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News - Nachrichten    << N° 87 >>   01.10.2007
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COMMUNICATIONES N. 87

 

INHALT:

 

- Neuer OCD Bischof: Mons. Oswaldo Azuaje (Venezuela)

- Msgr. José Manuel Santos Ascarza de la Santísima Concepción OCD

- Verlegung des Klosters von Mantin (Malaysia)

- Master und Spezialisation in Mystik und Humanwissenschaften

- Erster weltweiter Musikwettbewerb zu Themen der Karmelmystiker

 

 

Msgr. Oswaldo Azuaje OCD neuer Weihbischof von Maracaibo

 

Am Nachmittag des 31. August wurde Msgr. Oswaldo Azuaje in der Pfarrkirche von San Tarsicio (Erzdiözese Maracaibo - Venezuela) zum Weihbischof dieser lateinamerikanischen Metropole geweiht. Während des Gesangs “Pueblo de reyes, asamblea santa…” erfolgte die feierliche Prozession zum Einzug in die Kirche: 21 Bischöfe, mehr als 300 Priester, alle venezuelanischen Karmeliten mit ihren 12 Postulanten, zahlreiche Mitglieder der Teresianischen Karmelgemeinschaft, und unzählige Gläubige... Als P. Oswaldo Azuaje die Schwelle der Kirche überschritt, wurde er mit tosendem Applaus durch die mitfeiernden Gemeinde begrüßt. Als Titularkirche wurde dem Neugeweihten die Kirche von Vertara zugeteilt. Hauptkonsekrator war der Erzbischof von Maracaibo. Seine Predigt war eine wahre Anthologie (auf Spanisch nachzulesen unter http://www.ocd.pcn.net/news/87HOMILIA.pdf ).

Am Ende der dreistündigen Feier richtete der Neugeweihte Worte des Dankes an die Mitfeiernden und erteilte abschließend den bischöflichen Segen. Am nächsten Tag feierte Msgr. Oswaldo einen Gottesdienst für die Familie des Karmels in der Pfarrkirche San Juan in Maracaibo. Unser Mitbruder ist bereits der zweite karmelitanische Bischof Venezuelas nach Msgr. Juan Antonio Viana de la Virgen del Carmen, der von 1793 bis 1799 Bischof von Caracas war.

 

- Msgr. Oswaldo Azuaje: Was schätzen Sie am meisten am Karmel?

- Seine reiche Spiritualität, welche sich im Leben, im Zeugnis und in den Schriften von Teresa und Juan geformt hat. Diese beiden sind die Wurzel dieser Spiritualität und sind für die anderen Heiligen des Karmel wie leuchtende Sterne. Diese Spiritualität war mir Nahrung und Grund zur Freude während der 40 Jahre, die ich im Karmel bin. Das Gebet und das Leben, verstanden als Erfahrung Gottes, sind für mich wesentliche Punkte, die mir auch in meiner neuen Identität und Aufgabe als Bischof Halt und Orientierung bieten.

- Was war Ihre größte Freude im Leben als Karmelit?

  - Gemäß dem Willen Gottes ein kleines Samenkorn für das Entstehen, Werden und Erstarken des kleinen Karmel in Venezuela mit seiner eigenen Identität gewesen zu sein. Somit stehe ich, wenigstens vom historischen Blickpunkt aus gesehen, am Beginn des Karmels in Venezuela. Physisch verlasse ich diese Familie in einem glücklichen Moment intensiven Wachstums, was sich an den zahlreichen neuen Berufungen zeigt. Ich bitte Gott, er möge diese Familie des Karmels in Venezuela gemäß seinem Plan wachsen und stark werden lassen, indem er ihr noch viele gute und treue Berufungen schenken möge.

- Was erwarten Sie vom Karmel in Ihrer neuen Aufgabe als Bischof?

  - a) Dass mich die Mitbrüder nicht verlassen und meiner auf ihrem Weg im Karmel gedenken, denn ich bin einer von ihnen; dass meine Mitbrüder in mir einen Hirten, Mitbruder und Freund erfahren dürfen. b) Dass sie mich an den Schätzen der karmelitanischen Spiritualität teilhaben lassen, denn diese ist für mich weiterhin der lebensnotwendige Sauerstoff für mein Leben; c) Dass sie auch in dem, was der Orden von mir erwartet Hilfe erfahren; d) Dass es nach Möglichkeit einmal ein Treffen aller Karmelbischöfe geben könnte, um miteinander die Reichtümer karmeltianischer Spiritualität aus der Sicht dieses kirchlichen Dienstes als Bischof zu betrachten. 

  Am kommenden 6. Oktober wird Msgr. Oswaldo unseren Mitbruder, Fr. Enrique aus der Kommunität von San Cristóbal (Venezuela) zum Priester weihen.

 

Msgr. José Manuel Santos Ascarza de la Santísima Concepción OCD

+ 14.09.2007

 

Msgr. José Manuel Santos Ascarza ist bereits der zweite Bischof aus der Provinz Navarra, der in diesem Jahr verstorben ist. Sein Leben war aussergewöhnlich und beispielhaft. Er wurde am 2. April 1916 in Llay-Llay (Chile) geboren und am 7. Dezember 1938 in Rom zum Priester geweiht. Drei Mal war er Vorsitzender der Chilenischen Bischofskonferenz. Am Beginn der 1980er Jahre vertraute er seine Berufung und Sehnsucht nach dem Karmel dem Regionaloberen bzw. Generaloberen unseres Ordens in Rom bei einem seiner Aufenthalte an. Als er schließlich seinen Wunsch auch Papst Johannes Paul II. anvertraute, antwortete ihm dieser: “Auch ich wollte Karmelit werden...”. Somit musste er noch das Ende seiner dritten Amtsperiode als Vorsitzender der Bischofskonferenz abwarten.

Im Jahr 1989 nahm der Papst schlussendlich seine Dimission als Erzbischof von Concepción (Chile) entgegen, und Msgr. José Manuel konnte schließlich in den Karmel eintreten. Er trat in die Provinz von Navarra ein und machte sein Noviziat in Calahorra (Spanien), wo er auch am 24. März 1990 seine Profess ablegte. Seine Sehnsucht nach dem Karmel resultierte v.a. aus seiner Bewunderung, die er gegenüber den Mystikern unseres Ordens hatte, welche er aufgrund intensiver Lektüre gut kannte.

Nach der Profess kehrte er nach Chile zurück, wo er Konventuale des Klosters von Santiago und von Viña del Mar wurde. In diesem Kloster verstarb er auch am vergangenen 14. September. Sein Leben in der Gemeinschaft war gekennzeichnet von äußerster Schlichtheit und Dienstbereitschaft, gepaart mit einem großen Sinn für Humor. Auch für handwerkliche Arbeiten zeigte er großes Geschick. Seine pastorale Tätigkeiten übte er v.a. in der Spendung des Busssakramentes und der Geistlichen Begleitung sowie in zahlreichen Exerzitienkursen aus. Als Person von umfassender Kultur und Bildung, mit großer menschlicher und kirchlicher Erfahrung, verspürte er die Berufung zum Karmel, weil er die Notwendigkeit karmelitanischer Spiritualität für alle Schichten der chilenischen Kirche so tief empfunden hatte. Eine große Freude bereitete ihm die Tatsache, dass das Heiligtum zur Hl. Teresa von Los Andes eine so große internationale Ausstrahlung erlangte.

Das Begräbnis fand in unserer Kirche in Viña del Mar statt; anschließend wurden die sterblichen Überresten in der Kathedrale von Concepción beigesetzt.

 

Verlegung des Klosters von Mantin (Malaysia)

 

Seit 1982 ist der Karmel von Mantin (Diözese von Kuala Lumpur) die zweite Niederlassung von Karmelitinnen auf der malaysischen Halbinsel Malaka. Das erste Kloster wurde 1948 in Kuching gegründet. Nach 25 Jahren Leben im Kloster von Mantin wurde der Entschluss zu einer Umsiedelung nach Seremban gefasst, da das bisherige Kloster zu eng wurde. Dank der finanziellen Unterstützung der dortigen Teresianischen Karmelgemeinschaft und dem Netzwerk an Freunden und Wohltätern des Karmels konnte dieses öknonmisch große Projekt realisiert werden. Am 5. August wurde das neue, Jesus, Maria und Josef geweihte Kloster eingeweiht. Der feierlichen hl. Messe stand Erzbischof Murphy Nicolás Pakiam vor.

Erstaunlich ist das Programm zur Vorbereitung auf dieses einzigartige Fest. Dank des Einsatzes moderner Kommunikationsmittel stellte die Gemeinschaft Geschichte, Spiritualität und Leben des Karmel von innen und außen dar. Weiters wird eine ausgiebige Information über den Säkularorden geboten. Am Tag vor der feierlichen Einweihung des neuen Klosters gab es die Möglichkeit zu einem “Tag der offenen Tür”, um so Freunden und Wohltätern einen Blick in das Innere des Klosters zu gewährleisten. Im Vorbereitungsprogramm waren auch eine Präsentation der Geschichte und Spiritualität des Karmels durch P. Tom Curran OCD sowie Momente des Gebetes auf Englisch und Chinesisch enthalten, welche der Generaldelegat der Karmeliten von Taiwan und Singapur, P. John Chua OCD, leitete.

 

Master und Spezialisierung in Mystik und Humanwissenschaften

 

Das CITES (= Centro Internacional Teresiano Sanjuanista) von Avila, welches mittlerweile eine untergeordnete Einrichtung der städtischen katholischen Universität ist, kündet eine interdisziplinäre Veranstaltung zur mystischen Erfahrung an: “Mystik und Humanwissenschaften”. Ebenfalls wurde das Programm für das Studienjahr 2007-2008 veröffentlicht. Es besteht aus 75 Credits für den Mastertitel und 60 Credits für den Expertentitel. Neben den spezifisch karmelitanischen Themen wird auch ein Kurs im Bereich Geschichte und Lingusitik-Semantik angeboten. Die mystische Frage wird von verschiedenen Blickpunkten aus zu beantworten versucht: Vergleichende Religionswissenschaften, Philosophie, Psychologie, Anthropologie, Bibel, Mystagogie, Pädagogik, gelebte und mitgeteilte Erfahrung,... Das Team der karmelitanischen und nichtkarmelitanischen Professoren und Experten ist sehr international zusammengesetzt.

Der Kurs in seinem doppelten Angebot (Master und Spezialisation) eignet sich für Lizenzianten, Doktoren, Diplomanden in religiösen und humanen Wissenschaften, für Tätige in der Pastoral, Religionslehrer, Ausbildner, Priester, Ordenleute, Katecheten,...

 

Erster Musikwettbewerb über Mystiker des Karmel

 

Der Teresianische Karmel in Italien wirbt für einen besonders originellen Musikwettbewerb. Ziel dieser Veranstaltung ist es, gerade in jenen Ländern, wo die Schriften der karmelitanischen Heiligen zum literarischen Nationalerbe gehören, ein neues, nicht nur religiöses Interesse zu erwecken. Die Teilnehmer müssen sich in ihren Kompositionen ausschließlich an folgenden Texten inspirieren: “Llama”, “Nada te turbe”, Texte der hl. Thérèse, und dem Gedicht, “Wer bist zu süßes Licht” der hl. Edith Stein.

Teilnahmeberechtigt sind Personen aus der ganzen Welt, die vor dem Jänner 1985 geboren sind. Die Dauer der Komposition darf je Kategorie 10 Minuten nicht überschreiten. Die erste Kategorie sieht eine Komposition für mehrstimmigen Chor mit Orgelbegleitung vor (Prämie: 700 €); die zweite Kategorie verlangt eine Komposition für 4 Stimmen a capella (Prämie: 500 €); die dritte Kategorie erfordert einen Hymnus für eine oder mehrere Stimmen, begleitet von Orgel, Gitarre oder Flöte (Prämie: 400 €); die vierte Kategorie verlangt ein für die Pastoral oder Evangelisation passendes Werk, das auch leicht ausgeführt werden kann (Prämie: 300 €). Einsendeschluss der Kompositionen ist der 31. März 2008; die erste öffentliche Aufführung wird im darauf folgenden Juni stattfinden. Für die Bewertung durch die Jurie sind die Musikalität der Patitur und der Inhalt der Texte ausschlaggebend. Weitere Informationen gibt es auf der Seite: http://www.ocd.it/ .


     


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Updated 05 ott 2007
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