabe der liturgischen Zeitschrift “Phase” (Barcelona) mit. Dieselbe Zeitschrift widmete ihm einen herzlichen Artikel zum Angedenken, welchen der berühmte Liturgist José Aladazal SDB verfasste. Am 18. Oktober feierte die Fakultät von Katalonien gemeinsam mit dem Höheren Institut für Liturgie und dem Zentrum für Pastorale Liturgie (Barcelona) eine hl. Messe zum Gedenken an ihre Mitglieder José Aldazabal SDB, Juan Bosch OP, Jesús Castellano OCD, P. Llabrés und zwei Studenten, die in diesem Jahr verstarben. Den liturgischen Vorsitz hatte der Erzbischof von Barcelona über, assistiert von seinem Weihbischof. Darüber hinaus waren zahlreiche Vertreter des öffentlichen und universitären Lebens, sowie verschiedener Ordensgmeinschaften anwesend. Der Verantwortliche des Höheren Instituts für Liturgie von Barcelona erinnerte dabei an die verstorbenen Mitglieder, wobei er besonders auf P. Jesús Castellano einging und dessen Verbundenheit mit dem Institut ausführlich unterstrich.

 

25 Jahre COIM in Ecuador

 

Die Abkürzung COIM steht für “Comunidades para la Iglesia y el Mundo” (Gemeinschaften für die Kirche und die Welt). Diese kirchliche Vereinigung entstand am 1. Oktober 1981 in unserem Apostolischen Vikariat von San Miguel de Sucumbíos (Ecuador). Die Idee stammte von Msgr. Gonzalo López Marañón OCD, dem Vikar dieser karmelitanischen Mission. Dabei verstand sich COIM als eine Antwort auf die Analyse der Kirche Lateinamerikas, welche bei den Konferenzen von Medellín (1968) und Puebla (1979) vorgenommen wurde. Im Laufe der Zeit konnte deren Charisma und Sendung mehr und mehr geklärt und gefestigt werden. Die Spiritualität dieser Gruppierungen gründet hauptsächlich auf die der Laien, die im Kontext der Kirche als Gemeinschaft ihre Dienste und Charismen entfalten. Man ist daher bestrebt, diesen Gedanken mehr und mehr unters Volk zu bringen, um so unter ihren Mitgliedern neue Lebensstile auf persönlicher, gemeinschaftlicher und kirchlicher Ebene zu entwickeln, entsprechend den je konkreten Lebensumständen derselben.

 Die COIM sind also daraufhin bestrebt, als Gemeinschaften die Erfahrung Gottes und das gemeinschaftliche Zusammenleben zu leben bzw. lebbar zu machen, indem sie sich in das Volk und die Ortskirchen einfügen. Charakteristisch ist ihr einfacher Lebensstil. Mitglieder können sowohl Männer als auch Frauen sein, Verheiratete ebenso wie Ehelos lebende, Laien oder Diözesanpriester. Besonders betont wird in ihrer Lebensform der Gemeinschaftscharakter. Während sie zusammen in der Gemeinschaft leben und arbeiten, versuchen sie die drei wesentlichen Elemente ihrer Spiritualität zu verwirklichen: Dasein für die Gemeinschaft, für die Kirche und für die Welt.

 Gewiss war es nicht immer leicht, die Ansprüche dieses Vorhabens im konkreten Leben zu verwirklichen. Eine Hilfe dazu war ihnen der Beistand und die Begleitung durch den Ortsbischof von Sucumbíos, der sich sehr um einen steten Wachstumsprozess kümmerte. Während der letzten zwei Jahre haben sich die COIM einem gründlichen Unterscheidungsprozess unterzogen. Auf diese Weise können sie ermutigt und gestärkt ihre 25 Jahre des Bestehens feiern. Vom 11.-15. Dezember wird dazu ein Treffen aller Vertreter der Gruppen in Popayán (Kolumbien) stattfinden, das auch zu einem intensiven Rückblick auf den bisherigen geistlichen Werdegang dienen soll. Die COIM gibt es derzeit in Ecuador, Kolumbien und Paraguay.

 

400 Jahre karmelitanische Präsenz in Terni

 

Als im Jahr 1605 in Terni (eine Stadt Umbriens in Italien) die Reliquien des Hl. Valentin gefunden wurden und man daher an den Wiederaufbau einer Basilika zu seinen Ehren dachte, suchte man nach einer Ordensgemeinschaft, der man die Betreuung des Heiligtums anvertrauen konnte. So gelangte man schließlich zur Entscheidung, diese Aufgabe den Karmeliten von der Italienischen Kongregation zu übertragen. Ein nützlicher Vermittler in dieser Angelegenheit war der Priester Don Angelo Tramazzoli, ein Onkel der Ehrw. Mutter Electa von Jesus und Freund des ehrwürdigen Johannes a Jesu Maria (“El Calagurritano”). Dank dieser Vermittlung kamen die Karmeliten am 24. Juni 1606 nach Terni. Im Jahr 1625 wurde der Altar des Heiligen Valentin errichtet, durch finanzielle Unterstützung von Seiten des Erzherzogs Leopold von Österreich, bei dem zuvor der Ehrwürdige Dominikus a Jesus Maria (Ruzola) in dieser Angelegenheit vorstellig wurde. Auf Betreiben der Karmeliten wurde der hl. Bischof und Märtyrer Valentin am 5. Juni 1645 von Papst Urban VIII. zum Stadtpatron von Terni ernannt.

Im Zuge der Aufhebung der Ordensgemeinschaften im Jahre 1873 waren auch die Karmeliten in Terni gezwungen, Kloster und Kirche aufzugeben. Erst am 7. Juni 1906 konnten sie wieder dorthin zurückkehren. So wurde heuer das 400jährige Jubiläum der Gründung und zugleich der 100. Jahrestag der Rückkehr der Karmeliten nach Terni gefeiert.

Das Kloster der Karmelitinnen in Terni wurde hingegen am 5. Februar 1618 gegründet, zusammen mit der Einkleidung von fünf Novizinnen. Wenige Jahre später entsandte diese Gemeinschaft Schwestern zur Gründung von Klöstern in Wien und Graz. Haupt dieser Gründungsaktivitäten war Sr. M. Electa von Jesus, deren unverwester Leichnam sich heute im Kloster der Karmelitinnen in Prag befindet.

Für weitere Informationen:

http://www.carmelitaniroma.it/Objects/Pagina.asp?ID=33

http://www.sanvalentinoterni.com/

 

Das Ehepaar Amendolagine OCDS auf dem Weg zur Seligsprechung

 

Ulisse Amendolagine und Lelia Cossidente waren ein Ehepaar, welches die Karmelspiritualität in Rom lebte. Erst kürzlich veröffentlichte Maria Concetta Bomba, die Verantwortliche für die Ausbildung der TKG von Pescara (Italien), ein Buch, in dem sie den menschliche und religiösen Entwicklungsweg des Ehepaars Amendolagine nachzeichnete. “Worin besteht die Heiligkeit dieses Paars?”, fragt die Autorin des Buches: “Zwei in Christus verliebte Herzen” (Edizioni OCD, Morena 2006). Als Antwort schreibt sie: “Das, was sie zu Heiligen macht, ist deren außergewöhnliche Fähigkeit, jegliches alltägliches Tun, also das gewöhnliche Alltagsleben von Ehepaaren, auf die Ebene des Übernatürlichen zu erheben...” Dieses Buch gibt zu verstehen, dass die geistliche Vermählung der Siebten Wohnung keineswegs unvereinbar ist mit der Liebe zwischen Mann und Frau.

Die Buchpräsentation fand im Kloster der Karmeliten von Pescara statt, unter Beisein der Mitglieder der dortigen Teresianischen Karmel-Gemeinschaft. Bei dieser Präsentation sprach auch der Karmelit Rafael Amendolagine, der Sohn von Ulisse und Lelia.

 

Treffen der Ausbildner OCD Europas in Polen

 

Vom 6.-10. November trafen sich in Wadowice 4 Provinziäle und 40 Ausbildner aus den europäischen Provinzen zu gemeinsamen Austausch, Reflexion und Weiterbildung über Themen der Ausbildung. Dieses Treffen wurde von der Konferenz der Provinziäle Europas veranstaltet, nachdem ihr gegenüber ein ausdrückliches Interesse dafür zum Ausdruck gebracht worden war. Als erstes Thema wurde “Die aktuelle Situation des Ordens in Europa” in einem Referat von P. Zdenko Krizic (I. Generaldefinitor) behandelt. Anschließend sprach P. Marian Zawada OCD zum Thema “Das Geheimnis der Dreifaltigkeit als Quelle der Gemeinschaft”. Im weiteren Verlauf wurde die Frage diskutiert, welche Beziehung es zwischen Charisma und Pädagogik gibt. Dazu versuchte der Vortrag des Philosophen Stanislaw Grygiel, “Die Erziehung in Europa”, einige Antworten zu geben. Zwischen den einzelnen Vorträgen gab es ausreichend Zeit und Raum für Fragen an die Referenten und zu gemeinsamem Austausch. Als Ergebnis dieser Diskussion gilt die Erkenntnis, dass die Ausbildung in erster Linie kulturbedingt ist. Angesprochen wurde bei dieser Gelegenheit auch das nächste Treffen der Studenten OCD Europas in Lisieux 2007.

 

700. Todestag des hl. Albert von Trapani

 

Der hl. Albert wurde im 13. Jahrhundert in Trapani geboren. Nach seinem Eintritt in den Karmel wurde er durch seinen Eifer als Prediger und auch durch seinen Ruf als Taumaturge berühmt. Als er zum Provinzial von Sizilien gewählt wurde, ließ er sich in Messina nieder. Als 1301 feindliche Truppen die Stadt umzingelten, rettete er die Einwohner vor dem Hungertod. Als leuchtendes Beispiel der Reinheit und des Gebetes starb er am 7. August 1307 in Messina.

Der heilige Albert erfreute sich im gesamten Orden einer besonderen Verehrung und gilt zudem als der erste von der Kirche offiziell kanonisierte Heilige des Karmel (Kalixtus III. 1457 und Sixtus IV. 1476). Der heilige Albert wurde außerdem als Patron und Beschützer des Ordens verehrt. So wurde 1524 angeordnet, sein Bildnis möge auf dem Siegel des Generalkapitels eingeprägt werden, und der damalige Generalprior, Nikolaus Audet wünschte, es möge in jeder Karmelitenkirche ein diesem Heiligen geweihter Altar errichtet werden.

Als Zeugnis dieser weitverbreitetenden Verehrung sei jenes der Hl. Teresa genannt, die ihn als “ruhmreichen Vater” anrief. Daneben gibt es noch zahlreiche andere verbürgte Zeugnisse, welche die besondere Verehrung bestätigen, welche die hl. Teresa dem heiligen Albert gegenüber hegte. P. Tomas Álvarez OCD dokumentierte in einer eigenen Studie diese Verehrung von Seiten der hl. Teresa ( “Una empresa editorial de Santa Teresa. La vida y milagros de San Alberto”(1582), in Monte Carmelo, Burgos 1993, nº 2).

Tatsächlich bemühte sich die hl. Teresa sehr um die Verbreitung dieses Heiligen, den sie selbst als “Vater und Anwalt” anrief. Sie beauftragte sogar den Dominkaner, P. Diego de Yanguas, ein Buch zu schreiben, mit dem Titel: “Leben und Wunder des hl. Albert”. Diese kleine Werk, welches sie für ihre Schwestern schreiben ließ, sollte zusammen mit dem “Weg der Vollkommenheit” veröffentlicht werden. Der geplante Band konnte im Februar 1583 in Lissabon herausgegeben werden; aber das in den Band eingefügte “Leben des hl. Albert”, trägt als Datum das Jahr 1582, weswegen P. Tomas Alvarez sich fragt, ob nicht die hl. Mutter sich beeilte, damit sie selbst noch die gedruckte Ausgabe in ihren Händen haben konnte. Für das kommende 700-Jahr-Jubiläum ist geplant, eine italienische Übersetzung dieses Werkes herauszugeben.

 

Hinweise zur neuen Ausgabe des Ordens-Adressbuches für 2007

 

Nächstes Jahr wollen wir ein neues Büchlein mit den Adressen von allen Klöstern der Brüder und Schwestern unseres Ordens herausgeben. Dieses Büchlein erweist sich für die Kommunikation innerhalb des Ordens als äußerst nützlich. Es ist aber nötig, dass uns alle Oberen und Priorinnen bereits jetzt etwaige Mängel, Veränderungen, Fehler, oder Ergänzungen hinsichtlich der E-mail bzw. Postadressen ihres Klosters mitteilen.: Angabe des Straßennamens und der Hausnummer, eventuell des Bezirks, der Postleitzahl, Telefon- und Faxnummer einschließlich der Orstvorwahl und schließlich der aktuellen E-mail Adresse. Die Adressangabe muss vollständig, genau und fehlerfrei übermittelt werden! Dank der Zusammenarbeit aller werden wir dann ein vollständiges und exaktes Adressbüchlein unserer Klöster herausgeben können. Das hängt jedoch von der Bereitschaft aller ab, indem sie uns bis 31. Dezember 2006 entsprechende Daten zusenden, und zwar mittels:

- Fax:  +39 06 85350206,

- E-mail: ocdinfo@pcn.net

Postweg:

Segretariato per l’Informazione,

Corso d’Italia, 38

00198 Roma - ITALIA


     


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Updated 04 dic 2006
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