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News - Nachrichten    << N° 93 >>   01.01.2008
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COMMUNICATIONES N. 93

 

INHALT

 

-  Bald seliggesprochen: M. Giuseppina di Gesù Crocifisso (Catanea) OCD

-  Gedenken zum Todestag des hl. Johannes vom Kreuz

-  Die unsichere Lage in Kivu (Kongo)

- Personelle Veränderung im Sekretariat für die Karmelitinnen

-  Zur Verbesserung des Informationsdienstes

 

 

Bald seliggesprochen: M. Giuseppina di Gesù Crocifisso Catanea OCD

1894-1948

 

Bereits am gleichen Tag (17. Dezember), nachdem das päpstliche Dokument zur Anerkennung des Wunders unterzeichnet wurde, welches man der Fürsprache dieser Unbeschuhten Karmelitin aus dem Kloster Santa Maria dai Monti ai Ponti Rossi (Neapel) zuschrieb, haben wir davon berichtet. Nun wollen wir ein wenig mehr über diese Mitschwester informieren.

Der damalige Erzbischof von Neapel, Kardinal Alessio Ascalesi, besuchte wöchentlich jene Karmelitin, welche er die “heilige Nonne” nannte. Aufgrund ihres Rufes übertrug er ihr die besondere Sorge um die Priester. Für viele von ihnen, besonders während der Zeit des Zweiten Weltkriegs, war diese demütige Karmelitin eine begnadete Ratgeberin. Im Auftrag des damaligen Provinzials, P. Romualdo di Sant’Antonio, verfasste sie ihre Autobiografie (1894-1932) und ein Tagebuch (1925-1945). Außerdem redigierte sie zahlreiche Briefe und Anweisungen für Ordensleute und Priester. Als sie 1943 erkrankte, war sie davon überzeugt, dass es “eine durch den Willen Gottes zugelassene Krankheit” sei. Schließlich verstarb sie an einer äußerst schmerzhaften Hautentzündung, welche sich auf den ganzen Körper ausgebreitet hatte. Umso erstaunlicher war es, dass ihr Leichnam trotz dieser Krankheit für etwa zwei Wochen, während man auf die Beisetzung wartete, unverwest blieb. Ihr Grab in der Kapelle der Karmelitinnen wurde zum Ziel vieler Pilger, v.a. aber von jungen Ehepaaren.

Das für die Seligsprechung notwendige Wunder war die plötzliche, vollständige und anhaltende Genesung des zwei Monate alten Francesco Natale, der an einer lebensbedrohlichen Erkrankung des Gehirns litt. Das Wunder auf die Fürsprache der Dienerin Gottes, Mutter Josefina ereignete sich 1999 in Neapel. Postulator des Seligsprechungsprozesses von Mutter Giuseppina Catanea di Gesù Crocifisso war P. Luigi Borriello OCD, Professor am Teresianum in Rom und Mitbruder der neapolitanischen Ordensprovinz.

 

Gedenken zum Tod des hl. Johannes vom Kreuz

 

Jedes Jahr feiert man am 14. Dezember in Úbeda (Andalusien/Spanien) das Gedenken an den seligen Heimgang des hl. Johannes vom Kreuz in die Herrlichkeit des Himmels. Als er die Glocken vom benachbarten Kirchturm her zur Mitternacht schlagen hörte, verabschiedete sich der heiligmäßige Fray Juan, “um die Matutin im Himmel zu singen”. Alljährlich gedenkt man dieses Ereignisses mit einem gebührenden Veranstaltungsprogramm. Heuer fand anlässlich dieses Gedenkens die “XXX. Semana Sanjuanista” (“30. Sanjuanistische Woche”) sowie die “Primera Reunión científica Internacional sobre San Juan de la Cruz” (“1. Internationales-wissenschaftliches Treffen über den hl. Johannes vom Kreuz”) statt. Experten seines Lebens und seiner Schriften haben über die Musik im “Geistlichen Gesang” reflektiert, sowie den Vorschlag formuliert, unseren Heiligen als Beispiel für eine Kultur des Lebens und der Auferstehung vorzuschlagen bzw. dessen Herz als inneren Spiegel im ständigen Entwicklungszustand zu betrachten. Ein bedeutsamer Beitrag stammte von Prof. María Schüler zum Thema “La mística de San Juan de la Cruz y Zen: equivalencias y diferencias. Mística para nuestro tiempo” (“Die Mystik des hl. Johannes vom Kreuz und Zen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Eine Mystik für unsere Zeit.”).

      Zum Gedenken an den Heimgang des Heiligen in die Herrlichkeit des Himmels, veranstaltete man in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember am Ort seines Todes eine Nachtwache, umrahmt mit historischen Erinnerungen sowie mit lyrisch-musikalischer Untermalung. Die Eucharistiefeier, unter liturgischem Vorsitz des international anerkannten Sanjuanisten, P. José Vicente Rodríguez OCD, beschloss die diesjährige Gedächtnisfeier zum Tod des hl. Johannes vom Kreuz.

 

Die unsichere Lage in Kivu (Kongo)

 

Die Sicherheitslage in der Provinz von Nord-Kivu (Demokratische Republik Kongo) hört nicht auf, sich mehr und mehr zu verschlechtern. Seit dem August 2004 greifen die Rebellen unter der Führung des Ex-Generals der kongolesischen Armee, Laurent Nkundabatware, unentwegt die Streitkräfte des Landes im Norden von Kivu an. Seit September dieses Jahres hat die Regierung beschlossen, dieser unsicheren Lage ein Ende zu setzen, indem sie Truppen und die Positionen des abgesetzen Generals räumen lässt. Wegen der zu befürchtenden militärischen Auseinandersetzungen haben bereits tausendene von Einwohner ihr Zuhause fluchtartig verlassen. Zu Zehntausenden suchen diese Flüchtlinge Zuflucht in den Waldgebieten, wobei sie jeglicher Hilfe entbehren. Weitere tausende von Flüchtlingen suchen in den eigens eingerichteten Camps in Mugunga und Bulengo Unterschlupf. Letztgenanntes Camp befindet sich nur 13 km von Goma entfernt, in der Umgebung unserer Karmelitenpfarrei von Goma-Katindo, wo unsere jungen Mibrüder aus der Generaldelegation Kongo, Jean-Pierre Ngemanyi, Baudouin Mpanga, Pierre Thadée Bayi und Jérôme Paluku die Seelsorge innehaben. Derzeit befinden sich in diesen Flüchtlingslagern 43.000 Personen, wobei deren Zahl von Tag zu Tag steigt, die humanitäre Hilfeleistung hingegen sich täglich verschlechtert.

Die Zustände betreffen die gesamte dortige Umgebung: Mord und Totschlag, Zerstörung der Infrastruktur,... Letztlich lebt man ohne Gewissheit, wie es am nächsten Tag weitergehen soll. Am 18. Oktober dieses Jahres wurde die Pfarrkirche von Nyakariba (im Gebiet von Masisi) von Unbekannten angezündet. Der zuständige Pfarrer war zu jenem Zeitpunkt aus pastoralen Gründen unterwegs. Aber nicht nur die ländlichen Gebieten leiden unter dieser unsicheren Situation.

Auch in der Hauptstadt Goma zeigt sich das gleiche Bild der Unsicherheit. Dort überstand der Bischof im vergangenen Oktober, wie durch ein Wunder, ein Attentat. Die Unsicherheit gilt sowohl für einzelne Kleriker oder Ordensleute als auch für ganze Gemeinschaften. Wie lange werden wir noch unter solchen Bedingungen leben müssen? Niemand weiß darauf eine Antwort zu geben. Beobachter meinen, dass sich die Situation noch mehr verschlechtern könnte. Alle leben wir in der Verwüstung und haben Angst, das Gegenwärtige zu kommentieren.

Die Mehrzahl der Priester aus dem Inneren des Landes ist in die Gebirgszonen um Goa geflüchtet. Hier wie dort stehen systematische und plötzliche Überfälle auf Pfarren und Ordenshäuser auf der Tagesordnung. Andere Priester wiederum sind geflüchtet, ohne letztlich genau zu wissen wohin. Aufgrund der unsicheren und furchtbaren Situation sind mehrere Pfarrkirchen zugesperrt. Seit dem 22. Oktober sind deren Pfarrer in das Zentrum “Maria Mama” nach Buhimba geflüchtet, wo sich auch das große Seminar für die Philosophie befindet. Von dort aus beobachten sie den Fortgang der Ereignisse, in der Hoffnung auf Verbesserung der Situation. Wie lange sie dort bleiben werden? Auch das weiß niemand zu beantworten.

Ein kongolesischer Musiker singt in seiner Muttersprache Lingala: “Na mokili tour à tour, lelo ya yo lobi ya moninga …” D.h.: “Auf dieser Erde hat jeder Anteil am Ganzen: Heute habe ich daran teil, morgen ein anderer…” Dieser Refrain symbolisiert den Rhytmus im Leben der Bewohner von Goma und führt tausende von Einwohner in einen Zustand von traumatisierenden Psychosen der Verzweiflung und Mutlosigkeit.

Täglich geschehen bewaffnete Raubüberfälle, ohne dass irgendjemand für die Sicherheit verantwortlich wäre. Dies ist ein deutliches Zeichen für den langsamen Verfall der Stadt. Diese Art von organisiertem Raub und Plünderung ist eine Weise, um in diesem allgemeinen Chaos irgendwie überleben zu können. Tausende sind Opfer solcher Barbareien. Am Abend fragt sich schon jeder, wer das nächste Opfer sein wird. Auf diese Weise steigt die allgemeine Angst.

In der Nacht vom 10. November überfielen uniformierte Männer das Kloster der Ursulinen in Tildonk, das sich auf dem Gebiet unserer Karmelitenpfarre befindet. Sie bedrängten die Schwestern, wobei sie eine von ihnen sogar schwer am Auge verletzten. Sie stahlen Möbel, Computer, Handys und Geld... also alles, was sie gerade vorfanden. Welche Gemeinschaft wird es als nächste treffen? Und was wird sein, wenn diese Leute nichts zum Stehlen vorfinden? Das ist also unser Leben in Goma. Ohne zu dramatisieren, bekennen wir dennoch: In der gegenwärtigen Situation hilft allein die vollkommene Hingabe an die Vorsehung Gottes und der Schutz der Jungfrau vom Karmel.

 

Personelle Veränderung im Sekretariat für die Karmelitinnen

 

Seit 2003 war P. Ulrich Dobhan OCD im Generalat Sekretär für die Karmelitinnen. Am 21. Dezember ist er endgültig in seine deutsche Heimatprovinz zurückgekehrt, wo er nun als Prior von München tätig sein wird. Nachfolger in seinem Amt als Sekretär für die Karmelitinnen wird P. Karol Władysław Kraj aus der Provinz Krakau. In Kürze wird er seine Doktorarbeit aus dem Fach Kirchenrecht, mit dem Thema “Patrimonio delle Monache Scalze dell’Ordine della Beata Vergine Maria del Monte Carmelo, di cui al canone 578 in vista della sua tutela” an der römischen Lateranuniversität verteidigen.

 

Zur Verbesserung des Informationsservices

 

Im Hinblick auf das Neue Jahr veröffentlicht die Generalkurie der Unbeschuhten Karmeliten eine neue Homepage des Ordens. Mit neuer Aufmachung und Technologie steht diese Initiative ganz im Dienst unseres Ordens und der Kirche. Dieser Aufwand, um über die veschiedensten Ereignisse unseres Ordens auf der ganzen Welt zu informieren, gehört zu unseren größten Herausforderungen. Was ist neu am neuen Internetportal des Ordens? Das verbesserte System, um die “Communicationes” per E-mail zu abbonieren, eine neue Sektion mit Nachrichten aus dem Netz sowie eine neue Anordnung der Nachrichten, die wir im Internet anbieten.

Der Entwurf der neuenHomepage ist das Verdienst von P. David Jiménez OCD (Provinz Kastilien). Die Inhalte der neuen Ordenshomepage werden, wie bisher, weiterhin in 5 Sprachen angeboten: Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch und Deutsch. Ausserdem haben wir, um einen leichteren Zugang zur neuen Seite zu ermöglichen, diesen an die jeweiligen Sprachen angepasst (abrufbar ab 1. Jänner 2008):

www.carmelitaniscalzi.com

www.carmelitasdescalzos.com

www.discalcedcarmelite.com

www.carmesdechaux.com

www.karmeliten.com

 

Von Seiten der Generalkurie laden wir herzlich ein, uns auf der neuen Homepage des Ordens zu besuchen und wünschen allen ein glückliches Neues Jahr.

 


     


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Updated 31 dic 2007
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