INHALT
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Bald
seliggesprochen: M.
Giuseppina di Gesù Crocifisso (Catanea)
OCD
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Gedenken zum Todestag des hl.
Johannes
vom
Kreuz
-
Die unsichere Lage in Kivu
(Kongo)
-
Personelle Veränderung im Sekretariat für die
Karmelitinnen
-
Zur
Verbesserung des
Informationsdienstes
Bald
seliggesprochen: M.
Giuseppina di Gesù Crocifisso
Catanea OCD
1894-1948
Bereits am gleichen Tag (17. Dezember), nachdem das
päpstliche Dokument zur Anerkennung des Wunders
unterzeichnet wurde, welches man der Fürsprache dieser
Unbeschuhten Karmelitin aus
dem Kloster Santa Maria dai
Monti ai
Ponti Rossi (Neapel)
zuschrieb, haben wir davon berichtet. Nun wollen wir ein
wenig mehr über diese Mitschwester informieren.
Der damalige Erzbischof von Neapel, Kardinal Alessio
Ascalesi, besuchte
wöchentlich jene Karmelitin,
welche er die “heilige Nonne” nannte. Aufgrund ihres
Rufes übertrug er ihr die besondere Sorge um die
Priester. Für viele von ihnen, besonders während der
Zeit des Zweiten Weltkriegs, war diese demütige
Karmelitin eine begnadete
Ratgeberin. Im Auftrag des damaligen
Provinzials, P.
Romualdo di
Sant’Antonio,
verfasste sie ihre
Autobiografie (1894-1932)
und ein Tagebuch (1925-1945). Außerdem redigierte sie
zahlreiche Briefe und Anweisungen für Ordensleute und
Priester. Als sie 1943 erkrankte, war sie davon
überzeugt, dass es “eine
durch den Willen Gottes zugelassene Krankheit” sei.
Schließlich verstarb sie an einer äußerst schmerzhaften
Hautentzündung, welche sich auf den ganzen Körper
ausgebreitet hatte. Umso
erstaunlicher war es, dass
ihr Leichnam trotz dieser Krankheit für etwa zwei
Wochen, während man auf die Beisetzung wartete,
unverwest blieb. Ihr Grab in der Kapelle der
Karmelitinnen wurde zum Ziel
vieler Pilger, v.a. aber von
jungen Ehepaaren.
Das für die Seligsprechung notwendige Wunder war die
plötzliche, vollständige und anhaltende Genesung des
zwei Monate alten Francesco Natale, der an einer
lebensbedrohlichen Erkrankung des Gehirns litt. Das
Wunder auf die Fürsprache der Dienerin Gottes, Mutter
Josefina ereignete sich 1999 in Neapel.
Postulator des
Seligsprechungsprozesses von Mutter
Giuseppina Catanea di
Gesù
Crocifisso war P. Luigi
Borriello OCD, Professor am
Teresianum in Rom und Mitbruder der
neapolitanischen Ordensprovinz.
Gedenken zum Tod des hl. Johannes vom Kreuz
Jedes Jahr feiert man am 14. Dezember in
Úbeda (Andalusien/Spanien)
das Gedenken an den seligen Heimgang des hl. Johannes
vom Kreuz in die Herrlichkeit des Himmels. Als er die
Glocken vom benachbarten Kirchturm her zur Mitternacht
schlagen hörte, verabschiedete sich der
heiligmäßige
Fray Juan, “um die
Matutin im Himmel zu
singen”. Alljährlich gedenkt man dieses Ereignisses mit
einem gebührenden Veranstaltungsprogramm. Heuer fand
anlässlich dieses Gedenkens
die “XXX.
Semana Sanjuanista” (“30.
Sanjuanistische Woche”)
sowie
die “Primera Reunión científica Internacional
sobre San Juan de la Cruz” (“1.
Internationales-wissenschaftliches
Treffen über den hl. Johannes vom Kreuz”) statt.
Experten seines Lebens und seiner Schriften haben über
die Musik im “Geistlichen Gesang” reflektiert, sowie den
Vorschlag formuliert, unseren Heiligen als Beispiel für
eine Kultur des Lebens und der Auferstehung
vorzuschlagen bzw. dessen Herz als inneren Spiegel im
ständigen Entwicklungszustand zu betrachten.
Ein
bedeutsamer
Beitrag
stammte von Prof.
María Schüler zum
Thema “La mística de San
Juan de la Cruz y Zen:
equivalencias y diferencias.
Mística
para
nuestro tiempo” (“Die
Mystik des hl. Johannes vom Kreuz und Zen:
Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Eine Mystik für unsere
Zeit.”).
Zum Gedenken an den Heimgang des Heiligen in die
Herrlichkeit des Himmels, veranstaltete man in der Nacht
vom 13. auf den 14. Dezember am Ort seines Todes eine
Nachtwache, umrahmt mit historischen Erinnerungen sowie
mit lyrisch-musikalischer Untermalung. Die
Eucharistiefeier, unter liturgischem Vorsitz des
international anerkannten
Sanjuanisten, P. José
Vicente Rodríguez
OCD, beschloss die
diesjährige Gedächtnisfeier zum Tod des hl. Johannes vom
Kreuz.
Die unsichere Lage in Kivu
(Kongo)
Die Sicherheitslage in der Provinz von
Nord-Kivu (Demokratische
Republik Kongo) hört nicht auf, sich mehr und mehr zu
verschlechtern. Seit dem August 2004 greifen die
Rebellen unter der Führung des Ex-Generals der
kongolesischen Armee, Laurent
Nkundabatware, unentwegt die Streitkräfte des
Landes im Norden von Kivu
an. Seit September dieses Jahres hat die Regierung
beschlossen, dieser unsicheren Lage ein Ende zu setzen,
indem sie Truppen und die Positionen des
abgesetzen Generals räumen
lässt. Wegen der zu
befürchtenden militärischen Auseinandersetzungen haben
bereits tausendene von
Einwohner ihr Zuhause fluchtartig verlassen. Zu
Zehntausenden suchen diese Flüchtlinge Zuflucht in den
Waldgebieten, wobei sie jeglicher Hilfe entbehren.
Weitere tausende von
Flüchtlingen suchen in den eigens eingerichteten Camps
in Mugunga und
Bulengo Unterschlupf.
Letztgenanntes Camp befindet sich nur 13 km von
Goma entfernt, in der
Umgebung unserer Karmelitenpfarrei
von Goma-Katindo, wo unsere
jungen Mibrüder aus der
Generaldelegation Kongo, Jean-Pierre
Ngemanyi, Baudouin
Mpanga, Pierre
Thadée
Bayi und Jérôme Paluku
die Seelsorge innehaben. Derzeit befinden sich in diesen
Flüchtlingslagern 43.000 Personen, wobei deren Zahl von
Tag zu Tag steigt, die humanitäre Hilfeleistung hingegen
sich täglich verschlechtert.
Die Zustände betreffen die gesamte dortige Umgebung:
Mord und Totschlag, Zerstörung der Infrastruktur,...
Letztlich lebt man ohne Gewissheit,
wie es am nächsten Tag weitergehen soll. Am 18. Oktober
dieses Jahres wurde die Pfarrkirche von
Nyakariba (im Gebiet von
Masisi) von Unbekannten
angezündet. Der zuständige Pfarrer war zu jenem
Zeitpunkt aus pastoralen Gründen unterwegs. Aber nicht
nur die ländlichen Gebieten leiden unter dieser
unsicheren Situation.
Auch in der Hauptstadt Goma
zeigt sich das gleiche Bild der Unsicherheit. Dort
überstand der Bischof im vergangenen Oktober, wie durch
ein Wunder, ein Attentat. Die Unsicherheit gilt sowohl
für einzelne Kleriker oder Ordensleute als auch für
ganze Gemeinschaften. Wie lange werden wir noch unter
solchen Bedingungen leben müssen? Niemand weiß darauf
eine Antwort zu geben. Beobachter meinen,
dass sich die Situation noch
mehr verschlechtern könnte. Alle leben wir in der
Verwüstung und haben Angst, das Gegenwärtige zu
kommentieren.
Die Mehrzahl der Priester aus dem Inneren des Landes ist
in die Gebirgszonen um Goa
geflüchtet. Hier wie dort stehen systematische und
plötzliche Überfälle auf Pfarren und Ordenshäuser auf
der Tagesordnung. Andere Priester wiederum sind
geflüchtet, ohne letztlich genau zu wissen wohin.
Aufgrund der unsicheren und furchtbaren Situation sind
mehrere Pfarrkirchen zugesperrt. Seit dem 22. Oktober
sind deren Pfarrer in das Zentrum “Maria Mama” nach
Buhimba geflüchtet, wo sich
auch das große Seminar für die Philosophie befindet. Von
dort aus beobachten sie den Fortgang der Ereignisse, in
der Hoffnung auf Verbesserung der Situation. Wie lange
sie dort bleiben werden? Auch das weiß niemand zu
beantworten.
Ein kongolesischer Musiker singt in seiner Muttersprache
Lingala: “Na
mokili tour à tour,
lelo ya
yo lobi
ya
moninga …” D.h.: “Auf dieser Erde hat jeder
Anteil am Ganzen: Heute habe ich daran teil, morgen ein
anderer…” Dieser Refrain symbolisiert den
Rhytmus im Leben der
Bewohner von Goma und führt
tausende von Einwohner in
einen Zustand von traumatisierenden
Psychosen der Verzweiflung und Mutlosigkeit.
Täglich geschehen bewaffnete Raubüberfälle, ohne
dass
irgendjemand für die Sicherheit verantwortlich
wäre. Dies ist ein deutliches Zeichen für den langsamen
Verfall der Stadt. Diese Art von organisiertem Raub und
Plünderung ist eine Weise, um in diesem allgemeinen
Chaos irgendwie überleben zu können. Tausende sind Opfer
solcher Barbareien. Am Abend fragt sich schon jeder, wer
das nächste Opfer sein wird. Auf diese Weise steigt die
allgemeine Angst.
In der Nacht vom 10. November überfielen uniformierte
Männer das Kloster der Ursulinen in
Tildonk, das sich auf dem Gebiet unserer
Karmelitenpfarre befindet.
Sie bedrängten die Schwestern, wobei sie eine von ihnen
sogar schwer am Auge verletzten. Sie stahlen Möbel,
Computer, Handys und Geld... also alles, was sie gerade
vorfanden. Welche Gemeinschaft wird es als nächste
treffen? Und was wird sein, wenn diese Leute nichts zum
Stehlen vorfinden? Das ist also unser Leben in
Goma. Ohne zu dramatisieren,
bekennen wir dennoch: In der gegenwärtigen Situation
hilft allein die vollkommene Hingabe an die Vorsehung
Gottes und der Schutz der Jungfrau vom
Karmel.
Personelle Veränderung im Sekretariat für die
Karmelitinnen
Seit 2003 war P. Ulrich Dobhan
OCD im Generalat Sekretär
für die Karmelitinnen. Am
21. Dezember ist er endgültig in seine deutsche
Heimatprovinz zurückgekehrt, wo er nun als Prior von
München tätig sein wird. Nachfolger in seinem Amt als
Sekretär für die Karmelitinnen
wird P. Karol Władysław Kraj
aus der Provinz Krakau. In Kürze wird er seine
Doktorarbeit aus dem Fach Kirchenrecht, mit dem Thema “Patrimonio
delle Monache
Scalze
dell’Ordine della
Beata Vergine Maria del
Monte Carmelo, di
cui al
canone 578 in vista della
sua
tutela” an der römischen
Lateranuniversität verteidigen.
Zur Verbesserung des Informationsservices
Im Hinblick auf das Neue Jahr veröffentlicht die
Generalkurie der Unbeschuhten
Karmeliten eine neue Homepage des Ordens. Mit
neuer Aufmachung und Technologie steht diese Initiative
ganz im Dienst unseres Ordens und der Kirche. Dieser
Aufwand, um über die veschiedensten
Ereignisse unseres Ordens auf der ganzen Welt zu
informieren, gehört zu unseren größten
Herausforderungen. Was ist neu am neuen Internetportal
des Ordens? Das verbesserte System, um die “Communicationes”
per E-mail zu abbonieren,
eine neue Sektion mit Nachrichten aus dem Netz sowie
eine neue Anordnung der Nachrichten, die wir im Internet
anbieten.
Der Entwurf der neuenHomepage
ist das Verdienst von P. David
Jiménez OCD (Provinz Kastilien). Die Inhalte der
neuen Ordenshomepage werden, wie bisher, weiterhin in 5
Sprachen angeboten: Italienisch, Spanisch, Englisch,
Französisch und Deutsch. Ausserdem
haben wir, um einen leichteren Zugang zur neuen Seite zu
ermöglichen, diesen an die jeweiligen Sprachen
angepasst (abrufbar ab 1.
Jänner 2008):
www.carmelitaniscalzi.com
www.carmelitasdescalzos.com
www.discalcedcarmelite.com
www.carmesdechaux.com
www.karmeliten.com
Von Seiten der Generalkurie laden wir herzlich ein, uns
auf der neuen Homepage des Ordens zu besuchen und
wünschen allen ein glückliches Neues Jahr.