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News - Nachrichten    << N° 79 >>   15.04.2007
 
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COMMUNICATIONES N. 79

 

INHALT:

 

- Bruder Tito Arimathil (Rom-Teresianum) verstorben

- Promotion über eine große missionarische Gestalt

- Eine Dokumentations-DVD über Sr. Cristina Kaufmann

- Nochmals über Fr. Jean-Thierry vom Kinde Jesus

- Internationales Kolloquium in Kinshasa

 

Bruder Tito Arimathil

+ 5-04-2007

 

In den Morgenstunden des 5. Aprils 2007 (Gründonnerstag) ist der langjährige Pförtner des Teresianums, Bruder Tito Arimathil an Herzversagen verstorben. Vielen Generationen von Studenten der Päpstlichen Fakultät war dieser liebenswürdige Mitbruder bekannt. Der Tod war völlig überraschend, nichts deutete zuvor auf irgendein Unwohlbefinden hin. Am Vormittag dieses Gründonnerstags bereitete Fra Tito, wie gewohnt, Essenspakete für die Armen vor, die jeden Donnerstag zur Pforte kommen. Nach diesem Dienst an den Bedürftigen ging er, wie gewohnt, in die Kapelle. Nach einiger Zeit des Gebetes fühlte er sich plötzlich unwohl, lehnte sich auf die Bank zurück und fiel sofort ins Koma. Obwohl er sofort mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus transportiert wurde, konnten die Ärzte nur mehr seinen Tod feststellen.

Das Requiem fand in Vertretung des abwesenden P. Generals unter Vorsitz des Generalvikars, P. Zdenko Krizić statt , der von 72 Konzelebranten und der Kommunität des Teresianums und der Generalkurie begleitet wurde. Außerdem erwiesen ihm noch viele Freunde und Angehörige anderer Ordensgemeisnchaften diesen letzten Liebesdienst ihrer Teilnahme. Der Rektor des Teresianums, P. Virgilio Pasquetto, unterstrich in seiner schönen und ergreifenden Predigt die Demut und Dienstbereitschaft von Fra Tito, während P. Vikar in seinem kurzen Schlußwort auf die Konkretisierung des Ostergeheimnisses in der Person des Verstorbenen hinwies und seinen Angehörigen, seinem Heimatland Indien und seiner Ordensprovinz den Dank des Ordens aussprach. Im Namen aller Anwesenden ergriff P. Ermanno Toniolo OSM vom Marianum, der Fra Tito seit über 30 Jahren kannte, das Wort und wünschte, dass er als der treue, bescheidene, immer dienstbeflissene und lächelnde Mitbruder unter uns fortlebe. Mit dem Rosa Carmeli vertrauten wir unseren Mitbruder zu seiner letzten Reise zur Gruftkapelle des Ordens im Campo Santo Verano Maria an, die diesen vorbildlichen Mitbruderr sicherlich unter ihren mütterlichen Schutz genommen hat.

Der stets hilfsbereite Mitbruder war Mitglied der Provinz von Manjummel (Indien). Fra Tito wurde am 8. Juni 1931 in Vayalar (Kerala) geboren. Seine erste Profess legte er am 19. März 1959 ab. Am 26. September 1964 übersiedelte er nach Roma ans Teresianum, wo er ohne Unterbrechung bis zu seinem Tod lebte.

Seine erste Aufgabe in Rom war die eines Mitarbeiters in der Bibliothek. Danach wechselte er in die Pforte und übernahm auch das Amt des Sakristans für die Kapelle des Teresianums. Unvergesslich bleiben sein Lächeln, seine Hilfsbereitschaft und seine Gewissenhaftigkeit in der Ausführung der ihm übertragenen Aufgaben. Dankbar gedenken wir unseres Bruders Tito, der nicht nur ein gewöhnlicher, sondern ein stets hilfsbereiter und liebenswürdiger Pförnter war. In dieser Haltung des Dienens lebte und wirkte er ohne Unterbrechung 43 Jahre lang in Rom.

 

Promotion über eine große missionarische Persönlichkeit

 

Am 29. März verteidigte der Weltpriester aus der Diözese Vijayapuram (Kerala-Indien), Antony George Pattaparambil, in Rom seine Doktorarbeit über einen großen Karmeliten. Die Promotion fand an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz (dem Opus Dei gehörig) statt. Thema seiner Arbeit war: “A study of ‘Viaggio alle Indie Orientali, Roma 1796’ of Paulinus a Sancto Bartholomaeo, ocd (1748-1806): Towards an ecclesiastical historiography of Malabar/ Kerala (1776-1789)” (“Eine Studie über die ‘Reise nach Ostindien , Rom 1796’ des Paulinus vom Heiligen Bartholomäus OCD (1748-1806): Versuch einer Kirchengeschichte von Malabar/Kerala (1776-1789)”. Gegenstand seiner wissenschaftlichen Untersuchung ist der berühmte österreichische kroatischstämmige Karmelit, der als einer der bedeutendsten Indologen gilt. Seine Werke schrieb er auf Latein, Italienisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Malayam, Syrisch, Englisch, Tamil, Sanskrit, etc. Ihm verdanken wir die erste Grammatik des Sanskrit.

Genannter indischer Priester hat sich in seiner Doktorarbeit mit dem Werk des Pater Paulinus, “Reise nach Ostiendien” auseinandergesetzt. Dank dieses Werkes gilt Pater Paulinus als “Vater der Kirchengeschichte Indiens”. Genanntes Werk wurde als Ganzes bzw. in Auszügen sechs Mal herausgegeben und zwar in fünf verschiedenen Sprachen. Paulinus beschrieb nicht nur die Geschichte, sondern er bemühte sich auch um die ursprünglichen Quellen und konsultierte soweit wie möglich der Materie kundige Personen.

Die Bewertung der Doktorarbeit war äußerst positiv, sodass die Prüfungskommission den Rat gab, die gesamte Arbeit zu veröffentlichen, sowie anschließend eine Biographie des Pater Paulinus herauszugeben, aufgrund des großen Interesses, auch die missionarischen Methoden der Karmeliten in Indien kennen zu lernen. Darüberhinaus wurde ihm noch geraten, wenigstens die Korrespondenz des Pater Paulinus zu veröffentlichen.

Passenderweise wurde in diesen Tagen die Dokumentation veröffentlicht, welches das kroatische Fernsehen über diesen historisch so bedeutsamen kroatischstämmigen Karmeliten auf einer ausgezeichneten DVD herausgegeben hat. Die Aufnahmen wurden alle an den historisch relevanten Orten gedreht: Österreich, Rom (Archiv des Generalats, Staatsarchiv, Missionsseminar San Pancrazo) und Indien. In dieser Dokumentation wird daran erinnert, dass dieser große Wissenschafter “kroatischer Karmelit aus dem Burgenland (Österreich), Missionar in Indien, Pionier der Indologie und Vater der indoeuropäischen Philologie” war.

 

Eine Dokumentar-DVD über Sr. Cristina Kaufmann

 

Vor weniger als einem Jahr verstarb die aus der Schweiz stammende und in Spanien lebende (Mataró) Unbeschuhte Karmelitin, Sr. Cristina Kaufmann (1939-2006). Diese 31 Minuten dauernde DVD, mit dem Titel “Recreando soledades”, bringt ein bisher unveröffentlichtes Interview der Verstorbenen, in dem die Unbeschuhte Karmelitin über ihre Gotteserfahrung, das Schweigen, die Liebe, die Berufung, die Jugend, die Vergebung, ... spricht. Diese Aufnahme, welche sogar vor der Spanischen Bischofskonferenz päsentiert wurde, bezeichnen Kritiker als “spirituelle Dokumentation”.

Sr. Cristina Kaufmann drückt sich mit Humor, poetischer Begabung und mit tiefer Einsicht vor der Karmera aus. Während des Interviews erfolgen immer wieder symbolische Bildeinspielungen von Wegen, Türen, Kreuzgängen, etc. Die Karmelitin anwortet zwar auf Katalanisch, doch wird in Untertiteln die Übersetzung in verschiedenen Sprachen wiedergegeben. Diese Dokumentation, welche in Spanien große Aufmerksamkeit erweckte, ist das Werk der Brüder Francesc und Joan Grané.

Ein besonders warmherziges Gedenken bereitete die Zeitschrift “Vida Religiosa” mit einem Artikel von Severino María Alonso OFM: “Cristina Kaufmann, Carmelita Descalza. Experiencia y testimonio” [Cristina Kaufmann, Unbeschuhte Karmelitin. Erfahrung und Zeugnis”] (Madrid, April 2007, pp. 33-36). Unter anderem schreibt der für Studien des Ordenslebens berühmte Autor über Sr. Cristina: “Ihr Schweigen war aufmerksames Hinhören, Gegenwart Gottes, Gebet; ihre Zurückgezogenheit lebendige Verbindung und Zusammentreffen …”

 

Nochmals über den erbaulichen Novizen aus Kamerun:

Fr. Jean-Thierry vom Kinde Jesus und der Passion

 

Die bekannte italienische Zeitschrift “Testimoni” aus dem Verlag Dehoniani (Bologna) veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 31. März dieses Jahres eine ausführliche Dokumentation über Fr. Jean-Thierry Ebogo vom Kinde Jesus (+ 6.01.2006). Anlässlich seines Todes informierte Communicationes (Nr. 53, 15.01.2006) über das Leben dieses aussergewöhnlichen Novizen aus Kamerun (Mission der Provinz Lombardei), welcher angesichts des bevorstehenden Todes seine Profeß früher als geplant ablegen durfte. In der genannten italienischen Zeitschrift wird er als “Geschenk Gottes an die Kirche und den Karmel in Afrika” bezeichnet. Der Artikel geht auf die Berufungsgeschichte von Fr. Jean-Thierry sowie auf seine furchtbare Krankheit ein; aufgrund eines Krebsgeschüres musste ihm am Tag vor seiner Einkleidung ein Fuß amputiert werden. Erwähnt werden auch die bewegenden Eindrücke, welche der junge und schon so kranke Karmelit gegenüber den Ärzten und dem Pflegepersonal in den italienischen Spitälern hinterließ. Heiligmäßig verstarb der erst 24jährige Fr. Jean-Thierry am Morgen des 5. Jänner 2006. Seine Leiden und seinen Tod opferte er für den Karmel in Kamerun und für die Heiligung der afrikanischen Priester auf.

 

Internationales Kolloquium in Kinshasa

 

Das erste Internationale Kolloquium am Teresianum in Kinshasa (Republik Kongo) fand 1992 anlässlich des 400. Todestages des hl. Johannes vom Kreuz statt. Thema dieses ersten Kongresses war: “La mystique africaine” (“Die afrikanische Mystik”). Die Ergebnisse dieses Kongresses, welche eigens veröffentlicht wurden, stellen die erste akademische Auseinandersetzung mit dem Thema der Mystik in Afrika dar, in Auseinandersetzung mit dem großen Mystiker des Karmels. Anschließend fanden alle zwei Jahre derartige Kolloquien statt. Nach sechs Jahren jedoch wurde dieser Rhytmus unterbrochen.

Vom 6. bis 10. Mai 2007 findet nun das 5. Internationale Kolloquium unserer Mitbrüder aus der Generaldelegation des Kongo statt. Thema dieses Kongresses wird sein: “Der Karmel angesichts der großen Herausforderungen der Spiritualität in Afrika”. Zu diesem Thema werden Vorträge von den besten Theologen Afrikas und unseres Ordens gehalten. Die Vorträge werden später auf Französisch veröffentlicht werden. Veranwortlicher Sekretär dieses Kolloquiums ist P. Valentin Ntumba Kapambu OCD.


     


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Updated 13 apr 2007
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