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News - Nachrichten    << N° 80 >>   01.05.2007
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COMMUNICATIONES N. 80

 

Inhalt:

 

- Südost-Asien

- Ein Verweis von Papst Benedikt XVI. auf die Hl. Teresa von Jesus

- Missionstreffen für Asien und Fernost

- Der Karmel im Libanon

- Aus unseren Karmelitinnenklöstern 

 

Südost-Asien

 

Im März und April hat P. General den Karmel in einigen Ländern Südostasiens besucht. Um ihm nicht allzuviel Zeit zu rauben, möchten wir ihm nur eine einzige Frage stellen: Wie steht es um den Karmel in diesen Ländern?

-  Der Südosten Asiens ist natürlich ein ziemlich großes Gebiet. Doch hat sich mein Besuch auf folgende Länder beschränkt: Vietnam, Kambodscha, Taiwan, Singapur und Malaysia. Diese Länder haben eine je eigene Geschichte, vor allem auch was die Erfahrungen in der Zeit der Kolonisation, der anschließenden Selbstständigwerdung sowie den verschiedenen Unabhängigkeitskriegen und gewaltsamen Revolutionen betrifft. Was die wirtschaftliche und soziale Entwicklung betrifft, so sind diese Länder sehr voneinander unterschieden. Trotz dieser Differenzen ist ein unglaublicher Dynamismus in denselben festzustellen. Obgleich in unterschiedlicher Weise, so sind alle diese Länder von der Globalisierung und der Öffnung nach außen betroffen. Unterschiedlich ist auch der Umgang mit der religiösen, kulturellen und sprachlichen Pluralität, wo bei manchen noch großer Nachholbedarf herrscht.

Im Vietnam gibt es vier Klöster der Unbeschuhten Karmelitinnen, die sich eines unvergleichlichen Zuwachs an Berufungen erfreuen. Derzeit hoffen sie, von der Regierung die Erlaubnis für Neugründungen zu erhalten. Obwohl es bislang noch kein Kloster der Brüder gibt, haben wir vier Vietnamiten mit einfacher Profess, welche ihre Ausbildung auf den Philippinen machen, und vier werden heuer dort ihr Noviziat beginnen.

In Kambodscha bemühen sich fünf Karmelitinnen aus Korea um die Gründung eines Klosters. Der Grund wurde bereits gekauft, und in Kürze soll mit dem Bau des Klosters begonnen werden. Das alte Kloster in der Hauptstadt Phnom Penh, welches einst beschlagnahmt wurde, steht bislang leer.

In Taiwan haben wir zwei Klöster der Schwestern und zwei der Brüder (ein kleines Haus für die Ausbildung und ein anderes kleines Haus mit einer Pfarre).

In Singapur gibt es ein Haus der Schwestern und zwei der Brüder (Ausbildungshaus und Pfarre).

In Malaysia bestehen vier Gemeinschaften der Schwestern (eine auf der Halbinsel von Malaca, nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur, und die drei übrigen auf dem zu Malaysia gehörenden Teil der Insel Borneo). Sowohl in Singapur als auch in Malaysia gibt es sehr lebendige Kommunitäten der Teresianischen Karmelgemeinschaft. Die Christen im Vietnam und in Malaysia zeichnen sich vor allem durch ihren tiefen Glauben und ihre Treue aus. Ein Beweis dafür sei die Tatsache erzählt, dass die Kapelle der Karmelitinnen täglich um 5.30 Uhr morgens von Leuten überquillt, die kommen, um gemeinsam mit den Schwestern den Tag mit dem Gebet und der Feier der Eucharistie zu beginnen.

Im Ausbildungshaus in Singapur befinden sich neben einheimischen Berufungen auch Auszubildende aus Malaysia, Thailand und Birma (Myanmar). Trotz der Leiden in der Vergangenheit zeichnen sich diese Länder als beständig und großzügig im Glauben und im christlichen Leben aus. Die Berufungen in Taiwan-Singapur-Malaysia sind großteils chinesischer Herkunft. Dadurch sind sie eine große Hoffnung für die Zukunft, dass sie nämlich in günstigeren Zeiten die ersten sind, die in dieses große Land einziehen werden.

Alle karmelitanischen Gemeinschaften sind aufgrund dieser großen territorialen Ausdehnung zur Zusammenarbeit bestimmt. So durchlaufen die Berufungen aus dem Vietnam die gesamten Etappen ihrer Ausbildung auf den Philippinen. Jene aus der Delegation von Taiwan-Singapur (einschließlich der anderen vorhin erwähnten Ländern) machen ebenfalls seit dem heurigen Jahr ihre Ausbildung auf den Philippinen. Nach ihrer Ausbildung werden sie die Gründer von Niederlassungen in ihren Heimatländern sein. Für das Gelingen dieser Zusammenarbeit, zumindest auf der Ebene der Ausbildung, ist es unerlässlich, eine gemeinsame Sprache zu haben, welche derzeit Englisch ist. Diese vielversprechenden Gebiete erforden die Unterstützung des Ordens, besonders in dieser Anfangsphase, damit die spirituelle, pastorale und theologische Ausbildung zu einer Festigung der Berufung beiträgt. Aufgrund der sprachlichen und nationalen Unterschiedlichkeit in dieser Region unseres Ordens bitten wir die Brüder und Schwestern, sich um das Erlernen einer der gängigen Sprachen zu bemühen, um so die Kommunikation untereinander zu ermöglichen, sowie dahin zu gelangen, dass sie langsam die Schriften der Karmelheiligen in ihre Muttersprachen übersetzen können.

 

Ein Verweis von Papst Benedikt XVI auf die Heilige Teresa von Jesus

 

Am 22. Februar unterzeichnte Papst Benedikt XVI. die nachsynodale Apostolische Exhortation  “Sacramentum caritatis”. Darin spricht er “über die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Mission der Kirche”. Im zweiten Teil, wo von der Eucharistie als dem zu feiernden Mysterium die Rede ist, erinnert er an Prinzipien und Kritierien, wobei er konkrete Hilfen angibt, um die Eucharistie mit mehr Lebendigkeit und Anteilnahme zu feiern. Unter der Nr. 55 erinnert der Papst an einige persönliche Bedingungen hinsichtlich der aktiven Teilnahme an der Eucharistie. In diesem Kontext empfiehlt Papst Benedikt XVI. die sogenannte geistliche Kommunion, “an die Johannes Paul II. erinnert und die von den heiligen Lehrmeistern des geistlichen Lebens empfohlen wird”. Zur Bekräftigung dieser Empfehlung werden in der Fußnote der hl. Thomas von Aquin und die hl. Teresa von Jesus zitiert.

Der zitierte Text von Teresa ist dem 35. Kapitel des “Camino de perfección “ (“Weg der Vollkommenheit”) entnommen, wo sie über die Lehre über die Danksagung spricht, welche schon vom Konzil von Trient bestätigt wurde. (Sess. XIII, c.  VIII.)

Am Schluss des päpstlichen Schreibens verweist Papst Benedikt XVI. auf die Heiligen, welche das eucharistische Leben genährt haben, wobei er unter anderen an die hl. Thérèse von Lisieux erinnert. Der Papst schreibt zudem: “Die Heiligkeit hat ihr Zentrum immer im Sakrament der Eucharistie gefunden.” (Nr. 94).

 

Missionstreffen für Asien und Fernost

 

Vom 24.-27. September ist ein Missionstreffen für die Zirkumskriptionen von Asien und Fernost in unserem “Institut indisch-christlicher Spiritualität” in Mangalore (Indien) geplant. Zu diesem Treffen sind Vertreter aus folgenden Zirkumskriptionen eingeladen: aus den fünf indischen Provinzen, aus dem Kommissariat von Neu-Dehli und Andra Padresh, aus dem Regional-Vikariat von Indonesien, aus Australien, aus den Kommissariaten von Korea und den Philippinen, aus der Generaldelegation von Japan, aus Taiwan-Singapur, aus den Missionen von Kuwait und Tansanien (welche der Provinz von Karnataka-Goa untersteht). Ziel dieses Treffens ist es, das missionarische Bewusstsein des Karmels zu stärken und dieses in Verbindung mit unserer Berufung bzw. unserem theresianischen Charisma neu zu  bedenken.

Nach einem einleitenden Referat von unserem Pater General sind folgende Vorträge zum Thema der missionarischen Berufung des Karmels vorgesehen: 1) “Einige Merkmale unserer missionarischen Aktivität in der Vergangenheit” (P. Domingo Fz. de Mendiola), 2) “Erinnerung an unvergessliche Karmel-Missionare auf asiatischem Boden” (P. Paul D’Souza), 3) “Inkulturation, Ökumenismus und Interreligiöser Dialog” (P. Amaladoss, SJ), 4) “Ecclesia in Asia und ihre Herausforderungen” (P. Félix Wilfred, SJ).

Geplant ist außerdem genügend Raum und Möglichkeit, um über die aktuellen missionarischen Präsenzen in Asien und Fernost zu informieren. Am Ende des Treffens wird uns ein Ausflug zu den Ruinen des alten Klostern von Goa führen, wo die seligen Karmelitenmissionare Dionysius und Redemptus lebten. Es besteht das Bemühen, diese archäologisch bedeutsame Zone wieder für den Orden zu gewinnen.  

 

Der Karmel im Libanon

 

Der Ruf der karmelitanischen Missionsgründung von Aleppo (Syrien) drang bis zum maronitischen Patriarchen Girgis ‘Amira, der daraufhin um eine Gründung des Karmels im Land der Zedern bat. Die ersten drei Karmeliten kamen am 18. März 1643 im Libanon an. Während der etwa 50 Jahre dauernden Tätigkeit in ihrem Kloster “Mar Lishaa” bemühten sie sich v.a. um die Erneuerung des monastischen Lebens in jener Gegend. Auf Einladung des Patriarchen Estéphane Eldouehi verließen sie 1701 diese ihre erste Niederlassung und übersiedelten nach Bécharré (1701-1908), wo sie eine Apotheke und eine Volksschule errichteten. Während dieser 207 Jahre war jedoch ihre Haupttätigkeit, Beichte zu hören und in den Dörfern zu predigen. 1909 erfolgte eine erneute Übersiedelung in den Konvent, wo sie bis heute sind. Im Jahr 1645 gründeten sie das Kloster in “Tal el zehrieh” in Tripolis (Taraboulos), zur Betreuung der Heilig-Land-Pilger. In Zusammenarbeit mit den Karmelitinnen der Heiligen Teresa (Florenz) gelang es, ein weiteres Kolleg für Mädchen zu gründen. Die beiden Kollegien haben eine ansehnliche Elite der libanesischen Jugend herangebildet. In Tripolis (im Norden des Libanon) besteht weiterhin eine bedeutsame Pfarre im lateinischen Ritus. Der Krieg von 1975 bis 1990 hinerließ großen Schaden an diesen Bildungseinrichtungen des Ordens, welche ohne Unterbrechung ihren Betrieb aufrecht hielten.

Eine weitere Gründung im Norden des Landes ist das Kloster von Kobayath (1836). In dieser Gegend gibt es vergleichsmäßig die wenigsten Christen (Maroniten) des Landes. Das Kloster beherbergte das Postulantat und das externe Kolleg. Im Jahr 1852 wurden das Kloster und die Kirche errichtet. Gegenwärtig beherbergt das Kloster das Noviziat der Semi-Provinz des Libanons. Im Jahre 1968 erfolgte eine Gründung in der Hauptstadt Beyrouth-Hazmieh. Derzeit befinden sich in diesem Kloster die Ausbildungskommunität, das Provinzialat, das Spiritualitätszentrum und das karmelitanische Verlagshaus für Publikationen in arabischer Sprache. Das 1969 erbaute Kloster in Al Carmaleyya-Mejdlayya durchlebte eine sehr bewegte Existenz, da es in einer strategisch bedeutsamen Zone liegt. Deswegen wurde der Konvent und die Schule, welche tausenden von Schülern Unterkunft bot, zwei Mal (1976 und 1983) besetzt, geplündert und zum Teil zerstört. Gott sei Dank konnten die Gebäude 1984 wieder in Stand gebracht werden. Die letzte Gründung im Libanon, nämlich das Kloster in Al Maaysra-Foutouh Kesrouan, geht in das Jahr 1995 zurück. Die in der Region von Nahr Ibrahim gelegene Niederlassung fungiert als Spiritualitätszentrum.

Die ersten Gründungen im Libanon gehen auf das Wirken der römischen Ordensprovinz zurück. Seit 1970 sind die Klöster des Landes zu einer Semi-Provinz zusammengefasst. Unter den 37 Mitbrüdern befinden sich auch drei Bischöfe: Paul Bassin (Altbischof), Marcel Dahdah (Apostolischer Vikar lateinischen Ritus) und Msgr. Jean Benjín Sleiman (lateinischer Erzbischof von Bagdad im Irak). Die libanesischen Mitbrüder sind zudem in Ägypten und in Israel tätig.

Neben den Niederlassungen der Brüder gibt es auch ein Kloster der Karmelitinnen. Das Kloster in Harissa folgt dem byzantinischen Ritus und ist außerdem aufgrund ihrer Ikonenmalschule sowie des Nationalheiligtums der “Jungfrau von der Einheit der Christen” bekannt, welches 1962 von Spanien aus gegründet wurde. Aus dieser Gründung ging 2005 ein weiteres Kloster in der historisch bedeutsamen Stadt Biblos hervor.

 

Aus unseren Karmeltinnenklöstern

 

Mit Reskript vom 2. März 2007 (n° FM 52-2/95) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde P. Jesús María Arroyo Castellanos zum geistlichen Assistent der Assoziation „San José“ in Ecuador wieder ernannt.

 

Mit Reskript vom 21. März 2007 (n° FM 57,h-1/95) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde P. Gregory D’Souza OCD zum geistlichen Assistenten der Assoziation „Our Lady of Mount Carmel“ in Indien (Südwest-Indien) ernannt.

 

Mit Reskript vom 10. März 2007 (n° 12620/2007) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde dem Kloster von Trivandrum (Diözeses Trivandrum) erlaubt, der Assoziation „Our Lady of Mount Carmel“ der Klöster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Indien (Südwest-Indien) beizutreten.

 

Mit Reskript vom 3. April 2007 (n° 12736/2007) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde dem Kloster von Wien (Österreich) gewährt, von der Jurisdiktion des Erzbischofs von Wien zu jener unseres Ordensgenerals zu wechseln.

 

Mit Reskript vom 30. März 2007 (n° 12698/2007) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde dem Kloster von Mérida (Diözese Mérida in Mexiko) erlaubt, der Assoziation „San José de Guadalupe“ der Klöster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Mexiko beizutreten.

 

Mit Reskript vom 31. März 2007 (n° 10367/2006) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde gewährt, die Gründung eines Klosters in der Stadt Maceió (Erdiözese Marceió in Brasilien) mit Karmelitinnen aus dem Kloster von Camaragibe (Brasilien) zu beginnen.

 

Mit Reskript vom 29. März 2007 (n° FM 56-2/2007) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde die Assoziation unserer Schwestern in Portugal errichtet, welche folgende Klöster umfasst: Aveiro, Braga, Crato, Estoril, Faro, Fátima. Zum geistlichen Assistenten wurde P. Manuel Fernandes Dos Reis ernannt.

 

Mit Reskript vom 20. April 2007 (n° FM 52,e-2/95) der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens wurde P. Félix Malaxecheverría OCD zum geistlichen Assistenten der Föderation „San Joaquín“ (Provinz Navarra) der Klöster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Spanien ernannt.

 

Bei der Wahlversammlung der Assoziation von Brasilien-Nordost wurden am 1. März 2007 folgende Schwestern gewählt:

Koordinatorin: Sr. Maria da Paz dos Anjos, Fortaleza

1. Rätin: Sr.  Maria Bernadette da Santa Mâe de Deus, Fortaleza

2. Rätin: Sr. Maria Cecilia do Coraçâo Eucarístico, Cariacica

3. Rätin: Sr. Maria Teresa da Eucaristia, Senhor do Bonfim

4. Rätin: Sr. Maria do Carmo da Eucaristia, São Luis

Substitutin: Sr. Celina Maria da Santa Face, Camaribe

 

Bei der Wahlversammlung der Assoziation von Nordost-Indien wurden folgende Schwestern gewählt:

Koordinatorin: Sr. Salome, Soso Carmel

1. Rätin: Sr. Alda, Sitagarha Carmel

2. Rätin: Sr. Carmel Ann, Raipur Carmel

3. Rätin:Sr. Dora, New Delhi Carmel

Substitutin: Sr. Isabel, Chatrapur Carmel

 

Bei der Wahlversammlung der Assoziation der Karmelitinnenklöster von Peru wurden am 19. April 2007 folgende Schwestern gewählt:

Präsidentin: Sr. M. Soledad de Nuestra Señora, Lima-Nazarenas (wiedergewählt)

1. Rätin:Sr. M. Ana del Niño Jesús, Lima-Carmen Alto

2. Rätin: Sr. M. Edith de Jesús, Lima-Carmern Alto

3. Rätin: Sr. M. Rosa del Pilar, Lima-Nazarenas

4. Rätin: Sr. Paula de Santa María, Lima-Nazarenas

Substitutin: Sr. M. Mariana de Jesús, Moquega


     


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