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News - Nachrichten    << N° 86 >>   15.09.2007
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COMMUNICATIONES N. 86

 

INHALT:

 

- Über das Erdbeben in Peru

- Der Brief der Generaloberen zum Jubiläum der Karmelregel

- P. Mario Caprioli in Rom verstorben

- Nachrichten aus dem Irak

- Neuer Kongress über die Mystik

 

Über das Erdbeben in Peru

 

Während der europäischen Sommerpause von Juli bis September veröffentlichten die Communicationes einen Sonderbeitrag über das Erdbeben in Peru (15. August 2007) und berichteten darin über die Folgen dieser Naturkatastrophe für unsere Brüder und Schwestern in diesem Regionalvikariat, einer Gründung der Provinz Navarra. Zahlreiche Kommunitäten haben sich auf diese Nachricht hin gemeldet und ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht, sowie ihre Bereitschaft zur Mithilfe beim Wiederaufbau bekundet (vgl. http://www.ocd.pcn.net/news/peruES.htm)

 

Das Sekretariat für die Missionen des Ordens, mit Sitz im Generalat in Rom, übermittelt die erhaltenen Hilfen an die Betroffenen in Peru als Antwort auf genannten Aufruf zur Solidarität. Bis dato haben sich zwei Provinzen aus Italien, eine Föderation sowie mehrere Klöster der Unbeschuhten Karmelitinnen gemeldet. Andere Gemeinschaften haben direkt geholfen. Die Provinz von Navarra, von der das Regionalvikariat von Peru abhängt, hat auf ihren eigenen Wegen die Unterstützungen übermittelt. Wichtig und erfreulich ist die Tatsache, dass der Orden diesen unseren in Not geratenen Brüdern uns Schwestern auf solidarische Weise seine Anteilnahme erwiesen hat.

 

Der Brief der Generaloberen anlässlich des Jubiläums der Karmelregel

 

Am 16. Juli, dem Hochfest U.L.F. vom Berge Karmel, unterschrieben die beiden Generaloberen, P. Joseph Chalmers OCarm. und P. Luis Arostegui OCD gemeinsam den Brief, welchen sie anlässlich des 800 Jahrjubiläums der Karmelregel verfasst hatten. Der Brief richtet sich an alle Zweige unserer Ordensfamilie. Dankbar richtet das Schreiben einen Lobpreis an Gott für alle Heiligen, bekannte oder unbekannte, welche während dieser 800 Jahre in der Nachfolge Jesus Christi (“in obsequio Jesu Christi”) nach der Regel des Karmel gelebt haben.

Dieser in mehreren Sprachen übersetzte Brief wurde bereits an die einzelnen Kommunitäten geschickt. Allen Lesern von COMMUNICATIONES bieten wir eine erneute Lektüre unter der folgenden Adresse an: http://www.ocd.pcn.net/reg800ES.htm

 

P. Mario Caprioli in Rom verstorben

1928- 2007

 

Am Nachmittag des 21. Juli, gegen 19.15 Uhr, verstarb P. Mario Caprioli (Prov. Venedig) im römischen Krankenhaus San Camillo. Am Vormittag des 18. Juli stürzte P. Mario auf einer Außenstiege des Teresianums und zog sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu. Nach der Notoperation blieb er bis zu seinem Tod im Koma.

P. Mario wurde am 20. Februar 1928 in Remedillo (Brescia/Italien) geboren. Nach seiner humanistischen Ausbildung im Kolleg von Adro (1939-1944) legte er am 27. August 1945 seine ersten Gelübde ab. Zum Theologiestudium wurde er ins Internationale Kolleg nach Rom geschickt, wo er 1953 das Lizenziat und 1955 das Doktorat erlangte. Seine Dissertation verfasste er zum ThemaGebet und Tugenden nach der hl. Teresa von Jesus”. Veröffentlicht wurde seine Arbeit auf Spanisch in der Zeitschrift “Revista de Espiritualidad (Madrid 1959, pp. 467-503; 1960, pp. 39-50). Von 1954-1961 war er Professor im Kolleg von Venedig. Von 1961-1963 war er Prior unseres Konvents in Trient. Anschließend wurde er zum Vizerektor ans Teresianum nach Rom gerufen (1963-1966), wo er bis zu seinem Lebensende verblieb und als Sekretär der Fakultät und v.a. als Professor wirkte. Von 1976 bis 1979 bekleidete er auch das Amt des Rektors.

Seine theologischen Forschungen konzentrierte er besonders auf die priesterliche Spiritualität. Er verfasste zahlreiche Artikel und Bibliographien. Am Vormittag des 25. Juli leitete unser Pater General die Begräbnisfeier und hielt auch die Predigt über diesen schlichten und hilfsbereiten Karmeliten. In seinen Dankes- und Abschiedsworten hob der Rektor des Teresianums, P. Virgilio Pasquetto die pastoralen Tätigkeiten von P. Mario hervor: er war v.a. Beichtvater von vielen Ordensgemeinschaften und eifriger Prediger von geistlichen Exerzitien.

 

Nachrichten aus dem Irak

 

und zwar nicht nur aus internationaler Sicht, sondern aus dem Blickwinkel des Karmels. Wenn man in den Zeitungen und in den Nachrichten von den Ereignissen im Irak liest und hört, dann denkt man automatisch auch an unsere Mitbrüder im Irak, die in Bagdad leben und die tagtäglich den Gefahren explodierender Bomben und Attentaten ausgesetzt sind. Aufgrund ständiger Bedrohung verließen die Mitbrüder im Juli das Land, um ihre Ausbildung in Beirut (Libanon) und in Mehadi (Kairo/Ägypten) fortzusetzen. Doch die ägyptischen Behörden verweigerten ihnen die Ausstellung eines Visas, weil sie Iraker waren. Aus diesem Grund mussten die vier Mitbrüder weiter in Beirut (Libanon) verbleiben. Zwei von ihnen studieren nun an der katholischen Universtität. Die anderen zwei haben sich an einer Art von Katechetenschule für einen Kurs zur Vertiefung des Glaubens eingeschrieben.

P. Manuel Hernández bleibt weiterhin in Spanien. Der aus dem Irak stammende P. Thomas wird im September nach Frankreich kommen, wo er eine zeitlang bleiben wird. In Bagdad verbleiben somit nur mehr der Prior unseres dortigen Klosters, P. Ghadir, der sich um die Pfarrmitglieder kümmert, und Msgr. Jean Sleiman, der die Kathedrale der lateinischen Christen als Erzbischof betreut. Der Grund für diese örtliche Zerstreuung der Mitbrüder ist furchtbar, jedoch der Wirklichkeit entsprechend. Es soll dadurch verhindert werden, dass im Falle eines Anschlags nicht die gesamte Kommunität zum Opfer wird Die Entscheidung zu diesem Schritt der Ausreise zeigt die Schwere der andauernden Bedrohung, und man fragt mit Recht, wie lange das noch so weitergehen wird. In unserer Korrespondenz mit diesen Mitbrüdern haben wir ihnen versichert, dass der Orden hinter ihnen steht und sie im Gebet begleitet. In dieser Situation ständiger Gefährdung, Unsicherheit und Hungersnot haben sich die Kosten für den Lebensunterhalt astronomisch vervielfacht.

 

Neuer Kongress über die Mystik

 

Vom 16.-22. September findet in Zidine, Bosnien-Herzegovina (Proviz von Kroatien) ein internationales Seminar zum Thema: “Die heutige Gotteserfahrung und die Mystik des Karmelsstatt. Es handelt sich gleichsam um eine Fortsetzung des Internationalen Mystikkongresses von Münsterschwarzach (3.-10. Oktober 2003). In Bezug auf diesen Kongress und seinem zentralen Thema, die Mystik, schrieb der Theologe François-Marie Dermine OP einen Artikel imL’Osservatore Romano” unter dem Titel: “Die Rückkehr einer großen Abwesenden”. Das neue Seminar versucht die mystische Erfahrung in die aktuelle theologische und kulturelle Diskussion einzuordnen, unter Berücksichtung der Herausforderungen, welche aus unterschiedlichen gegenwärtigen kulturellen und religiösen Gebieten auf sie zukommen. Es wird eine Antwort auf die Frage gesucht: “Was sagt die karmelitanisch-teresianische Mystik den unterschiedlichen christlichen und religiösen Erfahrungen der Gegenwart? Bleibt man bei altbewährten Positionen, oder öffnet man sich neuen Möglichkeiten durch neue Interpretationen, um dadurch passende Antworten anbieten zu können?

In insgesamt 32 Vorträgen wird über folgende Themenbereiche gesprochen: 1) Mystische Erfahrung, 2) Mystagogie, 3) Interreligiöser Dialog, 4) Mystik und Kultur, 5) Mystik und Gesundheit. Bereits in den Titeln kommt der karmelitanische Schwerpunkt dieser Veranstaltung klar zum Vorschein. Die Vortragenden stammen aus verschiedenen Nationen.


     


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Updated 05 ott 2007
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