Inhalt:
Erster karmelitischer Priester aus Burkina Faso
Gedenken an P. Jesús Castellano
25 der Gemeinschaften COIM in Ecuador
400 Jahre karmelitanische Präsenz in Terni
Das Ehepaar Amendolagine (Mitglieder der TKG) auf dem
Weg zur Seligsprechung
Treffen der europäischen Ausbildner OCD in Polen
700. Todestags des hl. Albert von Trapani
Hinweise zum neuen Ordens-Adressenbuch
2007
Erster Karmelitenpriester aus Burkina Faso
Die Unbeschuhten Karmelitinnen sind in Burkina Faso (Westafrika)
seit 1980 präsent, wo sie in Moundasso (Diözese Dedougou)
ein Kloster errichteten. Die Unbeschuhten Karmeliten (aus
der Provinz Aragón-Valencia) hingegen kamen erst 1993
dort hin. Gegenwärtig bilden sie die Provinzdelegation
von Burkina Faso und Elfenbeinküste. Im Jahr 1997
eröffneten sie Postulantat und Noviziat in Dédougou.
2002 übernahmen die die Verantwortung für die Pfarre zur
Dreifaltigkeit. Dank des großen Engagesments von vielen
Freunden in Spanien, konnte in den letzten Jahren ein
gut strukturiertes soziales Hilfsprogramm zugunsten der
bedürftigen Bevölkerung in Burkina verwirklicht werden.
Am 25. November dieses Jahres erlebte der Karmel in
Burkina Faso einen Tag der Freude und der Dankbarkeit,
da der erste einheimische Mitbruder zum Priester geweiht
wurde. Der Neupriester, P. Euloge Sawadogo, empfing die
Weihe durch Msgr. Philippe Ouedraogo. Die feierliche
Weihehandlung fand in Kongoussi, der Heimatpfarre des
Neupriesters, und zwar in der Kirche zur hl. Thérèse
statt.
Gedenken an P. Jesús Castellano
Nach wie vor erscheinen Kommentare, Nekrologe,
Anteilnahmen und Kondolenzschreiben anlässlich des Todes
unseres Mitbruders, P. Jesús Castellano, der am
Nachmittag des 15. Juni plötzlich verstorben war. Als
Ausdruck seiner Popularität wollen wir den folgenden
Beitrag anführen. P. Jesús arbeitete an der Herausgabe
der liturgischen Zeitschrift “Phase” (Barcelona) mit.
Dieselbe Zeitschrift widmete ihm einen herzlichen
Artikel zum Angedenken, welchen der berühmte Liturgist
José Aladazal SDB verfasste. Am 18. Oktober feierte die
Fakultät von Katalonien gemeinsam mit dem Höheren
Institut für Liturgie und dem Zentrum für Pastorale
Liturgie (Barcelona) eine hl. Messe zum Gedenken an ihre
Mitglieder José Aldazabal SDB, Juan Bosch OP, Jesús
Castellano OCD, P. Llabrés und zwei Studenten, die in
diesem Jahr verstarben. Den liturgischen Vorsitz hatte
der Erzbischof von Barcelona über, assistiert von seinem
Weihbischof. Darüber hinaus waren zahlreiche Vertreter
des öffentlichen und universitären Lebens, sowie
verschiedener Ordensgmeinschaften anwesend. Der
Verantwortliche des Höheren Instituts für Liturgie von
Barcelona erinnerte dabei an die verstorbenen
Mitglieder, wobei er besonders auf P. Jesús Castellano
einging und dessen Verbundenheit mit dem Institut
ausführlich unterstrich.
25 Jahre COIM in Ecuador
Die Abkürzung COIM steht für “Comunidades para la
Iglesia y el Mundo” (Gemeinschaften für die Kirche und
die Welt). Diese kirchliche Vereinigung entstand am 1.
Oktober 1981 in unserem Apostolischen Vikariat von San
Miguel de Sucumbíos (Ecuador). Die Idee stammte von
Msgr. Gonzalo López Marañón OCD, dem Vikar dieser
karmelitanischen Mission. Dabei verstand sich COIM als
eine Antwort auf die Analyse der Kirche Lateinamerikas,
welche bei den Konferenzen von Medellín (1968) und
Puebla (1979) vorgenommen wurde. Im Laufe der Zeit
konnte deren Charisma und Sendung mehr und mehr geklärt
und gefestigt werden. Die Spiritualität dieser
Gruppierungen gründet hauptsächlich auf die der Laien,
die im Kontext der Kirche als Gemeinschaft ihre Dienste
und Charismen entfalten. Man ist daher bestrebt, diesen
Gedanken mehr und mehr unters Volk zu bringen, um so
unter ihren Mitgliedern neue Lebensstile auf
persönlicher, gemeinschaftlicher und kirchlicher Ebene
zu entwickeln, entsprechend den je konkreten
Lebensumständen derselben.
Die COIM sind also daraufhin bestrebt, als
Gemeinschaften die Erfahrung Gottes und das
gemeinschaftliche Zusammenleben zu leben bzw. lebbar zu
machen, indem sie sich in das Volk und die Ortskirchen
einfügen. Charakteristisch ist ihr einfacher Lebensstil.
Mitglieder können sowohl Männer als auch Frauen sein,
Verheiratete ebenso wie Ehelos lebende, Laien oder
Diözesanpriester. Besonders betont wird in ihrer
Lebensform der Gemeinschaftscharakter. Während sie
zusammen in der Gemeinschaft leben und arbeiten,
versuchen sie die drei wesentlichen Elemente ihrer
Spiritualität zu verwirklichen: Dasein für die
Gemeinschaft, für die Kirche und für die Welt.
Gewiss war es nicht immer leicht, die Ansprüche dieses
Vorhabens im konkreten Leben zu verwirklichen. Eine
Hilfe dazu war ihnen der Beistand und die Begleitung
durch den Ortsbischof von Sucumbíos, der sich sehr um
einen steten Wachstumsprozess kümmerte. Während der
letzten zwei Jahre haben sich die COIM einem gründlichen
Unterscheidungsprozess unterzogen. Auf diese Weise
können sie ermutigt und gestärkt ihre 25 Jahre des
Bestehens feiern. Vom 11.-15. Dezember wird dazu ein
Treffen aller Vertreter der Gruppen in Popayán
(Kolumbien) stattfinden, das auch zu einem intensiven
Rückblick auf den bisherigen geistlichen Werdegang
dienen soll. Die COIM gibt es derzeit in Ecuador,
Kolumbien und Paraguay.
400 Jahre karmelitanische Präsenz in Terni
Als im Jahr 1605 in Terni (eine Stadt Umbriens in
Italien) die Reliquien des Hl. Valentin gefunden wurden
und man daher an den Wiederaufbau einer Basilika zu
seinen Ehren dachte, suchte man nach einer
Ordensgemeinschaft, der man die Betreuung des Heiligtums
anvertrauen konnte. So gelangte man schließlich zur
Entscheidung, diese Aufgabe den Karmeliten von der
Italienischen Kongregation zu übertragen. Ein nützlicher
Vermittler in dieser Angelegenheit war der Priester Don
Angelo Tramazzoli, ein Onkel der Ehrw. Mutter Electa von
Jesus und Freund des ehrwürdigen Johannes a Jesu Maria
(“El Calagurritano”). Dank dieser Vermittlung kamen die
Karmeliten am 24. Juni 1606 nach Terni. Im Jahr 1625
wurde der Altar des Heiligen Valentin errichtet, durch
finanzielle Unterstützung von Seiten des Erzherzogs
Leopold von Österreich, bei dem zuvor der Ehrwürdige
Dominikus a Jesus Maria (Ruzola) in dieser Angelegenheit
vorstellig wurde. Auf Betreiben der Karmeliten wurde der
hl. Bischof und Märtyrer Valentin am 5. Juni 1645 von
Papst Urban VIII. zum Stadtpatron von Terni ernannt.
Im Zuge der Aufhebung der Ordensgemeinschaften im Jahre
1873 waren auch die Karmeliten in Terni gezwungen,
Kloster und Kirche aufzugeben. Erst am 7. Juni 1906
konnten sie wieder dorthin zurückkehren. So wurde heuer
das 400jährige Jubiläum der Gründung und zugleich der
100. Jahrestag der Rückkehr der Karmeliten nach Terni
gefeiert.
Das Kloster der Karmelitinnen in Terni wurde hingegen am
5. Februar 1618 gegründet, zusammen mit der Einkleidung
von fünf Novizinnen. Wenige Jahre später entsandte diese
Gemeinschaft Schwestern zur Gründung von Klöstern in
Wien und Graz. Haupt dieser Gründungsaktivitäten war Sr.
M. Electa von Jesus, deren unverwester Leichnam sich
heute im Kloster der Karmelitinnen in Prag befindet.
Für weitere Informationen:
http://www.carmelitaniroma.it/Objects/Pagina.asp?ID=33
http://www.sanvalentinoterni.com/
Das Ehepaar Amendolagine OCDS auf dem Weg zur
Seligsprechung
Ulisse Amendolagine und Lelia Cossidente waren ein
Ehepaar, welches die Karmelspiritualität in Rom lebte.
Erst kürzlich veröffentlichte Maria Concetta Bomba, die
Verantwortliche für die Ausbildung der TKG von Pescara
(Italien), ein Buch, in dem sie den menschliche und
religiösen Entwicklungsweg des Ehepaars Amendolagine
nachzeichnete. “Worin besteht die Heiligkeit dieses
Paars?”, fragt die Autorin des Buches: “Zwei in Christus
verliebte Herzen” (Edizioni OCD, Morena 2006). Als
Antwort schreibt sie: “Das, was sie zu Heiligen macht,
ist deren außergewöhnliche Fähigkeit, jegliches
alltägliches Tun, also das gewöhnliche Alltagsleben von
Ehepaaren, auf die Ebene des Übernatürlichen zu
erheben...” Dieses Buch gibt zu verstehen, dass die
geistliche Vermählung der Siebten Wohnung keineswegs
unvereinbar ist mit der Liebe zwischen Mann und Frau.
Die Buchpräsentation fand im Kloster der Karmeliten von
Pescara statt, unter Beisein der Mitglieder der dortigen
Teresianischen Karmel-Gemeinschaft. Bei dieser
Präsentation sprach auch der Karmelit Rafael
Amendolagine, der Sohn von Ulisse und Lelia.
Treffen der Ausbildner OCD Europas in Polen
Vom 6.-10. November trafen sich in Wadowice 4
Provinziäle und 40 Ausbildner aus den europäischen
Provinzen zu gemeinsamen Austausch, Reflexion und
Weiterbildung über Themen der Ausbildung. Dieses Treffen
wurde von der Konferenz der Provinziäle Europas
veranstaltet, nachdem ihr gegenüber ein ausdrückliches
Interesse dafür zum Ausdruck gebracht worden war. Als
erstes Thema wurde “Die aktuelle Situation des Ordens in
Europa” in einem Referat von P. Zdenko Krizic (I.
Generaldefinitor) behandelt. Anschließend sprach P.
Marian Zawada OCD zum Thema “Das Geheimnis der
Dreifaltigkeit als Quelle der Gemeinschaft”. Im weiteren
Verlauf wurde die Frage diskutiert, welche Beziehung es
zwischen Charisma und Pädagogik gibt. Dazu versuchte der
Vortrag des Philosophen Stanislaw Grygiel, “Die
Erziehung in Europa”, einige Antworten zu geben.
Zwischen den einzelnen Vorträgen gab es ausreichend Zeit
und Raum für Fragen an die Referenten und zu gemeinsamem
Austausch. Als Ergebnis dieser Diskussion gilt die
Erkenntnis, dass die Ausbildung in erster Linie
kulturbedingt ist. Angesprochen wurde bei dieser
Gelegenheit auch das nächste Treffen der Studenten OCD
Europas in Lisieux 2007.
700. Todestag des hl. Albert von Trapani
Der hl. Albert wurde im 13. Jahrhundert in Trapani
geboren. Nach seinem Eintritt in den Karmel wurde er
durch seinen Eifer als Prediger und auch durch seinen
Ruf als Taumaturge berühmt. Als er zum Provinzial von
Sizilien gewählt wurde, ließ er sich in Messina nieder.
Als 1301 feindliche Truppen die Stadt umzingelten,
rettete er die Einwohner vor dem Hungertod. Als
leuchtendes Beispiel der Reinheit und des Gebetes starb
er am 7. August 1307 in Messina.
Der heilige Albert erfreute sich im gesamten Orden einer
besonderen Verehrung und gilt zudem als der erste von
der Kirche offiziell kanonisierte Heilige des Karmel
(Kalixtus III. 1457 und Sixtus IV. 1476). Der heilige
Albert wurde außerdem als Patron und Beschützer des
Ordens verehrt. So wurde 1524 angeordnet, sein Bildnis
möge auf dem Siegel des Generalkapitels eingeprägt
werden, und der damalige Generalprior, Nikolaus Audet
wünschte, es möge in jeder Karmelitenkirche ein diesem
Heiligen geweihter Altar errichtet werden.
Als Zeugnis dieser weitverbreitetenden Verehrung sei
jenes der Hl. Teresa genannt, die ihn als “ruhmreichen
Vater” anrief. Daneben gibt es noch zahlreiche andere
verbürgte Zeugnisse, welche die besondere Verehrung
bestätigen, welche die hl. Teresa dem heiligen Albert
gegenüber hegte. P. Tomas Álvarez OCD dokumentierte in
einer eigenen Studie diese Verehrung von Seiten der hl.
Teresa ( “Una empresa editorial de Santa Teresa.
La vida y milagros de San Alberto”(1582), in
Monte Carmelo, Burgos 1993, nº 2).
Tatsächlich bemühte sich die hl. Teresa sehr um die
Verbreitung dieses Heiligen, den sie selbst als “Vater
und Anwalt” anrief. Sie beauftragte sogar den Dominkaner,
P. Diego de Yanguas, ein Buch zu schreiben, mit dem
Titel: “Leben und Wunder des hl. Albert”. Diese
kleine Werk, welches sie für ihre Schwestern schreiben
ließ, sollte zusammen mit dem “Weg der Vollkommenheit”
veröffentlicht werden. Der geplante Band konnte im
Februar 1583 in Lissabon herausgegeben werden; aber das
in den Band eingefügte “Leben des hl. Albert”,
trägt als Datum das Jahr 1582, weswegen P. Tomas Alvarez
sich fragt, ob nicht die hl. Mutter sich beeilte, damit
sie selbst noch die gedruckte Ausgabe in ihren Händen
haben konnte. Für das kommende 700-Jahr-Jubiläum ist
geplant, eine italienische Übersetzung dieses Werkes
herauszugeben.
Hinweise zur neuen Ausgabe des Ordens-Adressbuches für 2007
Nächstes Jahr wollen wir ein neues Büchlein mit den
Adressen von allen Klöstern der Brüder und Schwestern
unseres Ordens herausgeben. Dieses Büchlein erweist sich
für die Kommunikation innerhalb des Ordens als äußerst
nützlich. Es ist aber nötig, dass uns alle Oberen und
Priorinnen bereits jetzt etwaige Mängel, Veränderungen,
Fehler, oder Ergänzungen hinsichtlich der E-mail bzw.
Postadressen ihres Klosters mitteilen.: Angabe des
Straßennamens und der Hausnummer, eventuell des Bezirks,
der Postleitzahl, Telefon- und Faxnummer einschließlich
der Orstvorwahl und schließlich der aktuellen E-mail
Adresse. Die Adressangabe muss vollständig, genau und
fehlerfrei übermittelt werden! Dank der Zusammenarbeit
aller werden wir dann ein vollständiges und exaktes
Adressbüchlein unserer Klöster herausgeben können. Das
hängt jedoch von der Bereitschaft aller ab, indem sie
uns bis 31. Dezember 2006 entsprechende Daten
zusenden, und zwar mittels:
- Fax: +39 06 85350206,
- E-mail:
ocdinfo@pcn.net
Postweg:
Segretariato per l’Informazione,
Corso d’Italia, 38
00198 Roma - ITALIA