INHALT
- 800 Jahre Regel des Karmelitenordens
-
Umbau des Karmels in Lisieux
-
100 Jahr Jubiläum des Karmelitinnenklosters in Cádiz (Spanien)
-
Preisverleihung an ein Mitglied der Generalkurie
-
Eingelangte Bücher
800 Jahre Regel des Karmelitenordens
Im gesamten Orden gibt es bereits zahlreiche
Feierlichkeiten anlässlich des 800. Jahrestages der
Übergabe der Regel des Hl. Albert an die Einsiedler vom
Berge Karmel im Jahre 1207. In Rom fand aus diesem
Anlass am 12. Mai eine Festmesse statt, an der die
Generalkurien der beiden Karmelzweige OCarm. und OCD
teilnahmen. Der Eucharistiefeier stand der Sekretär der
Religiosenkongregation, Msgr. Gianfranco Agostino Gardin
vor.
Im Zusammenhang des Jubiläums möchten wir auf eine
Initiative aus Lateinamerika lobend hinweisen.
Anlässlich des “VI. Festival de Artes” (25.-26. Mai),
welches in El Empalme stattfindet (Provinz Guayas,
Ecuador), hat die “Juventud Carmelitana Ecuatoriana” (JUCAE)
einen von P. Juan Arias über die Karmelregel verfassten
Text vorbereitet. Darin werden drei pädagogische Zugänge
zur Arbeit mit der Regel angeführt: 1) Historischer
Blickpunkt, 2) Spiritualität der Regel. Die Umsetzung
der Regel im Leben der hl. Teressa und des hl. Johannes
vom Kreuz, 3) Hilfen zur Umsetzung der Regel im heutigen
Kontext Lateinamerikas.
Im Blick auf die ersten Adressaten der Regel werden in
diesem Text folgende Charakeristika bzw. Haltungen
hervorgehoben: 1) Brüder und nicht Kleriker, 2) Europäer
im Heiligen Land, 3) Pilger, 4) Asketen, 5) Büßer, 6)
Einsiedler, 7) Bettelmönche, 8) einfache Leute, 9)
Brüder, 10) Verkünder des Evangeliums. Mit Verweis auf
diese letzte Charakteristik wird im genannten Text eine
Art Dekalog ihrer Haltungen bzw. Qualitäten aufgelistet:
1) hörende, 2) gastfreundliche, 3) bereit, das Kreuz zu
tragen, 4) treu, 5) geduldig hinsichtlich der
geschichtlichen Widerwärtigkeiten, 6) dem Gebet
hingegebene, 7) bedingungslos Liebende, 8) fest im
Glauben an den Gott des Lebens verankerte, 9)
solidarisch, 10) authentisch.
Dieser idealisierte Text endet mit folgendem Gedanken:
“Diese Formen der Annäherung an die Regel aus der Sicht
unserer konkreten Situation in Lateinamerika läßt uns
deren Reichtum und Aktualität erkennen, wodurch wir den
Herausforderungen und neuen Nöten unseres in
verschiedenen Kulturen inkarnierten
karmelitanisch-teresianischen Lebens antworten können”.
Abschließend wird noch betont: “Die fundamentalen Werte
der Regel haben auch heute ihre Bedeutung, doch bedarf
es einer zeitgemäßen Aktualisierung, um sie im Heute
verwirklichen zu können”.
Umbau des Karmel von Lisieux
Nachdem im Juni 2006 die entsprechenden Pläne von Seiten
der zivilen Behörden in Lisieux approbiert worden waren,
wurde im Oktober vergangenen Jahres mit dem bedeutsamen
Bauprojekt begonnen, um so eine bessere Aufnahme der
stets zunehmenden Pilger und Besucher gewährleisten zu
können. Die Kapelle des Karmel wird deswegen bis zum
Ende der Bauarbeiten (ca. Weihnachten 2007) geschlossen
bleiben. Durch die Neugestaltung der externen Gebäude
soll ein Zweifaches erzielt werden: Zum einen soll den
Karmelitinnen dadurch mehr Schutz für ihr Gebetsleben
und zum anderen den Pilgern und Besuchern ein leichterer
Zugang zu den Gedächtnisstätten der hl. Thérèse
gewährleistet werden. Darüber hinaus waren die baulichen
Maßnahmen auch wegen des Alters der Bausubstanz
vonnöten. Folgende Projekte sollen verwirklicht werden:
1) ein persönlicher Rundgang für Pilger durch das
Gebäude, rechts von der Kapelle, 2) eine audiovisuelle
Zusammenfassung des Rundganges, wo noch einmal die
Erinnerungen an Thérèse anhand von Bildern, etc. gezeigt
werden; in einer eigenen Ausstellung werden
Erinnerungsstücke an die Heilige sowie Votivtafeln
präsentiert, 3) durch den Hof führt ein Durchgang zu 4)
einem großräumigen, hellen Saal, wo die Möglichkeit
besteht, das Erlebte und Gesehene nochmals persönlich zu
verinnerlichen bzw. mit einem Priester ins Gespräch zu
kommen, 5) zum Abschluss wird man durch den Hintereinang
der Kapelle zum Reliquienschrein der Heiligen geführt.
Die Kapelle steht einzig und allein für das stille
Verweilen, die Liturgie der Karmelitinnen und den
täglichen liturgischen Feiern des Klosters zur
Verfügung. Der Reliquienschrein ist durch einen
Extraeingang erreichbar, wodurch die gebotene Stille in
der Kapelle gewahrt bleibt. Genanntes Projekt ist
innerhalb der Kommunität der Karmelitinnen gereift,
denen der bekannte französische Architekt François Pin
beratend zur Seite steht. Die Kosten von 5 Millionen
Euro erhofft man durch den Beitrag der zahlreichen
Pilger, die nach Lisieux kommen, decken zu können. Bis
jetzt haben bereits 25 000 Spender ihre Unterstützung
bekundet.
Die Tageszeitung von Paris, “La Croix”, hat in ihrer
Ausgabe vom14./15. April eine großen Bereicht über
dieses Projekt veröffentlicht. Darin werden auch einige
Meinungen von Schwestern zu diesem Projekt widergegeben:
So sagt etwa Sr. Marie de la Redemptión (die älteste
unter den Schwestern): “Jahrzehnte lang haben wir hier
ohne Änderungen leben können, doch heutzutage verändert
sich die Welt rapide, so müssen auch wir uns den
Gegebenheiten anpassen.” Über den Hauptzweck dieses
Projekts sind sich alle einig: Bessere Bedingungen für
die Aufnahme von jährlich mehr als 500 000 Pilgern zu
schaffen und dabei den Lebensraum der Karmelitinnen zu
schützen. Die beiden bisher bestehenden Gebäude wurden
zu einer räumlichen Einheit verbunden. Man hofft, dass
die Arbeiten bis Weihnachten 2007 abgeschlossen sein
werden. Die Gestaltung des Gartens vor dem Karmel
übernimmt die Stadtbehörde von Lisieux.
100 Jahre Karmel in Cádiz (Spanien)
Am 19. März beging das Karmelitinnenkloster zum “Corpus
Christi und zum hl. Josef” in Cádiz (Provinz Andalusien)
sein 100. Gründungsjubiläum. In der Phase der
Vorbereitung auf dieses Jubiläum las die Gemeinschaft
die Chroniken und die entsprechenden Berichte aus der
Zeit der Gründung. Auf dieses Weise versuchte sie, mit
den Gründerinnen und den ersten Karmelitinnen in
geistige Gemeinschaft zu treten. Während des Triduums
wurde auch eines anderen 100-Jahr Gedenktages gedacht,
nämlich dem des 100. Todestages der seligen Elisabeth
von der Dreifaltigkeit. Am ersten Tag des Triduums stand
der Diözesanbischof, Msgr. Antonio Ceballos der
Eucharistiefeier vor, zusammen mit einigen Karmeliten
und Diözesanpriestern als Konzelebranten. Der
Eucharistiefeier des zweiten Tages stand der Provinzial
von Andalusien, P. Francisco Berbell vor. Der hl. Messe
am letzten Tag des Triduums stand der Bischof von
Málaga, Msgr. Antonio Dorado vor. Bei den einzelnen
Festpredigten wurde auf die Geschichte des Klosters, die
Gnaden einer betenden Gemeinschaft und die
Unterweisungen, welche uns die Selige aus Dijon schenkt
Bezug genommen.
Unter den zahlreichen Gläubigen, die dieses Triduum
mitfeierten, sei die große Präsenz der Mitglieder der
Teresianischen Karmelgemeinschaft und der Karmelfamilie
hervorgehoben. Anlässlich des Jubiläums wurde in der
Kapelle eine kleine Ausstellung mit Fotographien der
Gründerin, M. Teresa del Niño Jesús und der ersten
Kommnität eingerichtet.
Ein Mitglied der Generalkurie mit dem Preis “Tomir”
ausgezeichnet
P. Dionisio Tomás Sanchís, Archivar des Ordens im
Generalat, wurde mit dem Preis “TOMIR” in der Kategorie
internationale Verdienste durch die Stadt Caravaca de la
Cruz (Murcia) ausgezeichnet. Dieser Preis möchte jenen
Personen und Institutionen öffentliche Anerkennung
aussprechen, welche sich auf besondere Weise um den
Namen der Stadt und ihrer kulturellen Einrichtungen
verdient gemacht haben. Die Preisverleihung, bei der P.
Dionisio persönlich teilnahm, fand am 10. März 2007
statt. Gemeinsam mit Familienangehörigen und Bewohner
von Caravaca wurde die Preisverleihung beim
anschließenden festlichen Abendessen gefeiert.
Mit diesem Preis wurde P. Dionisio ausgezeichnet, weil
er sich durch seine außerordentliche Arbeit auf dem
Gebiet der humanen und spirituellen Ausbildung mehrerer
Generationen von Bewohnern von Caravaca verdient gemacht
hatte; hervorgehoben wurde seine Gründung des Clubs
“EDITH STEIN” (1966-1987). Trotz seiner physischen und
geographischen Distanz war P. Dionisio dennoch in
Caravaca de la Cruz gegenwärtig, nicht zuletzt durch
seine Beiträge in der Zeitschrift “Mayo” (1973-2007),
oder als außerordentlicher Beichtvater während des
Jubiläumsjahres 2003. Nicht vergessen wurde bei der
Ehrung auch seine Sorge und sein Engagement für einzelne
Mitbürder von Caravaca. Seit seinem Aufenthalt in Rom
(1993) bemüht er sich, den Namen dieser Stadt in der
ganzen Welt bekannt zu machen. Den Preis, eine
wunderschöne Trophäe, widmete er seinem Orden, dem
Teresianischen Karmel, dem er seit seinem 13. Lebensjahr
angehört, sowie der Stadt Caravaca de la Cruz, wo er 21
Jahre seines Lebens verbrachte (1966-1987).
In der Redaktion eingelangte Bücher
1) Antonio M. Zaccaria Igirukwayo, L’Eucaristia,
fondamento cristologico
della vita morale.
Libreria Editrice Vaticana 2006, 232 pp.
2)
Istituto Storico Scalabriniano, L’ecclesiologia di
Scalabrini. Urbaniana University Press. Roma 2007,
684 pp.
3)
Dom Xavier Perrin, osb, Regards sur l’Immaculée.
Ediditons du Carmel.
Toulouse 2006, 90 pp.
4) Maur de l’Enfant-Jésus, Ecrits de la maturité
(1664-1689). Editions du Carmel, Toulouse 2007, 343
pp.
5) Ivan Marcil, Ecrits mystiques de Julienne de
Norwich. Editions du Carmel 2007, 151 pp.
6) René Luneau, Il figlio prodigo.
Editrice Queriniana. Brescia 2006, 156 pp.
7) Louis_Marie de Jésus, Bruno de Jésus-Marie, l’ami
du Carmel. Echos d’une correspondance [avec Jacques
Maritain]. Cahiers Jacques Maritain 55 (décembre
2006) 1-77.
8) Mgr Guy Gaucher, La vie du Père Marie-Eugène de
l’Enfant-Jésus. Cerf/ Edit. du Carmel, 2007, 368 pp.
9) Antonio Unzueta, Mons. Valentín Zubizarreta, ocd.
Carmelita, Obispo, Teólogo. Vitoria 2006, 395 pp.
10) Carmelo di Flumini di Quartu, Vite donate alla
Chiesa da Dio. L’esperienza gioiosa delle Carmelitane
Teresiane 1997-2007. Cagliari 2007, 68 pp.
11) Joseph Pérez, Thérèse d’Avila.
Fayard, Paris 2007, 374 pp.
12) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo
Teresiano Masculino en España. Documentación y
correspondencia epistolar de los fundadores. T. I,
Comienzos en Marquina. MHCT, Roma 2007, 1090 pp.
13) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo
Teresiano Masculino en España. T. II, Hacia la
unión de toda la Orden. MHCT, Roma 2007, 949 pp.
14) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo
Teresiano Masculino en España. T. III, La primera
expansión. MHCT, Roma 2007, 746 pp.
15) Julián Urkiza, Reimplantación del Carmelo
Teresiano Masculino en España. T. IV, La primera
expansión (segunda parte). MHCT, Roma 2007, 737 pp.
Los cuatro volúmenes llevan la denominación común de la
serie “Monumenta restaurationis Ordinis”.
16) AA. VV., La mistica parola per parola. Ancora
2007, 256 pp.
17) Mons. Vicente Cisneros Durán, arzobispo de Cuenca,
Mensajes Pastorales. XVI Volumen. Cuenca,
Ecuador, 2007, 5141-5551.
18) Rafael Mª Melús, o.carm., Beata María
Teresa Scrilli, Carmelita 1825-1889. Amacar, Onda
2006, 87 pp.
19) Benito Goya, Aiuto fraterno. La pratica della
direzione spirituale. Edizioni Dehoniane, Bologna
2006, 208 pp.
20) Hrvatska Televizija, “Vesdin. Gradišcanski Hrva
tRedovnik – Bosonogi karmelicanin Misionar Indije,
Indolog, Otac poredbene indoeuropske lingvistike”.
(DVD de alta calidad profesional) Zagreb 2006.
21) Szczepan T. Praskiewicz, Oddal zycie z milosci.
Wadowice 2007, 144 pp.
22) Id., Wierzyc i uczuc zyciem. Kraków 2007, 65
pp.
23) Id., Z Maryia zawsze i we wszystkim. Kraków
2007, 49 pp.
24) Id., W cieniu Ostrej Bramy.
Zycie Swietego Rafala Kalinowskiego.
Przemysl 2001, 36 pp.
25) Id., Nabozenstwo sw. Rafala Kalinowskiego do sw.
Józefa i do swietych Karmelu.
Kraków 2007, 27 pp.
26) Id., Posluga duszpasterska Karmelitów Bosych
wsród Polonii Amerykanskiej w Stanach Zjednoczonch.
Kraków 2007 23 pp.
27) Carmelitas Descalzas, San José de Ávila. Un cielo
si le puede haber en la tierra. DVD. Avila 2007.