INHALT:
- Über das
Erdbeben in
Peru
- Der
Brief der
Generaloberen zum
Jubiläum
der
Karmelregel
- P. Mario Caprioli in
Rom
verstorben
- Nachrichten
aus dem
Irak
- Neuer
Kongress
über
die Mystik
Über das Erdbeben in
Peru
Während
der
europäischen Sommerpause
von
Juli bis September
veröffentlichten
die
Communicationes einen
Sonderbeitrag
über das
Erdbeben in
Peru (15.
August 2007)
und
berichteten darin
über
die Folgen
dieser
Naturkatastrophe für
unsere
Brüder und
Schwestern in
diesem
Regionalvikariat, einer
Gründung
der
Provinz Navarra. Zahlreiche
Kommunitäten haben
sich
auf diese Nachricht
hin
gemeldet und
ihre
Anteilnahme zum Ausdruck
gebracht,
sowie
ihre Bereitschaft
zur
Mithilfe beim
Wiederaufbau
bekundet (vgl.
http://www.ocd.pcn.net/news/peruES.htm)
Das Sekretariat
für die
Missionen des
Ordens,
mit Sitz
im
Generalat in Rom,
übermittelt
die
erhaltenen Hilfen
an die
Betroffenen in
Peru
als Antwort
auf
genannten Aufruf
zur
Solidarität. Bis dato haben
sich zwei
Provinzen
aus
Italien, eine
Föderation
sowie
mehrere Klöster
der
Unbeschuhten Karmelitinnen
gemeldet.
Andere
Gemeinschaften haben direkt
geholfen.
Die
Provinz von Navarra,
von der
das Regionalvikariat
von
Peru abhängt,
hat auf
ihren
eigenen Wegen
die
Unterstützungen übermittelt.
Wichtig
und erfreulich
ist die
Tatsache,
dass
der Orden diesen unseren
in Not
geratenen Brüdern
uns
Schwestern auf
solidarische
Weise
seine Anteilnahme
erwiesen
hat.
Der Brief der
Generaloberen
anlässlich des
Jubiläums
der
Karmelregel
Am
16. Juli,
dem
Hochfest U.L.F.
vom
Berge Karmel,
unterschrieben
die
beiden Generaloberen,
P. Joseph Chalmers
OCarm.
und P. Luis
Arostegui OCD
gemeinsam den
Brief,
welchen sie
anlässlich des 800
Jahrjubiläums
der
Karmelregel verfasst
hatten.
Der Brief
richtet
sich an
alle
Zweige unserer
Ordensfamilie.
Dankbar
richtet das Schreiben
einen
Lobpreis an
Gott
für alle
Heiligen,
bekannte
oder
unbekannte, welche
während
dieser 800 Jahre in
der
Nachfolge Jesus
Christi (“in obsequio
Jesu
Christi”) nach
der
Regel des Karmel
gelebt haben.
Dieser
in mehreren
Sprachen
übersetzte
Brief
wurde bereits
an die
einzelnen
Kommunitäten
geschickt.
Allen
Lesern von
COMMUNICATIONES bieten
wir
eine erneute
Lektüre
unter der
folgenden
Adresse
an:
http://www.ocd.pcn.net/reg800ES.htm
P. Mario Caprioli in
Rom
verstorben
1928- 2007
Am
Nachmittag des 21.
Juli,
gegen 19.15 Uhr,
verstarb P. Mario
Caprioli (Prov.
Venedig)
im
römischen Krankenhaus
San Camillo.
Am
Vormittag des 18. Juli
stürzte P. Mario
auf
einer Außenstiege des
Teresianums
und zog
sich
ein schweres
Schädel-Hirn-Trauma
zu.
Nach der
Notoperation
blieb
er bis zu
seinem
Tod im
Koma.
P. Mario wurde
am 20.
Februar 1928 in Remedillo (Brescia/Italien)
geboren.
Nach
seiner humanistischen
Ausbildung
im
Kolleg von Adro
(1939-1944) legte
er am
27. August 1945
seine
ersten Gelübde
ab. Zum
Theologiestudium wurde
er ins
Internationale
Kolleg
nach Rom
geschickt,
wo er
1953 das Lizenziat
und 1955 das
Doktorat
erlangte. Seine
Dissertation
verfasste
er zum
Thema “Gebet
und
Tugenden nach
der hl.
Teresa von
Jesus”.
Veröffentlicht wurde
seine
Arbeit auf
Spanisch in
der
Zeitschrift “Revista de Espiritualidad (Madrid
1959, pp. 467-503; 1960, pp. 39-50).
Von 1954-1961
war er
Professor
im
Kolleg von
Venedig.
Von 1961-1963
war er
Prior unseres
Konvents in
Trient.
Anschließend wurde
er zum
Vizerektor ans
Teresianum
nach
Rom gerufen
(1963-1966), wo
er bis
zu seinem
Lebensende
verblieb
und als
Sekretär
der
Fakultät und
v.a.
als Professor
wirkte.
Von 1976 bis 1979 bekleidete
er auch
das Amt des
Rektors.
Seine theologischen
Forschungen
konzentrierte
er
besonders auf
die
priesterliche Spiritualität.
Er
verfasste zahlreiche
Artikel
und Bibliographien.
Am
Vormittag des 25. Juli
leitete
unser Pater General
die
Begräbnisfeier und
hielt
auch die
Predigt
über diesen schlichten
und
hilfsbereiten Karmeliten.
In seinen
Dankes-
und Abschiedsworten
hob der
Rektor des
Teresianums, P. Virgilio
Pasquetto
die
pastoralen Tätigkeiten
von P. Mario hervor:
er war
v.a.
Beichtvater von
vielen
Ordensgemeinschaften und
eifriger
Prediger
von
geistlichen Exerzitien.
Nachrichten aus dem
Irak
… und
zwar nicht
nur aus
internationaler
Sicht,
sondern aus
dem
Blickwinkel des Karmels.
Wenn
man in den Zeitungen
und in den
Nachrichten
von den
Ereignissen im Irak
liest
und hört,
dann
denkt man
automatisch
auch an
unsere
Mitbrüder im Irak,
die in Bagdad
leben
und die
tagtäglich den
Gefahren
explodierender
Bomben
und Attentaten
ausgesetzt
sind.
Aufgrund ständiger
Bedrohung
verließen
die
Mitbrüder im
Juli das
Land,
um ihre
Ausbildung in Beirut (Libanon)
und in
Mehadi (Kairo/Ägypten)
fortzusetzen.
Doch
die ägyptischen
Behörden
verweigerten
ihnen
die Ausstellung
eines Visas,
weil
sie Iraker
waren.
Aus diesem
Grund
mussten die
vier
Mitbrüder weiter in
Beirut (Libanon)
verbleiben.
Zwei
von ihnen
studieren
nun an
der
katholischen Universtität.
Die
anderen zwei haben
sich an
einer
Art von
Katechetenschule
für
einen Kurs
zur
Vertiefung des Glaubens
eingeschrieben.
P. Manuel Hernández bleibt
weiterhin in
Spanien.
Der aus
dem Irak
stammende P. Thomas
wird im
September
nach
Frankreich kommen,
wo er
eine
zeitlang bleiben
wird. In Bagdad
verbleiben
somit
nur mehr
der Prior
unseres
dortigen Klosters, P.
Ghadir,
der sich
um die
Pfarrmitglieder
kümmert,
und
Msgr. Jean Sleiman,
der die
Kathedrale
der
lateinischen Christen
als
Erzbischof betreut.
Der
Grund für diese
örtliche
Zerstreuung
der
Mitbrüder ist
furchtbar,
jedoch
der Wirklichkeit
entsprechend. Es
soll
dadurch verhindert
werden,
dass im Falle
eines
Anschlags nicht
die
gesamte Kommunität
zum Opfer
wird…
Die Entscheidung
zu
diesem Schritt
der
Ausreise zeigt
die
Schwere der
andauernden
Bedrohung,
und man
fragt
mit Recht,
wie
lange das noch so
weitergehen
wird. In
unserer
Korrespondenz mit
diesen Mitbrüdern haben
wir
ihnen versichert,
dass
der Orden hinter
ihnen
steht und
sie im
Gebet
begleitet. In dieser
Situation
ständiger
Gefährdung,
Unsicherheit
und
Hungersnot haben sich
die
Kosten für den
Lebensunterhalt
astronomisch
vervielfacht.
Neuer Kongress
über die
Mystik
Vom
16.-22. September
findet in
Zidine,
Bosnien-Herzegovina (Proviz
von
Kroatien) ein
internationales
Seminar zum
Thema: “Die
heutige
Gotteserfahrung und
die
Mystik des Karmels”
statt. Es
handelt
sich gleichsam
um eine
Fortsetzung des
Internationalen
Mystikkongresses
von
Münsterschwarzach (3.-10.
Oktober 2003). In Bezug
auf diesen
Kongress
und
seinem zentralen
Thema,
die Mystik,
schrieb
der Theologe
François-Marie
Dermine OP
einen
Artikel im “L’Osservatore
Romano” unter
dem
Titel: “Die
Rückkehr
einer
großen Abwesenden”.
Das neue
Seminar
versucht die
mystische
Erfahrung in
die
aktuelle theologische
und
kulturelle Diskussion
einzuordnen,
unter
Berücksichtung der
Herausforderungen,
welche
aus unterschiedlichen
gegenwärtigen
kulturellen
und
religiösen Gebieten
auf sie
zukommen. Es
wird
eine Antwort
auf die
Frage
gesucht: “Was
sagt
die karmelitanisch-teresianische
Mystik den
unterschiedlichen
christlichen
und
religiösen Erfahrungen
der
Gegenwart? Bleibt
man bei
altbewährten
Positionen,
oder
öffnet man
sich
neuen Möglichkeiten
durch
neue Interpretationen,
um
dadurch passende
Antworten
anbieten
zu
können?
In insgesamt 32
Vorträgen
wird
über folgende
Themenbereiche
gesprochen: 1)
Mystische
Erfahrung, 2)
Mystagogie, 3)
Interreligiöser
Dialog, 4)
Mystik
und Kultur, 5)
Mystik
und Gesundheit.
Bereits in den
Titeln
kommt der
karmelitanische
Schwerpunkt
dieser
Veranstaltung klar
zum Vorschein.
Die
Vortragenden stammen
aus
verschiedenen Nationen.