INHALT
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Karmelit wird Bischof in Venezuela
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Angriffe von Seiten der Hindus auf Karmeliten in Indien
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Heiligtum der Muttergottes vom Berge Karmel in China
gefährdet
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Karmelitanischer Aufschwung in Callao (Peru)
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Sommerpause der Communicationes
KarmELIT WIRD BISCHOF IN VENEZUELA
Der “Osservatore Romano” und Radio Vatikan haben am 30.
Juni die Ernennung von
P. Cástor Oswaldo
Azuaje Pérez von der Jungfrau vom Karmel zum
Weihbischof von Maracaibo (Venezuela) bekannt gegeben.
Msgr. Oswaldo Azuaje wurde am 19. Oktober 1951 in dieser
für die Erdölproduktion berühmten Stadt im Schoß einer
Familie mit sechs Kindern geboren. Durch die
Unbeschuhten Karmelitinnen von Mérida kam er zum Karmel.
Sein Noviziat verbrachte er im Desierto de las Palmas (Spanien),
da zur damaligen Zeit Venezuela zur Provinz von
Aragón-Valencia gehörte. Die erste Profess legte er am
12. Oktober 1968 ab. Nach drei Jahren des
Philosophiestudiums absolvierte er ein Jahr der
Theologie am Berg Karmel (1971-1972) und die letzten
zwei Jahre am Teresianum in Rom (1972-1975). Im Dezemer
1975 wurde er zum Priester geweiht. Die weiterführenden
Studien beschloss er 1978 an der Academia Alfonsiana in
Rom mit dem Doktorat in Moraltheologie.
Seine erste Aufgabe im Orden war als Ausbildner in Costa
Rica, wo er zugleich Sekretär der Superiorenkonferenz
und Direktor der theologischen Zeitschrift “Senderos”
war. Im Jahr 1984 kehrte er in seine Heimat Venezuela
zurück, wo er als Ausbildner, Professor am Seminar
“Divina Pastora” und Provinzdelegat der Karmeliten
wirkte. Von 1994 bis 1995 besuchte er den Kurs in userem
Internationalen Zentrum in Avila. Nach seiner erneuten
Rückkehr nach Venezuela war er dort von 1996 bis 1999
Generaldelegat, Novizenmeister, Professor und Spiritual
am Seminar von Mérida, sowie Bischofsvikar für die
Ordensleute. Seit 2005 war er zum wiederholten Male
Generaldelegat unseres Ordens in Venezuela.
In einem persönlichen Schreiben teilte der neue
karmelitanische Würdenträger folgendes mit: “Den Orden
zu lassen, wo ich Raum und Luft zum leben hatte, ist
nicht leicht; im Gegenteil, es ist sogar sehr hart für
einen, der zwar ein Sünder ist, wie ich es bin, aber in
diesem großen “mütterlichen Schoß” leben durfte und
alles vom Teresianischen Karmel erhalten hat...”
Neben dem Spanischen spricht Msgr. Oswaldo Azuaje
Englisch, Portugiesisch und Französisch. Sein “Hobby”
ist die Musik. Die Bischofsweihe wird am 1. September in
Maracaibo statt finden; als Titularsitz wurde ihm
Vertara zugewiesen. In seinem bischöflichen Wappen
erinnern die drei Sterne sowie der Spruch aus der
Karmelregel, “In der Nachfolge Christi leben” (“In
obsequio Iesu Christi vivere”) an seine karmelitanische
Herkunft.
ANGRIFFE VON HINDUS AUF KARMELITEN
Eine bittere Erfahrung von Hinduextremisten haben unsere
Mitbrüder im Kloster von Koteshwar (Provinz
Karnataka-Goa) in Indien gemacht. Seit 1998 ist dieses
Haus auch Ausbildungskloster. Am Vormittag des 25. Juni,
gegen 9.30, begleitete der Obere des Hauses, P.
Sylvester Pereira,Fr. Joyson
Saldanha und den Aspiranten John Pradeep zum nahe
gelegenen Spital. Begleitet wurden die drei vom Koch des
Konvents, Herrn Mukunk Bhandary sowie von einem
befreundeten Nachbarn, Herrn Valerian D’Silva.
Unerwarteterweise stellten sich ihnen plötzlich vier
Hinduextremisten in den Weg und beschuldigten die
Karmeliten, Zwangsmissionierung zu betreiben. Unsere
Mitbrüder und ihre Begleiter wurden dann sogar von den
vier Hindus geschlagen. Der Prior wurde am Nacken
gepackt, von der Stiege hinuntergezerrt und mit Füßen
getreten,und ihm dadurch auch
einige Zähne ausgeschlagen. Dank des Einschreitens vom
Ortspfarrer, P. AnthonyLobo, und dem örtlichen
Polizeiinspektor, Valentin D’Souza, konnten sie aus der
Gewalt der Hinduextremisten befreit werden. Dennoch
wurden alle zusammen zur Polizeistation in Kundapur
gebracht, wobei die Aggressoren immer wieder
behaupteten, sie hätten nur eine aktuelle
Zwangsbekehrung verhindern wollen. Zwei Stunden lang
blieben sie im Polizeigewahrsam, ohne Möglichkeit mit
Außenstehenden Kontakt aufzunehmen.
Letztendlich wurde die Gruppe freigelassen, da sie
vorgaben, die Identität des Priesters verwecheselt zu
haben. Unsere Mitbrüder wurden im Spital von Chinmayi
versorgt. Der Anführer dieser kleinen Gruppe, Ramanna
Shetty, war nur kurze Zeit in Haft. Die anderen drei
wurden ebenfalls ausgeforscht, jedoch nicht verhaftet.
Die veranwortlichen Behörden und die Plizei vor Ort
haben diesen Vorfall bedauert und zugesagt, der Sache
nachzugehen. Der Zwischenfall wurde auch dem
Innenministerium von Karnataka gemeldet. Der Provinzial
von Karnataka-Goa, P. Dominic Vas, unterstrich, dass die
Präsenz und das Apostolat unserer Mitbrüder in dieser
Region sehr geschätzt werden.
Der Erzbischof von Gandhinagar und Sekretär der
Indischen Bischofskonferenz, Msgr. Stanislaus Fernández,
hat diese Gewalttat gegen die Karmeliten und ihre vier
Begleiter öffentlich verurteilt. Dem öffentlichen
Protest schloß sich auch der Exparlamentarier,
Vinaykumar Sorake an, der meinte, “diese Gewalttat
erfülle die ganze zivile Gesellschaft mit Schande”.
Ebenso bekundete der aktive Parlamentarier,
Prathpchandra Shetty, seine Empörung über diesen
Vorfall. Die beiden forderten die Polizei auf, der
Angelegenheit gründlich nachzugehen.
Solidaritätskundgebungen gab es auch in anderen größeren
Städten, wie z.B. in Mysore und Mangalore.
Dank verschiedener Nachrichtenagenturen, wie z.B. der
“Asia News” und auch durch die Internetsuchmaschine
“Google” wurde dieser Vorfall einer breiten
internationalen Öffentlichkeit bekannt und bewirkte
zahlreiche Kundgebungen gegen Intoleranz und religiösen
Extremismus in Indien.
WALLFAHRTSKIRCHE UNSERER FRAU VOM
KARMEL
IN CHINA GEFÄHRDET
Ohne die großen Hoffnungen zu schmälern, welche der
kürzlich von Papst Benedikt XVI. an
alle Katholiken der Volksrepublik China gerichtete
Apostolische Brief (unterzeichnet am 27. Mai 2007;
veröffentlicht am 30. Juni 2007) erweckte, so trübt doch
die folgende Nachricht das weltweite Fest Unserer Lieben
Frau vom Berge Karmel. Die Regierung von Henan hat
nämlich beschlossen, durch Sprengung ein altehrwürdiges
Heiligtum der Jungfrau vom Karmel zu zerstören.
Anfänglich verscuhte man, die Wallfahrten zu dieser
Kirche anlässlich des Patroziniums zu verhindern. An
dieser Wallfahrt nahmen an die 40-50.000 Gläubige teil.
Dieses bekannte Heiligtum befindet sich in Tianjianjin,
im Bezirk von Linxian, in der Diözese von Anyang und
liegt auf einem Berg mit herrlichem Ausblick auf die
weiten Täler. Errichtet wurde diese Kirche 1903 vom
Apostolischen Vikar von Nord- Henan, Msgr. Stefano
Scarsella, einem Missionar der PIME. Wenige Jahre danach
wurde diese neugotische Kirche während des
chinesisch-japanischen Krieges zerstört; ein weiteres
Mal zerstörten sie die Roten Garden in den 1960er
Jahren. Seit 1979 wurden wieder Wallfahrten von den
Gläubigen organisiert, die viele Kilometer zu Fuß
dorthin pilgern. Die Pilger versammeln sich vor einer
Statue Unserer Frau vom Berge Karmel, die noch aus dem
ersten Kirchenbau stammt und in einer der Lourdes-Grotte
ähnlichen Höhle aufgestellt ist. Heuer beschloss man den
Wiederaufbau der Kirche, sowie die Errichtung des großen
Kreuzwegs im Freien. Zahlreiche Personen haben diese
Idee finanziell unterstützt, indem sie eigene Wertsachen
spendeten oder freiwillig mitarbeiteten.
Um den Ernst des Entschlusses deutlich zu machen,
nämlich die Wallfahrten zu untersagen, hat die Regierung
genau für den 16. Juli ein Militärmanöver mit ca. 700
Soldaten im Bereich des Heiligtums angekündigt. Aus
diesem Grund wurde auch die Straße zum Wallfahrtsort
abgesperrt. Ein Beschluss vom 14. Mai bezeichnet die
Wallfahrten als “illegale religiösen Aktivitäten”.
Es besteht der Verdacht, dass die Regierung mit ihrer
Härte das Ziel verfolgt, auf diesem wunderschönen Platz
schlussendlich ein Hotel zu errichten. Ein Sprecher von
Bürgergruppen drückt dies so aus: “Diese Entscheidung
ist ein harter Schlag. Doch wir haben keine Angst und
werden weiter uns mühen, um unsere legitimen Rechte zu
verteidigen...”
KARMELITANISCHER AUFSCHWUNG IN
Callao (PerU)
Am 16. Juli findet das Marianische Jubiläumsjahr,
welches zu Ehren der Jungfrau vom Karmel in Callao
ausgerufen wurde, seinen Abschluss. Callao befindet sich
im westlichen Zentrum des alten Reichs der Azteken. Dort
befindet sich auch der Bezirk des Karmels von La Legua-Reynoso,
der am 4. Dezember 1964 gegründet worden ist. An dieser
Stelle befand sich in früheren Jahrhunderten eine alte
Einsiedelei mit einem wundertätigen Bild der Jungfrau
vom Karmel aus dem Jahre 1606. Anlässlich des 400-Jahr-Jubiläums
dieses Bildes gewährte Papst Benedikt XVI.
durch die Apostolische
Pönitentiarie (Dekret Prot. N. 338/06/1) die für ein
Jubiläumsjahr üblichen Privilegien. Seit dem 14. April
1994 hat die Einsiedelei den Status einer
Wallfahrtskirche.
Im Jahr 1901 wurde die Gemeinschaft Unserer Frau vom
Karmel ins Leben gerufen. Seit 1923 werden von Seiten
der Bruderschaft die alljährlichen Prozessionen
anlässlich des Festes am 16. Juli durchgeführt. 1944
wurde die Bruderschaft der Fischer zu Ehren des Bildes
gegründet. Die Jungfrau vom Karmel war und ist das Herz
relgiösen Lebens in Callao. Vor diesem Bild betete einst
Papst Johannes Paul II. anlässlich
seines pastoralen Besuchs in Peru im Februar 1985. Das
zu Ende gehende Marianische Jubeljahr hat einen
deutlichen Zuwachs an Wallfahrten zur Patronin von
Callao verzeichnen können.
SOMMErpAUSE DER COMMUNICATIONES
Wie jedes Jahr, so werden die Communicationes
auch heuer wieder bis 15. September eine Sommerpause
haben.
Das Redaktions- und Übersetzungsteam der Communicationes:
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Dámaso Zuazua (Redakteur),
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Isidoro D’Silva und Carlo Dalla Valle (Technik für
Internet),
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Agostino Cappelletti, (Übersetzung auf Italienisch),
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George Mangiaracina (vorübergehender Übersetzer auf
Englisch),
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Sr. Marie-Claire de la Croix aus dem Karmel in
Villefranche de Rouergue, (Übersetzung auf Französisch),
-
Michael Obermayr (Übersetzung auf Deutsch),
wünscht
dem Orden und der gesamten karmelitanisch-teresianischen
Familie ein gesegnetes Fest unserer Mutter und Schwester,
der Jungfrau vom Berge Karmel.
Für außergewöhnlicher oder dringender Nachrichten wird
das Team im Bedarfsfall seine Arbeit trotz der
Sommerpause aufnehmen.