Curia Generalizia dei Carmelitani Scalzi - Corso d'Italia, 38 - 00198 ROMA - Italia
email ocdinfo@pcn.net              Tel. +39-06-854431           Fax +39-06-85350206

[ ]   [ NACHRICHTEN ]  [ GENERALKURIE ]  [ O.C.D. HOMEPAGES ]  [ ADRESSEN ]  [ OCDS ]

   English    Italiano  Español      Français  Deutsch 

News - Nachrichten    << N° 84 >>   01.07.2007
[
]  [ ]

 
COMMUNICATIONES N. 84


INHALT

 

- Baldige Seligsprechung mehrer Märtyrer aus dem Karmel

- Neue Karmelitanische Mission

- Die NGO des Ordens

- Nochmals über Indonesien

- Die Provinz von Paris

 

 

Baldige Seligsprechung mehrerer Märtyrer aus dem Karmel

 

      Am kommenden 28. Oktober werden in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern 498 Märtyrer aus der Zeit des Spanischen Bürgerkrieges (1936-1939) seliggesprochen. In einer eigenen Stellungnahme vom 12. Juni präzisierte die Spanische Bischofskonferenz, dass es sich bei diesen Opfern nicht um “Märtyrer des Bürgerkrieges”, sondern um “Märtyrer der religiösen Verfolgung in Spanien” handle. Bereits in der Vergangenheit gab es Seligsprechungen von Märtyrern aus dieser Zeit, wie etwa unsere drei Karmelitinnen aus Guadalajara, welche am 29. März 1987 als erste in dieser Reihe von Märtyrern dieser Epoche Spaniens seliggesprochen wurden. Für die Zukunft sind noch weitere Seligsprechungen zu erwarten, sobald die entsprechenden kanonischen Verfahren abgeschlossen sind.

Die Gruppe von 498 Märtyreren, welche heuer selig gesprochen wird, besteht aus 2 Bischöfen, 24 Weltpriestern, 462 Ordensleuten, 1 Diakon, 1 Subdiakon und 7 Laien. Unter den Ordensleuten sind folgende aus unserem Orden: 1) Eufrasio del Niño Jesús (1897-1934) aus der Provinz Burgos, der während der Revolution im Oktober 1934 in Oviedo ermordet wurde. Des weiteren 16 Mitbrüder aus Barcelona, die im Juli 1936 das Martyrium erlitten: 2) Lucas de San José (1872-1936), der bekannte Autor des Buches “La santidad en el claustro”, einem Kommentar zu den “Cautelas” des Hl. Johannes vom Kreuz, 3) Jorge de San José (1889-1936), 4) Jaime de Santa Teresa (1886-1936), 5) Juan José de Jesús Crucificado (1911-1936), 6) Romualdo de Santa Catalina (1866-1936), 7) Pedro Tomás de la Virgen del Pilar (1893-1936), aus der Provinz Aragón-Valencia, 8) Luis Mª de la Merced (1902-1936), 9) José Mariano de los Ángeles (1912-1936), 10) Marcelo de Santa Ana, (1914-1936), 11) Antonio Mª de Jesús (1907-1936), 12) Alfonso del Sagrado Corazón de María (1905-11936), 13) Eduardo del Niño Jesús (1897-1936), 14) Gabriel de la Anunciación (1908-1936), 15) Joaquín de San José (1914-1936), 16) José Casas Ros (1916-1936), Seminarist und Cousin von Joaquín de San José.

     Hinzu kommen weitere 16 Märtyrer aus der Provinz von Kastilien, welche im Juli 1936 in Toledo das Martyrium erlitten: fünf Priester, acht Professen und drei Laienbrüder: 17) Eusebio del Niño Jesús (1888-1936), 18) Nazario del Sagrado Corazón (1901-1936), 19) Pedro José de los Sagrados Corazones (1861-1936), 20) Ramón de la Virgen del Carmen (1896-1936), 21) Tirso de Jesús María (1889-1936), 22) José Agustín del Santísimo Sacramento (1912-1936), 23) Hermilio de San Eliseo (1913-1936), 24) Eliseo de Jesús Crucificado (1913-1936), 25) Perfecto de la Virgen del Carmen (1914-1936), 26) Melchor del Niño Jesús (1914-1936), 27) Constancio de San José (1914-1936), 28) Félix de la Virgen del Carmen (1912-1936), 29) Plácido del Niño Jesús (1912-1936), 30) José Mª de la Dolorosa (1901-1936), 31) Daniel del Niño Jesús (1908-1936), 32) Clemente de los Sagrados Corazones (1911-1936).

Des weiteren gehören zu dieser großen Gruppe vier Schwestern der Carmelitas Misioneras: 33) Esperanza de la Cruz, 34) María Refugio de San Ángelo, 35) Daniela de San Bernabé, 36) Graciela de San Juan de la Cruz und 37) Apolonia Lizarraga del SS. Sacramento, eine Karmelitin “de la Caridad” (1867-1936), Generaloberin ihrer Kongregation, welche das makabreste Martyrium erlitt, welches man sich nur vorstellen kann.

Die Spanische Bischofskonferenz verfasste anlässlich der bevorstehenden Seligsprechung einen Hirtenbrief mit dem Titel, “Vosotros sois la luz del mundo” (“Ihr seid das Licht der Welt”), in dem sie jeglichen politischen Beigeschmack dieser personenmäßig großen Seligsprechung abweist und einzig das treue Glaubenszeugnis dieser Märtyrer hervorhebt. Aus dieser Epoche gibt es noch weitere karmelitanische Märtyrer, deren Prozess in Kürze abgeschlossen sein wird. Es handelt sich hierbei um die Gruppe von Märtyrern aus Tarragona und aus der Provinz von Aragón-Valencia.

 

Neue karmelitanische Mission in Chhattisgarh (Indien)

 

Drei Priester und zwei Brüder in Ausbildung aus der Provinz von Tamilnadu evangelisieren seit einigen Monaten in Chhuhipali. Es handelt sich um ein Gebiet im Bezirk von Mahasamund, im Bundesstaat von Chhattisgarh im Norden von Indien. Das Gebiet liegt auf dem Weg von Mumbai (Bombay) nach Kalkutta (Calcutta), ca. 175 km von Raipur, der Hauptstadt dieses Bundesstaates, entfernt. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Bargarh (Bundesstaat von Orissa), also etwa 60 km von Chhuhipali entfernt.

Dieses ländlich geprägte Gebiet weist eine hohe Armutsrate auf. Die Mehrzahl der Einwohner gehört der Gruppe der “dalits” an, also der untersten sozialen Schicht Indiens. Viele von ihnen sind sog. “adivasis”, die in der Ebene und in den Wäldern leben. Da sie gesellschaftlich als Unberührbare und Unreine betrachtet werden, werden sie in allen Bereichen des sozialen und religiösen Lebens diskriminiert. Als Außenseiter der Gesellschaft leben sie in kleinen Hütten am Rande der Städte. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus gekochtem Reis. Es gehört zum alltäglichen Erscheingunsbild, dass die verwahlosten Kinder bereits arbeiten müssen.

Unsere karmelitanischen Missionare leben in einem bescheidenen Haus, welches ihnen von der Diözese zur Verfügung gestellt wurde. Sie bemühen sich um die soziale, ökonomische, kulturelle und religiöse Entwicklung dieser Bevölkerungsschicht. Zu diesem Zweck erlernen sie zur Zeit die Sprache dieser Region. Als notwendigste materielle Erstmaßnahme erweist sich der Bau von Brunnen, um Trinkwasser zu gewährleisten.

 

Die NGO des Orden in den Vereinten Nationen

 

      Um wiederholten Fragen zu diesem Thema eine Antwort zu geben, wiederholen wir die Information, welche seinerzeit bereits grundlegend verbreitet wurde. Im Brief vom 19. März 2001 teilte Paul Hoeffel, der Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit der UNO, unserem damaligen Generaloberen, P. Camilo Maccise mit, dass mit 17. März jenes Jahres unser Orden als eine NGO (“Non Governmental Organisation”) unter dem exakten Titel “Order of Discalced Carmelites” registriert worden ist. Besagtes Schreiben bittet um Mitteilung unserer Aktivitäten, Initiativen, Veröffentlichungen und um jegliches Material, das sich auf die NGO bezieht. Im Gegenzug wird uns die Möglichkeit eröffnet, an allen Treffen der UNO als Beobachter teilzunehmen. So erhält z.B. das Sekretariat für die Missionen unseres Ordens zweimal im Jahr eine derartige Einladung.

Zudem haben wir das Recht, Informationsmaterial der UNO zu konsultieren. Genanntes Schreiben präzisiert jedoch, dass unsere NGO, d.h. der “Order of Discalced Carmelites”, keine Eingliederung in das System der UNO darstellt und somit auch nicht deren Privilegien, Immunitäten und speziellen Statuten teilt. Das genannte Dokument, welches dem Generaloberen unseres Orden ausgestellt wurde, muss alljährlich erneuert werden.

 

Nochmals über Indonesien

 

Die Zeitschrift “Flos Carmeli” der Provinz von Manjummel (Indien) veröffentlicht in seiner neuesten Ausgabe (April 2007) ein langes und aufschlussreiches Interview mit P. Ubaldus Ramachankuzhy, einem Missionar in Indonesien. Wir wollen einige seiner Antworten kurz wieder bringen:

- Die Mission von Indonesien erlebt derzeit ein intensives Aufblühen. Als ich im Jahre 1991 in diese Mission kam, beschränkte sich unsere Präsenz allein auf die Niederlassung in Bajawa, in der Diözese von Ende. Um bestehen zu können bedurfte es die Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten. Nach erfolgreicher Überwindung derselben erfreuen wir uns nun eines guten Zustandes. Gegenwärtig haben wir sechs Kommunitäten, von denen vier kanonisch errichtet sind (Bajawa, Kupang, Semarang und Sumba). Zur Zeit arbeiten wir in den Diözesen von Ende, Bali, Kupang, Semarang und Sumba. Aufgrund unseres Enthusiasmus und unseres missionarischen Einsatztes gibt es Einladungen von anderen Diözesen, wie etwa von Sumatra, Bhandu und anderen Teilen Indonesiens. Wenn wir das stete Wachstum unserer Mitgliederzahl und auch des missionarischen Einsatzes betrachten, so können wir unmöglich diese Angebote zurückweisen. Erwähnenswert scheint uns die sehr herzliche und anspornende Haltung von Seiten des Erzbischofs von Ende, der uns neben anderen Zeichen der Wertschätzung auch ein großes Grundstück überlassen hat, um in seiner Diözese zu arbeiten.

Es seien hier noch die statistischen Daten der Mitbrüder erwähnt, welche uns P. Ubaldus mitteilt: 4 Karmeliten aus Indien, 19 Patres aus Indonesien, 3 Theologiestudenten, 3 Studenten im pastoralen Jahrgang, 29 Studenten der Philosophie, 11 Novizen und 28 Postulanten. Der Karmel in Indonesien ist eine Verheißung, die sich nun verwirklicht hat, und das alles in einem sehr kurzen Zeitraum, nämlich seit 1982.

 

Die Provinz von Paris

 

     Diese französische Provinz besteht aus vier Kommunitäten im Norden der Loire, sowie aus der alten Mission in Bagdad (Irak). Einige der Mitbrüder sind in Gemeinschaften außerhalb der Provinz tätig, wie z.B. in Vaux sous Chèvremont (Belgien), im Heiligen Land, und in Ávila-Rom. Insgesamt gibt es in dieser Provinz 43 Mitbrüder mit Profess. Die Gründung des Konvents in Paris geht auf das Jahr 1611 zurück. Elf der Mitbrüder sind in verschiedenen apostolischen Aufgaben tätig. Die vier Studenten mit eifnacher Profess studieren im Zentrum “Sèvres” der Jesuiten.

     Das Kloster in Avon-Fontenebleau beherbergt ein Spiritualitätszentrum, das erste des Ordens, nachdem das bekannte Kollegium aus der Zeit des berühmten Märtyrers, P. Jacques aufgehoben worden war und dieses 1960 als geistliches Zentrum seinen Fortbestand hatte. Im Kloster sind außerdem das Postulantat und das Noviziat untergebracht. Mit seinen sieben Mitbrüdern leistet die Kommunität von Lille ihr Apostolat im Dienst der Universität und der Stadt. Im Konvent sind auch Räumlichkeiten für die Universitätsstudenten eingerichtet. Die Kommunität von Lisieux besteht derzeit aus drei Mitbrüdern und ist offen, Mitbrüder aus anderen Provinzen des Ordens aufzunehmen. Die Kommunität leistet verschiedene Dienste in der Aufnahme und Betreuung der Pilger, die nach Lisieux kommen.

     Die Kommunität von Bagdad besteht aus drei Patres (zwei Iraker und ein Spanier) und vier Mitbrüdern mit einfacher Profess. In ihrer Kirche “U.L.F. von Fatima” sind sie direkte Mitarbeiter des aus dem Libanon stammenden lateinischen Erzbischofs von Bagdad, Msgr. Jean-Benjamin Sleiman OCD. Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1623 zurück.

     Im Bereich der Provinz gibt es zwei der vier Föderationen der Karmelitinnen Frankreichs.

     Für weitere Informationen verweisen wir auf die Internetseite: www.carmel.asso.fr (Province-de-Paris-des-Carmes).

 


     


[ ]  [ NACHRICHTEN ]  [ GENERALKURIE ]  [ Fr. GENERAL ]  [ O.C.D. HOMEPAGES ]  [ ADRESSEN ]  [ OCDS ]
www.ocd.pcn.net
   information office    -    webmaster


Updated 06 lug 2007
Page maintained by O.C.D. General House