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News - Nachrichten    << N° 89 >>   01.11.2007
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COMMUNICATIONES N. 89

Indice

 

- Missionskongress OCD in Asien

- Karmelitanische Märtyrer aus Spanien

- Kongress über Elisabeth von der Dreifaltigkeit in Lateinamerika

- Einweihung des neuen Spiritualitätszentrums in Malawi

- Hl. Thérèse erhält erneut ein Patronat

 

Missionskongress der Unbeschuhten Karmeliten in Asien

Mangalore (Indien) 24.-29. September 2007

 

Der Orden der Unbeschuhten Karmeliten organisierte für Asien und Ozeanien einen “Missionskongress” im Institut für christlich-indische Spiritualität in Ranipur (Mangalore/Provinz Karnata Goa), an den Ufern des Netravati. In ihrer Geschichte erzählt die Diözese von Mangalore vom großen missionarischen Werk, welches durch die Karmeliten vollbracht worden ist. Unter den Ortsbischöfen finden wir im Zeitraum von 1845-1873 sogar drei Karmelitenpatres als Apostolische Vikare. Dieser missionarische Hintergrund ließ die Wahl dieses Ortes gerade als ideal erscheinen. An diesem Kongress nahmen 35 Obere aus den vorhin genannten Regionen, sowie die Oberen der entsprechenden Missionen in diesen Gebieten und auch die Studenten der Theologie dieser Provinz teil.

Unser Pater General, P. Luis Aróstegui Gamboa übernahm den Vorsitz dieses Kongresses. Bei seinem Eröffnungsreferat rief er den versammelten Mitbrüdern die Worte des Karmeliten P. Juan Vicente in Erinnerung, dass weder die Aktion ohne die Kontemplation karmelitanisch sei, noch die Kontemplation ohne die Aktion theresianisch. Deshalb sind die Missiones ein integraler Bestandteil der Berufung zum Karmel. Der Generalsekretär für die Missionen des Ordens, P. Dámaso Zuazua, erläuterte zu Beginn Grund und Ziel dieses Kongresses und bat dann eindringlich, es mögen am Ende auch Entschlüsse zur praktischen Umsetzung für die einzelnen Zirkumskriptionen erarbeitet werden. Unter den Teilnehmern des Kongresses befanden sich auch die beiden für den asiatischen Raum zuständigen Generaldefinitoren, P. Xavier Jayaraj und P. Angelo Madelo.

 Folgende Referenten erschlossen den Teilnehmern Einblicke in die missionarische Situation in Asien: Die Patres Paul D'Souza OCD (Provinz Karnataka) und P. Domingo Fernández de Mendiola, ehemaliger Rektor des Seminars von Alwyae (Kerala), aus der Provinz Navarra sprachen über die Themen: "Unvergessliche Karmeliten-Missionare auf asiatischem Boden vom 16.-20. Jh.” Sowie über “Grundlegende Merkmale der früheren missionarischen Aktivität in Asien”. P. Michael Amaladoss SJ (Institut für den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen in Chennai) referierte über den interreligiösen Dialog und Ökumenismus. P. Felix Wilfred erschloss in seinem Vortrag das Dokument “Ecclesia in Asia und die Herausforderungen der heutigen Mission”. Im Anschluss an die einzelnen Vorträge gab es jeden Nachmittag die Möglichkeit, das Gehörte in Kleingruppen miteinander zu diskutieren und anschließend die Ergebnisse der Gruppenarbeit im Plenum zu präsentieren. Ausserdem hatten die einzelnen Oberen die Gelegenheit, aus ihrer konkreten Lebenssituation den Anwesenden mitzuteilen, wobei der Schwerpunkt auf die jeweilige missionarische Aktivität gelegt wurde. Die Buntheit der Informationen entsprach ganz der Buntheit der Herkunftsländer: Indien, Südkorea, Philipinen-Vietnam, Singapur-Taiwan, Japan, Indonesien, Tansania, Kuwait und Australien.

Am letzten Tag des Kongresses wurde das von einer Gruppe vorbereitete Schlussdokument vorgestellt und gemeinsam darüber diskutiert. Unser Pater General bat alle Teilnehmer, sie mögen sich um die Mitteilung dieser Botschaft an alle Kommunitäten kümmern, damit dieses auch wirklich entsprechende Früchte bringen kann. Die letzten beiden Tagen wurden für Ausflüge nach Mangalore und Goa genützt. Ebenfalls besucht wurde die Kirche des Seligen Joseph Vas, eines großen Missionars in Kanara und Sri Lanka.

Soweit wir informiert sind, so war dieser Kongress die erste Verwirklichung dessen, was im Vorjahr durch den großen Asiatischen Missionskongress der FABC (“Bischofskonferenzen Asiens”) in Thailand empfohlen wurde. Möge diese Initiative den Enthusiasmus und die Liebe zur Mission unter den Karmeliten in Asien und Ozeanien erneuern und kräftigen, damit sie fähig sind, den Glauben der ihnen anvertrauten Menschen in diesen Regionen der Welt zu stärken!

 

Karmelitanische Märtyrer aus Spanien

 

Quiénes son y de dónde vienen. 498 mártires del siglo XX en España” [“Wer sind sie und woher kommen sie. 498 spanische Märtyrer des 20. Jahrhunderts”]. Unter diesem Titel veröffentlichte die Spanische Bischofskonferenz ein Buch mit 524 Seiten als Vorbereitung auf die feierliche Seligsprechung dieser großen Gruppe von spanischen Märtyrern aus der Zeit der religiösen Verfolgung in Spanien (1934-1936). Die biographischen Angaben jedes einzelnen dieser Märtyrer wurden vom Generalpostulator unseres Ordens, P. Ildefonso Moriones verfasst. Die COMMUNICATIONES haben bereits in einer früheren Ausgabe (Nr. 84, 01-07-2007) die Namen der 32 Karmeliten veröffentlicht, die zu dieser Schar von Märtyrer gehören: 1 aus Oviedo, 14 aus Barcelona (davon ein Seminarist), und 16 aus Toledo. Dazu kommen noch 4 Schwestern der Carmelitas Misioneras sowie eine “Carmelita de la Caridad”. Die drei Karmelitinnen von Guadalajara und M. Sagrario de San Luis Gonzaga wurden bereits früher selig gesprochen. “Es wird viele Märtyrer geben …” prophezeite ein Heiliger (der hl. Albert von Trápani?) der hl. Teresa (vgl. Vida 40, 13). Gewiss dachte die Heilige Mutter nicht daran, dass von den “vielen Märtyrern” viele aus ihrer eigenen spanischen Heimat stammen würden.

Die wunderbare Feier der Seligsprechung fand am 28. Oktober auf dem Petersplatz in Rom statt. Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis verfasste der Provinzial von Kastilien einen Pastoralbrief an die Mitglieder seiner Provinz. Darin wird betont, dass die Karmeliten-Märtyrer bei ihrem Tod den Verfolgern verziehen hätten. Dieser Gedanke kommt auch deutlich in der Hymne zum Ausdruck, welche P. Luis Miguel Sánchez (Toledo) anlässlich der Seligsprechung komponierte: “Zeugen der Vergebung in einer Welt, die sich nach Frieden sehnt…” Des weiteren erinnert der Provinzial in seinem Rundbrief an die Worte, welche einer von diesen Märtyreren, P. Tirso de Jesús María im Abschiedsbrief, den er am Abend vor seiner Hinrichtung an seine Angehörigen adressierte, schreibt: “Vergebt auch ihr und segnet alle, wie auch ich sie liebe, ihnen verzeihe und sie segne …”

 

Lateinamerikanischer Kongress über die Selige Elisabeth von der Dreifaltigkeit

 

Vom 17.-22. September fand im Haus des Gebetes “Nuestra Señora del Carmen” in El Salvador (Mittelamerika) ein Kongress über unsere geisterfüllte Mitschwester aus Dijon statt. Insgesamt nahmen 140 Personen aus Lateinamerika, der Karibik und der Provinz Oklahoma (USA) daran teil. Neben den Vorträgen gab es gemeinsame Zeiten des Gebetes, des Austausches, der Feier der hl. Messe, für Gruppenarbeiten, Rekreationen und Musik. Alle diese Programmpunkte hatten stets einen inhaltlichen Bezug zur seligen Elisabeth von der Dreifaltigkeit.

Abschließend wurde für den nächsten Kongress im Jahr 2010, welcher an irgendeinem Ort der Karibik statt finden wird, beschlossen, als Thema für die gemeinsamen Reflexionen die Spiritualität der Heiligen Thersia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) zu wählen.

 

Einweihung des Spiritualitätszentrums in Malawi

 

Als sich das Land noch Nyassaland nannte, kamen im Jahr 1963, also ein Jahr vor der nationalen Unabhängigkeit, die Unbeschuhten Karmeliten aus der Provinz Navarra in dieses ostafrikanische Land, welches an Tansanien, Zambia, Mosambique und Simbabwe grenzt. Es ist dasselbe Land, wo einst der geistliche Bruder der hl. Thérèse, Maurice Bellière aus der Gesellschaft der Weißen Väter als Missionar tätig war. Die Karmeliten übernahmen die beiden großen Missionspfarreien in Chiphaso und Kapiri. Das Postulantat haben sie im interkongregationalen Institut in Balaka. Anlässlich des Jubiläumsjahres zum 400. Todestag der hl. Teresa von Jesus gründeten sie 1982 in Kasungu das Spiritualitätszentrum “Karmel”. Im Jahr 2004 gründete die Assoziation der englischsprechenden Karmelitinnenklöster das Kloster von Zomba. Auch die Carmelitas Misioneras des Sel. Francisco Palau sowie die Karmelitinnen von Luxemburg haben in diesem Land Niederlassungen. Zudem gibt es auch zwei Gemeinschaften der Teresianischen Karmelgemeinschaft.

Am 5. Oktober wurde das neu errichtete Spiritualitätszentum der Karmeliten in Nyngwe (Erzdiözese Blantyre) eingeweiht. Dieses Ereignis hat für den Karmel in Malawi große historische Bedeutung, da es ein Hinweis auf dessen stetiges Wachstum ist. Das Zentrum “San Juan de la Cruz” besteht aus mehreren getrennten kleinen Häusern, welche genügend Platz für Gäste bieten. Am Eingang begrüßt eine Statue des hl. Johannes vom Kreuz die Gäste.

Die Einweihung dieses neuen geistlichen Zentrums übernahm kein geringerer als der Gubernator der Vatikanstadt, Msgr. Giovanni Lajolo, der vier Tage nach seiner Rückkehr nach Rom durch Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt worden war. Begleitet wurde der Prälat vom Generalsekretär der Missionen unseres Ordens, P. Dámaso Zuazua. Der Osservatore Romano widmete in seiner Ausgabe vom 18. Oktober (S. 8) einen ausführlichen Bericht von der Reise des vatikanischen Prälaten. Die hl. Messe zur Einweihung des neuen Zentrums war für das ganze Land ein bedeutsames Ereignis. Gemeinsam mit den Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Gläubigen feierten insgesamt 5 Bischöfe mit. Der Ortsbischof, Erzbischof Tarcisio Gervasio Ziyaye durchtrennte gemeinsam mit Msgr. Giovanni Lajolo das Band zur Eröffnung beim Eingang des neuen Zentrums. Danach segnete Msgr. Lajolo die Kapelle, in dessen Zentrum sich das Mosaik mit einer Darstellung der Muttergottes vom Berge Karmel befindet – es stammt aus der berühmten vatikanischen Mosaikwerkstätte. Abschließend wurde auch der neue Altar der Kapelle konsekriert.

Der Gubernator der Vatikanstadt nutzte seinen Aufenthalt, um die missionarische Situation in Malawi kennen zu lernen. Er besuchte u.a. die Seminarien und das Spital in Mtengo wa Nthenga, welches von den Carmelitas Misioneras betreut wird. Zudem traf er mit Seminaristen, Priester und Ordensleuten zusammen. Besonderes Interesse zeigte er jedoch für die missionarische Präsenz des Karmels in Malawi. Höhepunkt dieser Visite war die hl. Messe in unserer Pfarrkirche von Chiphaso, bei der über 1.500 Gläubige mitfeierten. Vor seinem Rückflug verabschiedete sich noch eine Delegation von 50 Personnen aus unserer Pfarre bei ihm und wünschte dem Prälaten einen guten Rückflug, wobie sie Tänze und Gesänge vortrugen. In einem der Lieder hieß es: “Der Fremde, der zu uns kommt, möge sich bei uns zu Hause fühlen...” Damit kommt am besten die Gastfreundschaft des malawischen Volkes zum Ausdruck.

 

Neues Patronat der hl. Thérèse von Lisieux

 

Dieses Mal finden der Weltjugendt (15.-20. Juli 2008) in der australianischen Stadt Sydney statt. Die zweite Tagung des Vorbereitungskomitees informierte, dass für dieses Treffen insgesamt 10 Patrone (darunter Heilige, Selige und Diener Gottes) ausgewählt wurden: Unsere Liebe Frau vom Kreuz des Südens, der Diener Gottes Johannes Paul II., die sel. Mary McKillop, der hl. Petrus Channel (Märtyrer der Wallis-Futuna-Inseln), der sel. Piergiorgio Frassati, die hl. Thérèse vom Kinde Jesus (Kirchenlehrerin und Patronin von Australien), der sel. Petrus To Rot (aus Papua-Neu-Guinea) - ein verheirateter Laie und Stammeshäuptling, die hl. Maria Goretti, die hl. Sr. Faustina Kowalska (die erste Heilige des 3. Jahrtausends) und die sel. Mutter Teresa von Kalkutta.

In Sidney hofft man darauf, dass möglichst viele christliche Jugendliche aus der ganzen Welt zu diesem Großereignis kommen werden. Ein Programmpunkt in der Kathedrale wird die Weihe der Welt an Maria sein. Papst Benedikt XVI. hat sein Kommen bereits zugesagt. In diesem Kontext möchten wir auch an die Bedeutung der hl. Thérèse beim Weltjugendtag in Paris 1997 erinneren, als Papst Johannes Paul II. offiziell die Erhebung dieser Heiligen des Karmels zur Kirchenlehrerin für den 19. Oktober 1997 ankündigte.

Im letzten Rundbrief vom 25. Oktober lädt der Verantwortliche für die Organisation des Weltjugendtages 2008 in Sydney, Weihbischof Anthony Fischer, die Jugendlichen ein, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten, indem sie sich vom Beispiel der hl. Thérèse leiten lassen und sich in die geistliche Kindschaft einüben, welche eine “reife, auf Demut, Ehrlichkeit und Schlichtheit gegründete Spiritualität” sei. Dies sind konkrete geistliche Hinweise für den nächsten Weltjugendtag im Juli 2008, welcher unter dem allgemeinen Motto aus der Apostelgeschichte steht: “Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein” (Apg 1,8).

 


     


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Updated 27 ott 2007
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