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News - Nachrichten    << N° 81 >>   15.05.2007
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COMMUNICATIONES N. 81

 

INHALT

 

- 800 Jahre Regel des Karmelitenordens

- Umbau des Karmels in Lisieux

- 100 Jahr Jubiläum des Karmelitinnenklosters in Cádiz (Spanien)

- Preisverleihung an ein Mitglied der Generalkurie

- Eingelangte Bücher 

 

800 Jahre Regel des Karmelitenordens

 

Im gesamten Orden gibt es bereits zahlreiche Feierlichkeiten anlässlich des 800. Jahrestages der Übergabe der Regel des Hl. Albert an die Einsiedler vom Berge Karmel im Jahre 1207. In Rom fand aus diesem Anlass am 12. Mai eine Festmesse statt, an der die Generalkurien der beiden Karmelzweige OCarm. und OCD teilnahmen. Der Eucharistiefeier stand der Sekretär der Religiosenkongregation, Msgr. Gianfranco Agostino Gardin vor.

Im Zusammenhang des Jubiläums möchten wir auf eine Initiative aus Lateinamerika lobend hinweisen. Anlässlich des “VI. Festival de Artes” (25.-26. Mai), welches in El Empalme stattfindet (Provinz Guayas, Ecuador), hat die “Juventud Carmelitana Ecuatoriana” (JUCAE) einen von P. Juan Arias über die Karmelregel verfassten Text vorbereitet. Darin werden drei pädagogische Zugänge zur Arbeit mit der Regel angeführt: 1) Historischer Blickpunkt, 2) Spiritualität der Regel. Die Umsetzung der Regel im Leben der hl. Teressa und des hl. Johannes vom Kreuz, 3) Hilfen zur Umsetzung der Regel im heutigen Kontext Lateinamerikas.

Im Blick auf die ersten Adressaten der Regel werden in diesem Text folgende Charakeristika bzw. Haltungen hervorgehoben: 1) Brüder und nicht Kleriker, 2) Europäer im Heiligen Land, 3) Pilger, 4) Asketen, 5) Büßer, 6) Einsiedler, 7) Bettelmönche, 8) einfache Leute, 9) Brüder, 10) Verkünder des Evangeliums. Mit Verweis auf diese letzte Charakteristik wird im genannten Text eine Art Dekalog ihrer Haltungen bzw. Qualitäten aufgelistet: 1) hörende, 2) gastfreundliche, 3) bereit, das Kreuz zu tragen, 4) treu, 5) geduldig hinsichtlich der geschichtlichen Widerwärtigkeiten, 6) dem Gebet hingegebene, 7) bedingungslos Liebende, 8) fest im Glauben an den Gott des Lebens verankerte, 9) solidarisch, 10) authentisch.

Dieser idealisierte Text endet mit folgendem Gedanken: “Diese Formen der Annäherung an die Regel aus der Sicht unserer konkreten Situation in Lateinamerika läßt uns deren Reichtum und Aktualität erkennen, wodurch wir den Herausforderungen und neuen Nöten unseres in verschiedenen Kulturen inkarnierten karmelitanisch-teresianischen Lebens antworten können”. Abschließend wird noch betont: “Die fundamentalen Werte der Regel haben auch heute ihre Bedeutung, doch bedarf es einer zeitgemäßen Aktualisierung, um sie im Heute verwirklichen zu können”.

 

Umbau des Karmel von Lisieux

 

Nachdem im Juni 2006 die entsprechenden Pläne von Seiten der zivilen Behörden in Lisieux approbiert worden waren, wurde im Oktober vergangenen Jahres mit dem bedeutsamen Bauprojekt begonnen, um so eine bessere Aufnahme der stets zunehmenden Pilger und Besucher gewährleisten zu können. Die Kapelle des Karmel wird deswegen bis zum Ende der Bauarbeiten (ca. Weihnachten 2007) geschlossen bleiben. Durch die Neugestaltung der externen Gebäude soll ein Zweifaches erzielt werden: Zum einen soll den Karmelitinnen dadurch mehr Schutz für ihr Gebetsleben und zum anderen den Pilgern und Besuchern ein leichterer Zugang zu den Gedächtnisstätten der hl. Thérèse gewährleistet werden. Darüber hinaus waren die baulichen Maßnahmen auch wegen des Alters der Bausubstanz vonnöten. Folgende Projekte sollen verwirklicht werden: 1) ein persönlicher Rundgang für Pilger durch das Gebäude, rechts von der Kapelle, 2) eine audiovisuelle Zusammenfassung des Rundganges, wo noch einmal die Erinnerungen an Thérèse anhand von Bildern, etc. gezeigt werden; in einer eigenen Ausstellung werden Erinnerungsstücke an die Heilige sowie Votivtafeln präsentiert, 3) durch den Hof führt ein Durchgang zu 4) einem großräumigen, hellen Saal, wo die Möglichkeit besteht, das Erlebte und Gesehene nochmals persönlich zu verinnerlichen bzw. mit einem Priester ins Gespräch zu kommen, 5) zum Abschluss wird man durch den Hintereinang der Kapelle zum Reliquienschrein der Heiligen geführt.

Die Kapelle steht einzig und allein für das stille Verweilen, die Liturgie der Karmelitinnen und den täglichen liturgischen Feiern des Klosters zur Verfügung. Der Reliquienschrein ist durch einen Extraeingang erreichbar, wodurch die gebotene Stille in der Kapelle gewahrt bleibt. Genanntes Projekt ist innerhalb der Kommunität der Karmelitinnen gereift, denen der bekannte französische Architekt François Pin beratend zur Seite steht. Die Kosten von 5 Millionen Euro erhofft man durch den Beitrag der zahlreichen Pilger, die nach Lisieux kommen, decken zu können. Bis jetzt haben bereits 25 000 Spender ihre Unterstützung bekundet.

Die Tageszeitung von Paris, “La Croix”, hat in ihrer Ausgabe vom14./15. April eine großen Bereicht über dieses Projekt veröffentlicht. Darin werden auch einige Meinungen von Schwestern zu diesem Projekt widergegeben: So sagt etwa Sr. Marie de la Redemptión (die älteste unter den Schwestern): “Jahrzehnte lang haben wir hier ohne Änderungen leben können, doch heutzutage verändert sich die Welt rapide, so müssen auch wir uns den Gegebenheiten anpassen.” Über den Hauptzweck dieses Projekts sind sich alle einig: Bessere Bedingungen für die Aufnahme von jährlich mehr als 500 000 Pilgern zu schaffen und dabei den Lebensraum der Karmelitinnen zu schützen. Die beiden bisher bestehenden Gebäude wurden zu einer räumlichen Einheit verbunden. Man hofft, dass die Arbeiten bis Weihnachten 2007 abgeschlossen sein werden. Die Gestaltung des Gartens vor dem Karmel übernimmt die Stadtbehörde von Lisieux.

 

100 Jahre Karmel in Cádiz (Spanien)

 

Am 19. März beging das Karmelitinnenkloster zum “Corpus Christi und zum hl. Josef” in Cádiz (Provinz Andalusien) sein 100. Gründungsjubiläum. In der Phase der Vorbereitung auf dieses Jubiläum las die Gemeinschaft die Chroniken und die entsprechenden Berichte aus der Zeit der Gründung. Auf dieses Weise versuchte sie, mit den Gründerinnen und den ersten Karmelitinnen in geistige Gemeinschaft zu treten. Während des Triduums wurde auch eines anderen 100-Jahr Gedenktages gedacht, nämlich dem des 100. Todestages der seligen Elisabeth von der Dreifaltigkeit. Am ersten Tag des Triduums stand der Diözesanbischof, Msgr. Antonio Ceballos der Eucharistiefeier vor, zusammen mit einigen Karmeliten und Diözesanpriestern als Konzelebranten. Der Eucharistiefeier des zweiten Tages stand der Provinzial von Andalusien, P. Francisco Berbell vor. Der hl. Messe am letzten Tag des Triduums stand der Bischof von Málaga, Msgr. Antonio Dorado vor. Bei den einzelnen Festpredigten wurde auf die Geschichte des Klosters, die Gnaden einer betenden Gemeinschaft und die Unterweisungen, welche uns die Selige aus Dijon schenkt Bezug genommen.

Unter den zahlreichen Gläubigen, die dieses Triduum mitfeierten, sei die große Präsenz der Mitglieder der Teresianischen Karmelgemeinschaft und der Karmelfamilie hervorgehoben. Anlässlich des Jubiläums wurde in der Kapelle eine kleine Ausstellung mit Fotographien der Gründerin, M. Teresa del Niño Jesús und der ersten Kommnität eingerichtet.

 

Ein Mitglied der Generalkurie mit dem Preis “Tomir” ausgezeichnet

 

P. Dionisio Tomás Sanchís, Archivar des Ordens im Generalat, wurde mit dem Preis “TOMIR” in der Kategorie internationale Verdienste durch die Stadt Caravaca de la Cruz (Murcia) ausgezeichnet. Dieser Preis möchte jenen Personen und Institutionen öffentliche Anerkennung aussprechen, welche sich auf besondere Weise um den Namen der Stadt und ihrer kulturellen Einrichtungen verdient gemacht haben. Die Preisverleihung, bei der P. Dionisio persönlich teilnahm, fand am 10. März 2007 statt. Gemeinsam mit Familienangehörigen und Bewohner von Caravaca wurde die Preisverleihung beim anschließenden festlichen Abendessen gefeiert.

Mit diesem Preis wurde P. Dionisio ausgezeichnet, weil er sich durch seine außerordentliche Arbeit auf dem Gebiet der humanen und spirituellen Ausbildung mehrerer Generationen von Bewohnern von Caravaca verdient gemacht hatte; hervorgehoben wurde seine Gründung des Clubs “EDITH STEIN” (1966-1987). Trotz seiner physischen und geographischen Distanz war P. Dionisio dennoch in Caravaca de la Cruz gegenwärtig, nicht zuletzt durch seine Beiträge in der Zeitschrift “Mayo” (1973-2007), oder als außerordentlicher Beichtvater während des Jubiläumsjahres 2003. Nicht vergessen wurde bei der Ehrung auch seine Sorge und sein Engagement für einzelne Mitbürder von Caravaca. Seit seinem Aufenthalt in Rom (1993) bemüht er sich, den Namen dieser Stadt in der ganzen Welt bekannt zu machen. Den Preis, eine wunderschöne Trophäe, widmete er seinem Orden, dem Teresianischen Karmel, dem er seit seinem 13. Lebensjahr angehört, sowie der Stadt Caravaca de la Cruz, wo er 21 Jahre seines Lebens verbrachte (1966-1987).          

 

In der Redaktion eingelangte Bücher

 

1) Antonio M. Zaccaria Igirukwayo, L’Eucaristia, fondamento cristologico della vita morale. Libreria Editrice Vaticana 2006, 232 pp.

2) Istituto Storico Scalabriniano, L’ecclesiologia di Scalabrini. Urbaniana University Press. Roma 2007, 684 pp.

3) Dom Xavier Perrin, osb, Regards sur l’Immaculée. Ediditons du Carmel. Toulouse 2006, 90 pp.

4) Maur de l’Enfant-Jésus, Ecrits de la maturité (1664-1689). Editions du Carmel, Toulouse 2007, 343 pp.

5) Ivan Marcil, Ecrits mystiques de Julienne de Norwich. Editions du Carmel 2007, 151 pp.

6) René Luneau, Il figlio prodigo. Editrice Queriniana. Brescia 2006, 156 pp.

7) Louis_Marie de Jésus, Bruno de Jésus-Marie, l’ami du Carmel. Echos d’une correspondance [avec Jacques Maritain]. Cahiers Jacques Maritain 55 (décembre 2006) 1-77.

8) Mgr Guy Gaucher, La vie du Père Marie-Eugène de l’Enfant-Jésus. Cerf/ Edit. du Carmel, 2007, 368 pp.

9) Antonio Unzueta, Mons. Valentín Zubizarreta, ocd. Carmelita, Obispo, Teólogo. Vitoria 2006, 395 pp.

10) Carmelo di Flumini di Quartu, Vite donate alla Chiesa da Dio. L’esperienza gioiosa delle Carmelitane Teresiane 1997-2007. Cagliari 2007, 68 pp.

11) Joseph Pérez, Thérèse d’Avila. Fayard, Paris 2007, 374 pp.

12) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo Teresiano Masculino en España. Documentación y correspondencia epistolar de los fundadores. T. I, Comienzos en Marquina. MHCT, Roma 2007, 1090 pp.

13) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo Teresiano Masculino en España. T. II, Hacia la unión de toda la Orden. MHCT, Roma 2007, 949 pp.

14) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo Teresiano Masculino en España. T. III, La primera expansión. MHCT, Roma 2007, 746 pp.

15) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo Teresiano Masculino en España. T. IV, La primera expansión (segunda parte). MHCT, Roma 2007, 737 pp.

Los cuatro volúmenes llevan la denominación común de la serie “Monumenta restaurationis Ordinis”.

16) AA. VV., La mistica parola per parola. Ancora 2007, 256 pp.

17) Mons. Vicente Cisneros Durán, arzobispo de Cuenca, Mensajes Pastorales. XVI Volumen. Cuenca, Ecuador, 2007, 5141-5551.

18) Rafael Mª Melús, o.carm., Beata María Teresa Scrilli, Carmelita 1825-1889.    Amacar, Onda 2006, 87 pp.

19) Benito Goya, Aiuto fraterno. La pratica della direzione spirituale. Edizioni Dehoniane, Bologna 2006, 208 pp.

20) Hrvatska Televizija, “Vesdin. Gradišcanski Hrva tRedovnik – Bosonogi karmelicanin Misionar Indije, Indolog, Otac poredbene indoeuropske lingvistike”. (DVD de alta calidad profesional) Zagreb 2006.

21) Szczepan T. Praskiewicz, Oddal zycie z milosci. Wadowice 2007, 144 pp.

22) Id., Wierzyc i uczuc zyciem. Kraków 2007, 65 pp.

23) Id., Z Maryia zawsze i we wszystkim. Kraków 2007, 49 pp.

24) Id., W cieniu Ostrej Bramy. Zycie Swietego Rafala Kalinowskiego. Przemysl 2001, 36 pp.

25) Id., Nabozenstwo sw. Rafala Kalinowskiego do sw. Józefa i do swietych Karmelu. Kraków 2007, 27 pp.

26) Id., Posluga duszpasterska Karmelitów Bosych wsród Polonii Amerykanskiej w Stanach Zjednoczonch. Kraków 2007 23 pp.

27) Carmelitas Descalzas, San José de Ávila. Un cielo si le puede haber en la tierra. DVD. Avila 2007.

 


     


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